Nahostkrise: Geschehen am Mittwoch

Nahostkrise: Geschehen am Mittwoch

Trump wirft Iran besonders schweren Bruch der Waffenruhe vor

WASHINGTON: Der Konflikt im Nahen Osten schaukelt sich weiter hoch: Nach den jüngsten Attacken des US-Militärs verkündet der Iran eine Sperrung der Straße von Hormus. Was hat US-Präsident Trump dazu zu sagen?

Nach der jüngsten militärischen Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Die im April mit Teheran vereinbarte Feuerpause sei die «die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt», zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News Aussagen des Präsidenten aus einem Gespräch mit Trump. Kurz zuvor hatte das US-Militär als Reaktion auf den iranischen Abschuss eines US-Kampfhubschraubers mehrere Ziele im Iran angegriffen.

Trump habe zwar ein Ende der Bombardierungen in Kürze in Aussicht gestellt, berichtete Fox-News-Reporter Trey Yingst auf der Plattform X. Sollte Teheran aber kein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen, «werden wir sie in Grund und Boden bomben», drohte Trump demnach.

Dem Republikaner zufolge habe das US-Militär 49 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert und auch Kampfflugzeuge eingesetzt, schrieb Yingst. «Das am nächsten bei Teheran gelegene Ziel befindet sich knapp 65 Kilometer außerhalb der Stadt», hieß es weiter.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Trumps Befehl mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste. Als Reaktion darauf verkündete das iranische Militär die komplette Sperrung der Straße von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom dementierte die angebliche Sperrung.


Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten

TEHERAN/KUWAIT-STADT/MANAMA: Nach den jüngsten Attacken des US-Militärs spricht der Iran von Drohnenangriffen auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait. Dort herrscht wieder Alarm.

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.

Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden.

In Kuwait war erneut die Luftabwehr im Einsatz, wie die Armee des Golfstaats am frühen Morgen auf X mitteilte. Auch in Bahrain schrillten die Sirenen, wie das Innenministerium des Inselstaates mitteilte. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen.


US-Militär dementiert Komplettsperrung der Straße von Hormus

WASHINGTON: Der Konflikt im Nahen Osten schaukelt sich weiter hoch: Nach den jüngsten Attacken des US-Militärs verkündet der Iran eine Sperrung der Straße von Hormus. Eine Gegendarstellung der USA folgt prompt.

Das US-Militär hat die angebliche Komplettsperrung der Straße von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr dementiert. «Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Straße von Hormus ein und wieder heraus», teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.

Kurz zuvor hatte das iranische Militär die Straße von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste.


Iran erklärt Straße von Hormus für komplett gesperrt

TEHERAN: Das iranische Militär hat die Straße von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt.

Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.


US-Militär erklärt neue Angriffe im Iran für beendet

WASHINGTON/TEHERAN: Die Streitkräfte der USA und des Irans haben sich erneut heftig gegenseitig beschossen. Jetzt meldet das US-Militär, die Attacken seien vorerst wieder eingestellt worden.

Das US-Militär hat seine erneuten Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben eingestellt. Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt, hieß es weiter. Auch nach Abschluss der Angriffe bleibe das US-Militär wachsam und kampfbereit.

Irans Militär hatte auf die neuen US-Angriffe mit der Bekanntgabe einer kompletten Sperrung der Straße von Hormus sowie mit Gegenattacken auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait reagiert.

Erst in der Nacht zum Mittwoch hatten die US-Streitkräfte als Reaktion auf den Abschuss eines ihrer Kampfhubschrauber Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Iran attackiert. Der Iran griff daraufhin US-Stützpunkte in der Golfregion an.


Iranische Medien melden Explosionen an der Südküste

TEHERAN: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran für heute mit Angriffen gedroht. Nun melden iranische Medien Explosionen.

An der iranischen Südküste haben sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen ereignet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet.

In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen.


Israels Verteidigungsminister: Kampf gegen Iran nicht vorbei

TEL AVIV: Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel hatten die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Doch die Lage bleibt volatil.

