Urteil gegen Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit erwartet
OSLO: Marius Borg Høiby soll Frauen vergewaltigt und sexuell missbraucht haben. Der Mammut-Prozess gegen Mette-Marits Sohn erschütterte Norwegens Royals. Jetzt kommt das Urteil.
Knapp drei Monate nach dem Mammutprozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wird am Montag (8.30 Uhr) das Urteil erwartet. Marius Borg Høiby ist in 40 Punkten angeklagt - unter anderem für vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, mehrere Fälle häuslicher Gewalt, Verstöße gegen ein Kontaktverbot, Drogen- und Verkehrsdelikte. Zur Urteilsverkündung kommt der 29-Jährige nicht selbst ins Gericht. Aus gesundheitlichen Gründen dürfe er den Urteilsspruch über einen Video-Link aus dem Gefängnis verfolgen, hatte das Gericht mitgeteilt.
Gegen Høiby war von Anfang Februar bis Mitte März verhandelt worden. Mehrere Ex-Freundinnen sowie Frauen, die der Norweger missbraucht haben soll, während sie schliefen, hatten vor Gericht gegen ihn ausgesagt. Zahlreiche Details über das Intimleben des ältesten Kinds von Mette-Marit waren dabei ans Licht gekommen. Für die Taten hatte die Staatsanwaltschaft sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert.