PHUKET: Thailands größter Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) hat zum siebzehnten Mal in Folge die Durchführung einer offiziellen Gedenkfeier für die 90 Opfer des One-Two-Go-Fluges OG269 abgelehnt.
Am Jahrestag des Flugzeugabsturzes nahm Monchai Tanode, General Manager des internationalen Flughafens Phuket, am Montag (16. September 2024) stattdessen an Veranstaltungen zum Welt-Ozon-Tag teil und fokussierte sich auf ein Treffen mit dem Wirtschafts- und Geschäftsforschungszentrum der Siam Commercial Bank. Hierbei standen makroökonomische Forschungen und Passagierwachstumstrends im Mittelpunkt.

Am 16. September 2007 stürzte die McDonnell Douglas MD-82 während eines Durchstartversuchs nach einer abgebrochenen Landung bei starkem Regen und starkem Seitenwind ab – unter ähnlichen Wetterbedingungen wie aktuell in Phuket. Von den 130 Menschen an Bord kamen 89 am Unfallort ums Leben, und ein weiterer Überlebender starb später an seinen Verletzungen. 40 Passagiere überlebten verletzt.

Unter den Opfern befanden sich Staatsbürger aus Thailand, Großbritannien, Frankreich, Australien, Kanada und anderen Ländern. Nach dem Vorfall und folgenden vernichtenden Sicherheitsberichten wurde die Billigfluggesellschaft One-Two-Go durch ihre Muttergesellschaft Orient Thai am 9. Oktober 2018 endgültig aufgelöst.
Lokale Rettungshelfer, wie Chukiat Ayuperm von der Thepkrasattri-Niederlassung der Kusoldharm-Stiftung, erinnern privat an das Unglück. Chukiat, der auch freiwillig bei der Pitakkarn-Stiftung tätig ist, veröffentlichte Fotos von den damaligen Rettungsbemühungen und betonte: „Ich erinnere mich lebhaft an das Chaos und die Verwüstung. Das ist etwas, das man nie vergessen kann.“
Trotz der jährlichen Verweigerung einer offiziellen Gedenkfeier bleibt das Gedenken an die Opfer der Tragödie in den Herzen der Angehörigen und Überlebenden lebendig.
denn genau DAS wollten die Verantwortlichen ja offenbar vermeiden, dass der Vorfall überhaupt wieder erinnert wird.