Israels Kampf mit dem Iran ist nach Worten des israelischen Verteidigungsministers «noch lange nicht beendet». Bei einer Preisverleihung sagte Minister Israel Katz: «Wenn der Iran Israel angreift, wird er einen schweren Schlag erleiden, so wie wir es vor einigen Tagen getan haben.» Die israelische Armee sei darauf vorbereitet, «mit großer Schlagkraft im Iran anzugreifen».

Nach israelischen Angriffen auf Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz in Vororten von Beirut am Sonntag hatte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Israel reagierte darauf mit mehreren Luftangriffen und sprach von einem «großangelegten Angriff» auf den Iran. Am Montag stoppten die Erzfeinde ihre gegenseitigen Angriffe vorerst wieder.

Die israelische Armee hat inzwischen bestätigt, dass bei den iranischen Raketenangriffen der Luftwaffenstützpunkt Ramat David in der Nähe der Mittelmeerstadt Haifa getroffen wurde. Es sei aber nur ein «nicht kritischer Bereich» der Basis getroffen worden, es habe keine Verletzten gegeben.


US-Militär greift Tanker wegen iranischen Öls an

MASKAT: Die Lage für Seeleute bleibt rund um die Straße von Hormus gefährlich. An Bord eines Tankers bricht ein Brand aus. Das US-Militär hat erneut angegriffen.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Der Maschinenraum des unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrenden Schiffes «Settebello» sei beschossen worden, nachdem sich die Besatzung den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

Über den Vorfall hatte zuvor die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) informiert. Demnach war im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzungsmitglieder wurden evakuiert. Es war von zwei Vermissten und einem «Opfer» die Rede. Es war unklar, ob es sich dabei um ein Todesopfer oder einen Verletzten handelte.

Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt als Reaktion auf die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Seit Mitte April wurden nach US-Angaben nun insgesamt acht Schiffe manövrierunfähig gemacht. Mit der Blockade der Häfen machen die USA Druck auf den Iran, der wirtschaftlich stark vom Ölhandel abhängt.


Trump kündigt für «heute» weiteren Angriff gegen Iran an

WASHINGTON: Trotz Waffenruhe kommt es zu gegenseitigen Angriffen zwischen Iran und US-Militär. Es könnten weitere Schläge folgen. Trump droht dem Land aufs Neue.

US-Präsident Donald Trump hat trotz Waffenruhe im Iran-Krieg einen weiteren Angriff gegen das Land angekündigt. «Wir haben sie gestern hart getroffen und wir werden sie heute wieder hart treffen», sagte der Republikaner am Mittag (US-Ortszeit) im Weißen Haus vor Reportern. Zugleich machte er Druck auf den Iran, einem Abkommen zuzustimmen.

Die Schläge in der Nacht zum Mittwoch erfolgten als Reaktion auf den Abschuss eines US-Hubschraubers. Das US-Militär bombardierte im Iran Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus. Am Dienstagabend hatte Trump den Iran für den Abschuss verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt.

Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Flugabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen.

Mit Blick auf die Bemühungen um eine diplomatische Beilegung des Iran-Kriegs sagte Trump, man werde sehen, was aus «dem Deal» werde. «Wir waren sehr kurz vor einem Deal, aber sie halten uns immer wieder hin.» Sie sollten die Vereinbarung unterzeichnen, mahnte Trump. «Es ist ein guter Deal».


UN wollen Verstöße gegen internationales Recht im Libanon prüfen

BEIRUT: An der Kriegssituation hat sich im Libanon trotz Waffenruhe kaum etwas geändert. Die Vereinten Nationen wollen mögliche Menschenrechtsverletzungen prüfen.

Die Vereinten Nationen wollen mögliche Verstöße gegen internationales Recht im Krieg im Libanon untersuchen. Gemeinsam mit der libanesischen Regierung habe man die Entsendung einer unparteiischen und unabhängigen Untersuchungsmission in das Land vereinbart, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, in einem Pressestatement im UN-Menschenrechtsbüro.

Ziel sei es, mutmaßliche Verstöße aller Konfliktparteien gegen internationales Menschenrechts- und humanitäres Völkerrecht im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt zu sammeln.

Im Zuge des Iran-Kriegs kam es zu einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Eine Waffenruhe konnte den Konflikt bisher nicht eindämmen. Beide Seiten bekriegen sich weiter. Insbesondere im Libanon kommt es täglich weiter zu Toten.


Bekannter Experte und Kritiker im Iran festgenommen

TEHERAN: Als Experte und Kritiker hatte Sadegh Sibakalam schon oft Probleme mit der iranischen Justiz. Nun wurde er festgenommen.

Ein bekannter iranischer Experte und Kritiker ist im Iran festgenommen worden. Sadegh Sibakalam wurde am Morgen inhaftiert, wie die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Der Kritiker habe gegen Justizauflagen verstoßen, hieß es zur Begründung. Unter anderem soll er gegen ein Verbot verstoßen haben, in den sozialen Medien aktiv zu sein. Außerdem habe er ein Interview gegeben, das zu einer neuen Strafanzeige führte. Sein Fall sei der Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Seit Ausbruch des Kriegs durch die USA und Israel Ende Februar geht Irans Justiz verschärft auch gegen Kritiker im Land vor. Die iranische Regierung begründet ihre Maßnahmen mit dem Kampf gegen mutmaßliche Spione und Verräter. Im Zuge der Repressionen wurden zahlreiche Haftstrafen verhängt - es kam zu Massenfestnahmen, Dutzende Todesurteile wurden vollstreckt.


20.000 Bewohner nach US-Angriff ohne Wasserversorgung

TEHERAN: Die jüngsten US-Angriffe im Süden des Irans haben iranischen Angaben zufolge zivile Infrastruktur zerstört. Bei hohen Temperaturen drohen Tausenden Bewohnern Engpässe bei der Wasserversorgung.

Nach den nächtlichen US-Angriffen und Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

«Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20.000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten», hieß es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen an Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit über 30 Grad.


Katarische Delegation für diplomatische Gespräche in Teheran

TEHERAN: Katar startet einen neuen Vermittlungsversuch im Iran-Krieg: Eine Delegation reist nach Teheran, um über ein dauerhaftes Kriegsende zu sprechen. Ein Durchbruch steht weiter aus.

Eine katarische Delegation ist einem Bericht zufolge für diplomatische Gespräche im Iran-Krieg in Teheran eingetroffen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, soll bei dem Besuch über Bemühungen für ein dauerhaftes Ende des Kriegs gesprochen werden. Wer der Delegation angehört und mit wem sich die Katarer treffen wollen, wurde zunächst nicht genannt.

Der Golfstaat Katar gehört neben Pakistan und dem Oman zu den wichtigen Vermittlern zwischen den Konfliktparteien im Iran-Krieg. Zuletzt hatten militärische Spannungen und gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran wieder Sorgen vor einer neuen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch.


«Washington Post»: Trump darf Druck auf Iran nicht verspielen

WASHINGTON: Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers haben die USA im Iran mehrere Ziele bombardiert. Dazu schreibt die «Washington Post» am Mittwoch:

«Präsident Donald Trump hat die Verstöße des Irans gegen die Waffenruhe wochenlang immer wieder heruntergespielt. Doch das fällt schwer, wenn das Regime (in Teheran) einen Hubschrauber des (US)-Militärs abschießt. Es ist auch eine dringend notwendige Erinnerung daran, dass Teherans Unterhändler nicht ernsthaft akzeptable Bedingungen für ein Kriegsende verfolgen.

In den vergangenen Wochen schien Trump übermäßig darauf bedacht zu sein, ein Friedensabkommen auszuhandeln, um die USA aus dem Krieg herauszuziehen, den er im Februar begonnen hatte. (...) Offensichtlich nimmt das Regime wahr, dass innerhalb der Trump-Regierung die (Friedens-)Tauben an Einfluss gewinnen. (...)

