PHUKET: Vor der Küste von Phuket hat sich die Ölverschmutzung durch das Anfang des Monats gesunkene Frachtschiff „Sealloyd Arc“ bis nach Koh He ausgebreitet. Die bei Touristen beliebte Insel südöstlich von Phuket, auch als „Coral Island“ bekannt, ist insbesondere für Schnorchelausflüge bekannt. Am Donnerstag (26. Februar 2026) dauerten die Reinigungsarbeiten der Behörden an.
Der Parlamentsabgeordnete für Phuket, Chalermpong Saengdee, forderte ein Notfallmanagement, nachdem am Mittwoch (25. Februar 2026) schwarze Rückstände im Meerwasser sowie am Strand von Koh He festgestellt worden waren. Nach seinen Angaben stellt die sich ausweitende Verschmutzung eine Bedrohung für das empfindliche Ökosystem und den Tourismus dar.
Gefahr für Riffe und Seegraswiesen
Als potenziell gefährdet gelten unter anderem Ao Rawai, Koh Kaeo Noi, Koh Kaeo Yai, Nai Harn, Rawai Beach und Kata Beach. In mehreren dieser Gebiete befinden sich wertvolle Korallenriffe und Seegraswiesen.

Das Maritime Enforcement Command Centre (Thai-MECC), das bereits zuvor ein spezielles Einsatzzentrum zur Bewältigung des Vorfalls eingerichtet hatte, leitete umgehend Maßnahmen zur Wiederherstellung der betroffenen Bereiche ein. Nach Angaben der Behörde erstreckt sich die Verschmutzung über eine Länge von rund 900 Metern entlang des Strandes. Das Öl tritt dort in Form von Teerklumpen und -platten auf. Auch an einer schwimmenden Pontonanlage wurden Rückstände festgestellt.
Taucher dichten Leck in 60 m Tiefe ab
Thai-MECC erklärte, dass zur Minimierung der Umweltauswirkungen vor allem manuelle Reinigungsmethoden eingesetzt und die Entsorgung der Abfälle streng kontrolliert würden. Zudem wurde ein Taucherteam damit beauftragt, das Leck an dem in 60 Metern Tiefe liegenden Wrack abzudichten.

Das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff war am 7. Februar 2026 gesunken und später südlich von Koh Kaeo Noi bei 7°43.88” nördlicher Breite und 98°16.62” östlicher Länge lokalisiert worden. Es befand sich auf dem Weg von Malaysia nach Bangladesch. Alle 16 Besatzungsmitglieder konnten von thailändischen Behörden gerettet werden.
297 Container, 14 mit Gefahrengut
Das 4.339 Tonnen schwere Schiff transportierte 297 Container, darunter 14 mit gefährlichen Stoffen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich von möglicherweise im Meer treibenden Containern fernzuhalten.