China bestätigt Besuch von US-Präsident Trump ab Mittwoch
PEKING: US-Präsident Trump spricht seit Wochen von einem China-Besuch. Peking hielt sich mit Informationen darüber zurück - bis jetzt. Was Trump und Xi besprechen könnten.
Erstmals seit 2017 besucht ein US-Präsident wieder China: Das chinesische Außenministerium bestätigte den anstehenden Aufenthalt von Donald Trump in der Volksrepublik nun auch offiziell. Der Republikaner komme von Mittwoch bis Freitag auf Einladung von Staats- und Parteichef Xi Jinping, hieß es weiter. Zuvor hatte bereits Trump selbst den Besuch angekündigt.
China bestätigte den Staatsbesuch, wie bei solchen Anlässen üblich, erst kurz vor Beginn. Trump wollte ursprünglich Ende März nach China fliegen, verschob die Reise jedoch kurzfristig wegen des Iran-Kriegs. Der Republikaner hatte Xi zuletzt Ende Oktober am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Südkorea getroffen.
Was auf der Agenda stehen könnte
Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt stehen seit Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr in einem Handelskonflikt, der mit hohen Zöllen und Exportkontrollen den Warenverkehr massiv stört und die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Neben handelspolitischen Themen könnten sich die beiden Staatschefs nach Ansicht von Experten auch über die Lage im Nahen Osten unterhalten. Auf der Agenda könnte auch Washingtons Haltung zur Inselrepublik Taiwan stehen, die Peking zum Staatsgebiet Chinas zählt und an sich binden will.
Vor Trump-Xi-Treffen: USA verhandeln mit China in Südkorea
PEKING: Vor dem Gipfel zwischen Trump und Xi wollen die USA und China in Südkorea über ihre Handelsbeziehungen sprechen. Eine Begegnung im vergangenen Jahr war dafür entscheidend.
Vor der Peking-Reise von US-Präsident Donald Trump wollen sich Vertreter Chinas und der USA zur Beilegung ihres Handelsstreits zu einer weiteren Verhandlungsrunde treffen. Wie das Handelsministerium in Peking mitteilte, soll dafür Vize-Ministerpräsident He Lifeng mit einer Delegation von Dienstag bis Mittwoch in die südkoreanische Hauptstadt Seoul reisen. Themen sind demnach «Wirtschafts- und Handelsfragen von beiderseitigem Interesse».
US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte das Treffen auf der Online-Plattform X. Demnach will er noch am Dienstag mit Japans Regierungschefin Sanae Takaichi in Tokio über die beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen sprechen. Am Mittwoch wolle er einen Zwischenstopp in Seoul für das Treffen mit He einlegen und im Anschluss zum Treffen von Trump und Staats- und Parteichef Xi Jinping weiterreisen, schrieb er. Trump will von Mittwoch bis Freitag nach China reisen.
Bessent und He hatten ihre Länder auch in den zurückliegenden Verhandlungsrunden vertreten. Der Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte im vergangenen Jahr zu einem Schlagabtausch mit Zöllen und Gegenzöllen geführt. China reagierte mit Exportkontrollen auf wichtige Rohstoffe, welche die Industrie weltweit in Mitleidenschaft zogen.
Ein Treffen im südkoreanischen Busan Ende Oktober zwischen Xi und Trump hatte eine vorübergehende Pause im Zollstreit eingeleitet, die noch bis Herbst gilt. Restriktionen wie bei der Lieferung seltener Erden bestehen jedoch nach wie vor.
Deutsche «Hondius»-Passagiere auf dem Weg nach Frankfurt
EINDHOVEN: Vier deutsche Passagiere der «Hondius» werden nach dem Hantavirus-Ausbruch per Sondertransport nach Frankfurt gebracht. Dort folgt die Weiterreise in Quarantäne.
Die vier in die Niederlande ausgeflogenen deutschen Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind auf dem Weg nach Frankfurt. Mehrere Rettungswagen brachen am späten Abend vom Flughafen Eindhoven aus Richtung Deutschland auf. Der sogenannte Sonderisoliertransport bringt die Passagiere nach Frankfurt. Von dort werden sie anschließend zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer gebracht.
Mit einem von der Kanaren-Insel Teneriffa kommenden Flugzeug waren insgesamt 26 Passagiere und Crewmitglieder der «Hondius» eineinhalb Stunden zuvor in Eindhoven gelandet. Neben den vier Deutschen sowie Niederländern befanden sich auch Belgier und Griechen an Bord, alle ohne Symptome, wie das spanische Gesundheitsministerium vor dem Abflug mitteilte. Am Flughafen in Eindhoven warteten Spezialisten auf die Evakuierten, um sie medizinisch zu untersuchen.
