Neues aus der Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
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Iranische Sängerin zu Peitschenhieben verurteilt

TEHERAN: Ein online gestreamtes Konzert der iranischen Sängerin Parastu Ahmadi sorgt für großes Aufsehen - denn sie singt ohne Kopftuch. Jetzt urteilt ein Gericht gegen die Sängerin und ihr Team scharf.

Nach einem Online-Konzert ohne Kopftuch ist eine bekannte iranische Sängerin am Donnerstag zu körperlicher Züchtigung verurteilt worden. Die Sängerin Parastu Ahmadi und acht Mitglieder ihrer Band sowie ihres Produktionsteams seien von einem Strafgericht in der Provinz Ghom zu 74 Peitschenhieben und einem zweijährigen Reise- und Berufsverbot verurteilt worden, berichtete die Zeitung «Emtedad». Gegen das Urteil können noch Rechtsmittel eingelegt werden. Im Gerichtsbeschluss heißt es, die Gruppe habe «vulgäre und unmoralische Inhalte» online verbreitet.

Ahmadi streamte im Dezember 2024 ein Konzert mit ihrer Band aus einer Karawanserei auf Youtube und verstieß damit gleich gegen mehrere Gesetze im Iran: Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind in der Islamischen Republik verboten, zudem trat Ahmadi ohne Kopftuch und in einem Kleid auf. Eine Aufnahme des Konzertes zählt derzeit bei Youtube fast 3 Millionen Aufrufe.

In den vergangenen Jahren hat sich der Protest vieler iranischer Frauen gegen die strengen islamischen Gesetze intensiviert. Im Herbst 2022 gingen Massen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» gegen die repressive Politik auf die Straßen, doch die Demonstrationen wurden gewaltsam niedergeschlagen. Viele Frauen in den Metropolen widersetzen sich dennoch inzwischen als Zeichen des Protests und der Selbstbestimmung den islamischen Dresscodes.


Hella von Sinnen hat «die Faxen dicke» von Beerdigungen

BERLIN: Statt Regen, Priestersprüchen und Schaufeln: Hella von Sinnen verabschiedet sich von Verstorbenen lieber auf ihre eigene Weise.

Komikerin Hella von Sinnen geht eigenen Worten zufolge «nicht mehr auf Beerdigungen». «Davon habe ich die Faxen dicke», sagte die 67-Jährige der Zeitschrift «Bunte». Und weiter: «Ich finde, man muss diese deutschen Rituale nicht mitmachen. Ich finde sie ausgesprochen unglücklich. Im Herbst bei Regen über den Friedhof zu latschen, dazu die völlig uninspirierten Sprüche der Priester, das Schaufeln der Erde, wenn der Sarg in die Erde gelassen wird . das will ich nicht mehr. Der Mensch ist trotzdem tot.»

Die Entertainerin erklärte: «Für mich bedeutet auch ein gescheiter Abschied, seine Trauerrituale alleine zu Hause zu machen - mit Kerzen, Musik, einem Foto und schönen Erinnerungen.»

Einäscherung und Urnenbestattung zieht von Sinnen einer Beerdigung im Sarg klar vor. Sie habe sich zudem beim Thema Tod eine «fast naive Spiritualität» angeeignet, welche «unglaublich tröstlich» sei: «Zu wissen, dass die Seelen noch irgendwo rumhängen und reinkarniert sind.»

Von Sinnen wurde als Komikerin, Moderatorin und Entertainerin bekannt - unter anderem mit der RTL-Show «Alles Nichts Oder?!» und dem Comedy-Quiz «Genial daneben». In ihrem neuen Podcast «Gestatten, von Sinnen!» unterhält sie sich mit anderen Promis wie Mike Krüger und Evelyn Burdecki.

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