BANGKOK: Mit der Eröffnung der „Gold Line“ auf der Thonburi-Seite des Chao-Phraya-Flusses feiert mit dem sogenannten „Peoplemover“ ein weiteres öffentliches Nahverkehrsmittel seine Thailandpremiere.
Auf der neuen Hochbahnlinie sollen insgesamt drei in Kanada entwickelte und in China gefertigte Züge des Typs Bombardier Innovia APM300s eingesetzt werden, die jeweils aus zwei aneinandergekoppelten, fahrerlosen Triebwagen mit Platz für 140 Fahrgäste bestehen. Sie fahren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h wie Busse auf Gummireifen, werden jedoch von einer Schiene in der Mitte der Fahrbahn geführt und mit Strom versorgt. Bekanntes Beispiel ist die Leitschienenbahn SkyLine desselben Herstellers am Flughafen Frankfurt am Main.
Gemäß Manit Techaapichok von der Projektmanagementfirma Krungthep Thanakom Co. seien die Arbeiten an der neuen Hochbahnlinie zu 88 Prozent abgeschlossen. Dennoch ist das Projekt in Verzug. Es wurde im Jahr 2016 vom Kabinett genehmigt und sollte ursprünglich vor zwei Jahren pünktlich zur Eröffnung des Nobeleinkaufszentrums Iconsiam fertiggestellt werden.
Obwohl die „Gold Line“ als ein „Geschenk“ der Metropolverwaltung Bangkok (BMA) an den Einzelhandelsgiganten Siam Piwat geplant war, der die Shopping Mall außerhalb des Nahverkehrsplanes der BMA errichtet hatte, wurden die Baukosten der Hochbahn, die auf 3,8 Milliarden Baht geschätzt werden, nun doch von dem Betreiber des Konsumtempels am Flussufer selbst übernommen.
Die „Gold Line“ umfasst drei Stationen – Thonburi, Charoen Nakhon (Iconsiam) und Khlong San – und ermöglicht an der BTS-Station Krung Thon Buri den Umstieg in den Skytrain der „Silom Line“. Geplant ist eine Verlängerung, um die „Gold Line“ zukünftig an die „Purple Line“ anzuschließen.