Pakistans Innenminister für Gespräche im Iran

Iranische Mittelstreckenraketen
Iranische Mittelstreckenraketen "Nazeat" werden während der jährlichen Feier zum Tag der Armee in einer Militärbasis in Teheran. Foto: EPA-EFE/Abedin Taherkenareh

TEHERAN: Wann wird weiter zwischen den USA und dem Iran verhandelt? Der pakistanische Innenminister sucht das Gespräch mit Teheran.

Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi ist im Iran eingetroffen, um mit der dortigen Führung die Fortsetzung der Verhandlungen mit den USA in der Schweiz zu besprechen. Nach Angaben der regierungsnahen iranischen Nachrichtenagentur Mehr landete Naqvis Maschine zunächst in der Pilgerstadt Maschhad im Nordosten des Landes. Während seines Besuchs wird Naqvi demnach mit den Leitern des iranischen Verhandlungsteams, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, zusammentreffen.

Pakistan fungiert seit April offiziell als Vermittler zwischen den Kriegsgegnern Iran und USA. Washington und Teheran hatten diese Woche ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Beendigung der Kampfhandlungen in der Region vorsieht. Weitere Verhandlungen über strittige Punkte, etwa das iranische Atomprogramm, sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen folgen. Eine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich am Freitag angedacht, fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt.

Schon früh in den Verhandlungen um das Rahmenabkommen hatte der Iran Wiederaufbauhilfen verlangt. Das Abkommen sieht mindestens 300 Milliarden US-Dollar als eine Art Aufbaufonds vor - die Frage der Finanzierung ist jedoch bisher ausgespart. Nach Einschätzung von Beobachtern wäre Teheran aber auch mit den im letzten Monat geforderten 24 Milliarden US-Dollar - rund 20 Milliarden Euro - in zwei Raten zunächst zufriedengestellt. Zudem fordert Teheran ein Ende der Banksanktionen, um wieder Zugang zum internationalen Finanzsystem zu erhalten und somit auch sein Öl als wichtigste Einnahmequelle legal verkaufen zu können. Der Iran hat wiederholt betont, dass es ohne diese Zusage keine finale Einigung geben wird.

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