Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Nicolas Armer
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Dax baut Vortagesgewinne etwas aus

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag zwischenzeitliche Verluste wieder aufgeholt.

Der deutsche Leitindex rückte bis zum frühen Nachmittag um 0,19 Prozent auf 11.594,55 Punkte vor und knüpfte damit an seine zur Wochenmitte erzielten Gewinne an. Insofern hofften die Anleger weiterhin, dass sich das Chaos rund um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) in Grenzen hält. Für den MDax als Index für die mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,73 Prozent auf 25.039,86 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte etwas weniger deutlich zu.


FAA: Hinweise auf Ähnlichkeiten bei Boeing-737-Max-Abstürzen

WASHINGTON (dpa) - Nach dem Startverbot für alle Boeing 737 Max auch in den USA ist ein Großteil der weltweiten Flotte des Flugzeugtyps vorübergehend lahmgelegt.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA begründete das Verbot am Mittwoch (Ortszeit) mit neuen Erkenntnissen zum Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien, die auf Ähnlichkeiten zum Crash eines baugleichen Flugzeugs im vergangenen Oktober in Indonesien hinwiesen. Diese Informationen erforderten weitergehende Untersuchungen, ob es sich möglicherweise um dieselbe Absturzursache gehandelt habe, hieß es in einer Dringlichkeits-Anordnung der FAA.


Gehaltslücke zwischen Mann und Frau groß

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Frauen haben in Deutschland im Durchschnitt weiter gut ein Fünftel weniger auf dem Gehaltszettel als Männer.

Die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern schrumpfte auch im vergangenen Jahr nicht, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Während der Gehaltsabstand vor allem in Westdeutschland groß sei, schneidet der Osten besser ab. Konkret verdienten Frauen 2018 laut der Berechnungen 17,09 Euro brutto je Stunde und damit im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Diese kamen auf 21,60 Euro.


Verkehrs-Spitzentreffen bei Merkel - Diesel-Beschlüsse im Bundestag

BERLIN (dpa) - Zu viele Treibhausgase, zu viel Luftverschmutzung: Die Regierungskoalition sucht nach Auswegen aus den Umweltproblemen beim Autoverkehr.

Am Mittag kamen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Fachminister, Koalitionsspitzen und Vertreter einer Expertenkommission im Kanzleramt zusammen. Die Köpfe der «Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität» sollten dort über den Stand ihrer Arbeit berichten. Am Abend wollten Union und SPD im Bundestag Gesetze so ändern, dass Fahrverbote für Diesel in Städten möglichst gar nicht erst kommen, und Ausnahmen und Kontrollen solcher Verbote regeln.


Kaum noch Wachstum für Lufthansa - Eurowings im Fokus

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die Lufthansa stößt immer deutlicher an ihre Wachstumsgrenzen.

Der nach eigenen Angaben umsatzstärkste Airline-Konzern der Welt hat für das laufende Jahr das geplante Wachstum seines Flugangebots reduziert, trennt sich perspektivisch von seinen größten Flugzeugen und erwartet auf hohem Niveau stagnierende Gewinne. Für 2019 hat sich das Management vorgenommen, die nach der Übernahme großer Air-Berlin-Teile stark gewachsene Billigmarke Eurowings zurück in die Gewinnzone zu bringen.


RWE erwartet Milliardenentschädigungen für Braunkohle-Aus

ESSEN (dpa) - Der Energiekonzern RWE geht mit der Forderung nach Entschädigungen in Milliardenhöhe in die Gespräche mit der Bundesregierung über die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken.

Eine Kompensation von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro pro Gigawatt abgeschalteter Leistung sei fair, sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz am Donnerstag in Essen. Im Vergleich zur Ökostromförderung seien Entschädigungen für abgeschaltete Kraftwerke aber überschaubar.


Audi will Personal abbauen und mit Elektroautos punkten

INGOLSTADT (dpa) - Mit einem harten Sparprogramm, Stellenabbau und Elektroautos will Audi-Chef Bram Schot sein Unternehmen nach einem sehr schwachen Jahr wieder auf Kurs bringen.

Aber «2019 wird ein Übergangsjahr», sagte Schot am Donnerstag in Ingolstadt. Verkäufe und Umsatz sollen nur leicht steigen. Der Umbau «wird nicht bequem. Aber wir stellen die Gewinnzone klar vor die Komfortzone», sagte Finanzvorstand Alexander Seitz.


Baubranche: Regierung verfehlt Ziel von bis zu 400.000 Wohnungen

MÜNCHEN (dpa) - Im Kampf gegen Mietexplosion und Wohnungsmangel dürfte die Bundesregierung ihr Ziel von bis zu 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr deutlich verfehlen.

Nach Einschätzung der deutschen Bauwirtschaft ist dies nicht erreichbar, auch die Zahl der neu genehmigten Wohnungsbauanträge liegt weit unter der Zielmarke. «320.000 Wohnungen halten wir für realistisch, es können auch 330.000 sein», sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, am Donnerstag auf der Münchner Handwerksmesse. «Wir gehen davon aus, dass wir noch zwei, drei Jahre starke Nachfrage im Wohnungsbau sehen.»

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