Einer der deutschen Passagiere soll später in die Berliner Charité gebracht werden. Nach Angaben der zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt «aus der Region Berlin-Brandenburg». Eine symptomfreie deutsche Kontaktperson von der «Hondius» soll in Baden-Württemberg in häusliche Quarantäne gehen. Das teilte das Sozial- und Gesundheitsministerium in Stuttgart am Abend mit.
Die «Hondius» war am frühen Sonntagvormittag in den Hafen von Granadilla auf Teneriffa eingefahren. Auf dem Kreuzfahrtschiff waren zuletzt insgesamt 140 bis 150 Reisegäste, Besatzungsmitglieder und begleitende Experten aus 23 Ländern.
Symptome auf Rückflug - Frankreich isoliert Kreuzfahrtgäste
PARIS: Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» zeigt ein französischer Passagier auf dem Rückflug Symptome. Frankreich schickt alle fünf Rückkehrer in Quarantäne und kündigt Schutzmaßnahmen an.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» soll einer der ausgeflogenen fünf französischen Passagiere auf dem Rückflug von Teneriffa nach Paris Symptome gezeigt haben. Wie Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu mitteilte, wurden daher alle fünf Passagiere sofort bis auf weiteres unter strenge Quarantäne gestellt. Sie würden medizinisch versorgt und würden Tests sowie einer medizinischen Untersuchung unterzogen. Welche Symptome der Passagier entwickelt haben soll, präzisierte der Premierminister nicht.
«Noch heute Abend werde ich ein Dekret erlassen, das es ermöglicht, geeignete Isolationsmaßnahmen für Kontaktpersonen zu ergreifen und die allgemeine Bevölkerung zu schützen», kündigte der Premierminister an.
Lettlands Verteidigungsminister zurückgetreten
RIGA: In Lettland ist es zuletzt immer wieder zu Drohnenalarm und -abstürzen gekommen. Der Verteidigungsminister des Nato-Landes nimmt deshalb seinen Hut - auf Druck der Regierungschefin.
Lettlands Verteidigungsminister Andris Spruds hat nach den jüngsten Drohnenvorfällen im Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes seinen Rücktritt bekanntgegeben. Damit wolle er die lettische Armee vor einer Instrumentalisierung für politische Zwecke schützen, sagte Spruds auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Riga.
Regierungschefin Evika Silina hatte kurz zuvor den Minister zum Rücktritt aufgefordert. Spruds habe ihr Vertrauen und das der Öffentlichkeit verloren, schrieb sie auf der Plattform X. Weiter teilte sie mit, dass sie dem Militäroberst Raivis Melnis angeboten habe, das Amt des Verteidigungsministers zu übernehmen, und dieser zugestimmt habe.
In Lettland waren in der Nacht zum Donnerstag zwei Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen waren. Eine Drohne stürzte in R?zekne auf ein Öllager ab. Die Tanks waren leer, es gab keine Verletzten oder Toten.
«Der Drohnenvorfall dieser Woche hat deutlich gezeigt, dass die politische Führung des Verteidigungssektors ihr Versprechen eines sicheren Luftraums über unserem Land nicht eingelöst hat», schrieb Silina. Spruds stand bereits nach zwei vorangegangenen Drohnenvorfällen in dem an Russland und Belarus grenzenden Lettland unter Kritik.
Istanbuls Ex-Bürgermeister steht erneut vor Gericht
ISTANBUL: Gegen den abgesetzten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu beginnt ein weiterer Prozess. Die Anklage wirft ihm und drei weiteren Spionage vor. Die Opposition vermutet politische Motivation.
Am Montag (10 Uhr Ortszeit) beginnt in der Türkei ein weiterer Prozess gegen den ehemaligen Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu, der als aussichtsreicher Gegner des amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gilt. Neben dem Oppositionspolitiker sind drei weitere Menschen angeklagt. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft wirft ihnen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu «politische Spionage» vor.
In der Anklageschrift wird Imamoglu, seinem Wahlkampfberater Necati Özkan, dem Geschäftsmann Hüseyin Gün sowie dem Journalisten Merdan Yanardag vorgeworfen, ein kriminelles Netzwerk betrieben und Daten von türkischen Bürgern an ausländische Geheimdienste weitergegeben zu haben. Das Ziel dahinter sei die Beeinflussung des Wahlkampfes 2019 gewesen - damals wurde der CHP-Politiker Imamoglu erstmals zum Bürgermeister von Istanbul gewählt. Davor hatte Erdogans AKP die Stadt lange regiert.