Beschwichtigung hat als Strategie zur Eindämmung der imperialen Ambitionen des Irans noch nie funktioniert. (...) Anstatt zu feilschen, kann Trump die Kosten des Konflikts für den Iran weiter in die Höhe treiben. Eines seiner wirksamsten Instrumente ist nicht militärischer Natur: Die Seeblockade hat die iranischen Ölexporte bereits von 2,1 Millionen Barrel pro Tag im Februar auf nur noch 64.000 Barrel geschrumpft. Jetzt nachzugeben, würde einen Großteil des Druckmittels des Präsidenten verspielen.»


Schusswechsel an Frachtschiff vor Jemens Küste

SANAA: Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg wollen die Huthi erneut Schiffe mit angeblichem Bezug zu Israel angreifen. Stecken sie hinter dem jüngsten Vorfall im Golf von Aden?

Vor der Küste des Jemen haben sich Angreifer auf einem kleinen Boot einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften eines Frachtschiffs geliefert. Die sechs Angreifer hätten sich dem Frachter genähert, woraufhin es zum Schusswechsel gekommen sei, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Morgen mit. Daraufhin sei das kleine Boot abgedreht. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.

Im Jemen ist die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aktiv, die den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer kontrolliert. Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat sie Israel zuletzt erneut angegriffen und auch eine «Blockade» der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet. Seit 2023 hatte die Miliz Dutzende Schiffe mit angeblichem Bezug zu Israel in der Region angegriffen und teils versenkt oder stark beschädigt.

Die Gegend, in der sich der Schusswechsel laut UKMTO ereignete, liegt allerdings weiter südlich im Golf von Aden. Die Küste des Jemen in diesem Gebiet wird von der international anerkannten Regierung kontrolliert, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Im Golf von Aden kommt es immer wieder auch zu Piraterie-Vorfällen mit Beteiligung von kriminellen Netzwerken aus Somalia.


«La Vanguardia»: Der Iran gewinnt den Krieg

MADRID: Zum Iran-Krieg schreibt die spanische Zeitung «La Vanguardia» am Mittwoch:

«Von allen schwerwiegenden Fehlern, die (US-Präsident) Donald Trump während seiner Zeit im Weißen Haus begangen hat, ist die Entscheidung, den Iran am vergangenen 28. Februar zu bombardieren, womöglich der folgenschwerste seiner gesamten Amtszeit. Es ist hinreichend belegt, dass Israel ihn in einen Konflikt hineingezogen hat, der den gesamten Nahen Osten noch weiter zu destabilisieren droht - genau das geschieht derzeit. (...)

Der große Sieger dieses Konflikts ist bisher niemand anderes als der Iran. Innenpolitisch hat das Regime die zuvor aufgekommenen Proteste mit dem Argument erstickt, den Islam gegen einen äußeren Feind verteidigen zu müssen - in diesem Fall den Westen. Die Blockade der Straße von Hormus, die durch den US-Angriff begünstigt wurde, hat Teheran zudem als Vorwand genutzt, um ein Instrument von enormer strategischer Bedeutung einzusetzen, das dem Land eine bislang nicht gekannte Machtposition verschafft. (...)

Dem Iran kommt eine Verlängerung des Konflikts sehr gelegen. (...) Das Regime der Ajatollahs kann die Verhandlungen mit Trump ohne jede Eile fortsetzen, während es gleichzeitig sein Atomprogramm konsolidiert und sein Arsenal an Raketen und Drohnen weiter ausbaut. Das Land beweist, dass es eine bedeutende Militärmacht ist.»


Jordanien fängt fünf iranische Raketen ab - keine Schäden

AMMAN: Jordanien geriet im Iran-Krieg bisher seltener unter Beschuss, auch hier fängt die Flugabwehr nun Raketen ab. In der betroffenen Region waren zuletzt Dutzende US-Kampfflugzeuge stationiert.

Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg unter Beschuss geraten. Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit. Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hieß es weiter.

Al-Asrak liegt im Osten Jordaniens nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der «New York Times» waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.

Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - hatten zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die jüngsten US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben.

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