Noch immer ein Preisparadies

Wie sich Thailands Lebenshaltungskosten mit dem Westen vergleichen

Thailand bleibt im Vergleich zu Deutschland, Österreich und der Schweiz günstig und so ideal für Remote-Arbeiter. Foto: Joshua Resnick/Adobe Stock
Thailand bleibt im Vergleich zu Deutschland, Österreich und der Schweiz günstig und so ideal für Remote-Arbeiter. Foto: Joshua Resnick/Adobe Stock

BANGKOK: Auch wenn viele Expats von einem teuren Thailand sprechen: es ist teurer geworden, wie überall. Aber noch immer ein Land, wo man mit wenig gut leben kann.

In  einer Zeit weltweit steigender Preise bleibt Thailand ein Ausreißer – ein Land, in dem die Lebenshaltungskosten nur einen Bruchteil dessen betragen, was Einwohner westlicher Länder zahlen. Ein genauer Blick auf die täglichen Ausgaben zeigt, wie weit ein Dollar, Euro oder Franken in Südostasien im Vergleich zu Volkswirtschaften wie der Schweiz, England, Deutschland oder den USA reicht.

Wohnen: Der größte Unterschied

Das Wohnen zeigt den deutlichsten Kontrast.

In Zürich kostet eine Einzimmerwohnung im Stadtzentrum durchschnittlich rund 1.800 Euro im Monat. In London liegt der Wert bei etwa 2.000 Euro, während er in New York City fast 2.800 Euro erreicht. Selbst im vergleichsweise güns­tigen Berlin werden ähnliche Wohnungen für rund 1.300 Euro vermietet.

In Bangkok hingegen kosten vergleichbare Unterkünfte typischerweise 400 bis 500 Euro, moderne Apartments außerhalb des Zentrums sogar nur etwa 300 Euro.

Für viele Expats sind allein diese Einsparungen Grund genug für einen Umzug.

„Ich zahle hier weniger für meine ganze Wohnung, als ich früher für meinen Arbeitsweg in London bezahlt habe“, sagte ein britischer Softwareentwickler, der in Chiang Mai lebt.

Gut essen für wenig Geld

Ein komplettes Essen in einem einfachen Restaurant kostet in Deutschland oder der Schweiz rund 14 bis 25 Euro, in England 18 Euro und in den USA etwa 20 Euro.

Dasselbe Gericht in Thailand – etwa ein Pad Thai oder grünes Curry – kostet 2 bis 4 Euro. Selbst ein Cappuccino, der in Europa 4 bis 5 Euro  kosten kann, übersteigt in Bangkok selten 1,50 Euro.

Importierte oder westliche Produkte können teuer sein, doch für Einheimische und Langzeitbesucher, die sich „thai-style“ ernähren, bleibt Essen außerordentlich erschwinglich.

Verkehr: Für wenige Cent unterwegs

Der öffentliche Nahverkehr in westlichen Ländern kostet im Durchschnitt 3 bis 4 Euro pro Fahrt, während Taxifahrten leicht über 15 Euro für wenige Kilometer liegen.

In Thailand kostet ein Busti­cket etwa 0,70 Euro, und eine Taxifahrt quer durch die Stadt selten mehr als 3 bis 4 Euro.

Dienstleistungen und Alltag

Auch persönliche Dienstleis­tungen zeigen große Preisunterschiede.

Ein Herrenhaarschnitt kostet in Deutschland rund 30 Euro, in England 25 Euro und in der Schweiz 50 Euro, während er in Thailand etwa 5 Euro kostet.

Fitnessstudio-Mitgliedschaften und Mobilfunkverträge sind ebenfalls deutlich günstiger.

Allerdings können importierte Technologie, internationale Schulen und Gesundheitsleistungen nach westlichem Standard vergleichsweise teuer sein, was die Gesamtersparnis für Ausländer, die einen westlichen Lebensstil pflegen wollen, etwas verringert.

Eine Frage der Perspektive

Laut internationalen Kostenindizes betragen die Lebenshaltungskosten in Thailand etwa ein Drittel des deutschen Niveaus und weniger als ein Viertel des schweizerischen.

Für Rentner, Remote Worker und digitale Nomaden bedeutet das: ein Lebensstil, der in der Heimat unerschwinglich wäre – mit großzügigem Wohnraum, regelmäßigem Essen außer Haus und Reisen innerhalb des Landes.

Thailand bietet eine einzigartige Mischung aus Erschwinglichkeit, moderner Infrastruktur und kultureller Tiefe.

Für Rentner und westliche (digitale) Berufstätige sind die finanziellen Vorteile eindeutig. Rentner, das ist klar, müssen die Vorgaben der thailändischen Behörden bezüglich der minimalen Einkommen einhalten können. Jede Form von gefälschten Unterlagen, die in manchen Inseraten angeboten werden, führen früher oder später zu großen Problemen.

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