Die CHP, die größte Oppositionspartei des Landes, betrachtet den Prozess als politisch motiviert. Den Angeklagten drohen Haftstrafen zwischen 15 und 20 Jahren, alle vier befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.
Imamoglu war im März 2025 in einem anderen Verfahren wegen Korruptionsvorwürfen als Istanbuler Bürgermeister abgesetzt und verhaftet worden.
Hantavirus: Person wird in Berliner Charité gebracht
BERLIN: Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff bereitet sich Berlin auf die Rückkehr einer Person vor. Bislang ist sie nach Angaben der Behörden ohne Symptome.
Einer der deutschen Passagiere des vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs «Hondius» soll in die Berliner Charité gebracht werden. Derzeit werde die Ausgestaltung des Transports beraten, teilte ein Sprecher der zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Für diesen Fall ist die Aufnahme auf die Infektiologie der Charité sowie die Anordnung einer Quarantäne durch das zuständige Gesundheitsamt vorgesehen», hieß es.
Den Angaben zufolge zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt «aus der Region Berlin-Brandenburg». Das Land Berlin befinde sich derzeit in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Nach aktuellem Stand werde darüber hinaus keine weitere Person nach Berlin gebracht. Zuvor hatte es vom Brandenburger Gesundheitsministerium geheißen, dass sich unter den Betroffenen keine Personen aus Brandenburg befänden.
Laut Brandenburger Gesundheitsministerium werden die Evakuierten nach ihrer Ankunft am Sonntagabend in den Niederlanden von Spezialisten in Empfang genommen. Anschließend sollen sie nach Deutschland gebracht werden. Zu Beginn der kommenden Woche kommen sie den Angaben zufolge dann in die jeweiligen Bundesländer zur Quarantäne, die nach den Anordnungen der jeweiligen Gesundheitsämter erfolgt.
Papst würdigt Mütter zum Muttertag
ROM: Der Muttertag ist auch Papst Leo XIV. eine Erwähnung wert. Er ruft zum Gebet auf - und hat dabei besonders Frauen in schwierigen Lebensumständen im Blick.
Der Papst dankt zum Muttertag den Müttern. «Lasst uns mit Zuneigung und Dankbarkeit für alle Mütter beten, besonders für jene, die in den schwierigsten Umständen leben», sagte Leo XIV. beim Gebet «Regina Caeli» in Rom. Der 70-Jährige ist seit rund einem Jahr im Amt und Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken.
Mindestens 15 Polizisten bei Anschlag in Pakistan getötet
ISLAMABAD: Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug fährt in einen Polizeiposten, der danach in Schutt und Asche liegt. Anschließend kommt es zu einem Schusswechsel.
Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 15 Polizisten getötet worden. Terroristen hätten im Distrikt Bannu in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug einen Kontrollposten der Polizei gerammt, sagte ein regionaler Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Anschließend sei es zu einem heftigen Schusswechsel gekommen. Es gebe drei Verletzte. Auf Bildern war zu sehen, dass der Polizeiposten in Schutt und Asche lag.
In der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, die an Afghanistan grenzt, kommt es immer wieder zu Anschlägen durch die pakistanischen Taliban (TTP). Im Jahr 2025 wurden dort 3.811 der insgesamt 5.397 Terroranschläge in Pakistan registriert, darunter 16 der 27 Selbstmordanschläge.
Minister: 550.000 Migranten warten in Libyen auf Überfahrt nach Europa
ATHEN: Griechenland schlägt Alarm: Mehr als eine halbe Million Menschen warten in Libyen auf die Überfahrt nach Europa.
Rund 550.000 Migranten und Flüchtlinge warten nach Angaben des griechischen Migrationsministers Thanos Plevris derzeit in Libyen auf eine Gelegenheit, nach Europa überzusetzen. Athen arbeite deshalb eng mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie mit den libyschen Behörden zusammen, um Schleuserbanden zu bekämpfen, Boote frühzeitig zu erkennen und Abfahrten von der nordafrikanischen Küste zu verhindern.
Neue Ankünfte
Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund neuer Ankünfte südlich von Kreta. Die griechische Küstenwache brachte am Sonntag insgesamt 125 Migranten in Sicherheit, die in zwei Booten südlich der Mittelmeerinsel unterwegs waren, berichtete der staatliche Rundfunk. Zwischen Libyen und Kreta herrscht derzeit ruhiges Wetter mit leichten Winden, teilte das griechische Wetteramt mit. Offiziere der Küstenwache gehen davon aus, dass weitere Boote aus Libyen Richtung Kreta in See gestochen sind.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten über den Seeweg griechische Inseln und damit die Europäische Union. Im östlichen Mittelmeer registrierte das Hilfswerk im selben Zeitraum 107 Todesopfer.