Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Klopp: Fußball kann «ein Land verändern»

FRANKFURT/MAIN: Jürgen Klopp will die Fans wieder für die Nationalmannschaft begeistern. Bei seiner Vorstellung spricht er davon, welche Kraft der Fußball aus seiner Sicht hat.

Jürgen Klopp will neue Begeisterung für die Nationalmannschaft wecken und hat um Unterstützung geworben. «Wir können es nicht ohne die Leute links und rechts machen», sagte der 59-Jährige bei seiner Vorstellung als Fußball-Bundestrainer. Er sagte zudem: «Es ist eine Weile her, dass ich Länderspiele geguckt habe links und rechts von großen Turnieren.» Er wolle es wieder schaffen, «dass die Leute nach dem Spiel nach Hause gehen und sagen: «Wow, das war wirklich cool»».

Klopp ist zudem von der Kraft des Fußballs auch in der Gesellschaft insgesamt überzeugt. «Ich habe dreimal erlebt, wie erfolgreicher Fußball eine Stadt verändern kann», sagte der frühere Vereinscoach, der beim FSV Mainz 05, bei Borussia Dortmund und beim FC Liverpool erfolgreich gearbeitet hat. Er glaube, «dass Fußball auch ein Land verändern kann».

Klopp nannte den Fall, dass Deutschland Weltmeister werden würde und sagte: «Stelle man sich mal vor, es wäre so: Am nächsten Tag wäre der Nachbar nicht mehr so ein Arsch, wie wir im Moment vielleicht denken, er ist. Oder das Wetter wäre nicht so schlecht oder Friedrich Merz würde nicht alles falsch machen, obwohl er versucht, alles richtig zu machen und so weiter.»

Klopp ergänzte: «Das ist das, was Fußball verändern kann. Und das zu wissen, bedeutet: Ab heute müssen wir alles dafür tun - nicht, dass wir Weltmeister werden, dass wir so spielen, dass wir es können.»


20. Etappe: Königsetappe hinauf nach Alpe d'Huez

LE BOURG D'OISANS: Das letzte Alpen-Kapitel der Tour hat mächtig Spektakelpotenzial. Drei Anstiege der Extraklasse warten auf die Profis.

Beim letzten Alpen-Kapitel der Tour de France steht ein Kletter-Feuerwerk hinauf nach Alpe d'Huez bevor. Bei der Königsetappe mit mehr als 5.600 Höhenmetern und damit den meisten bei der diesjährigen Ausgabe werden sich die Top-Fahrer um Tadej Pogacar einen spektakulären Schlagabtausch liefern.

Auf den 170,9 Kilometern zwischen Le Bourg d'Oisans und Alpe d'Huez warten drei Anstiege der schwierigsten Kategorie - darunter die Überquerung des Col du Galibier auf 2.642 Höhenmetern.

Die 20. und damit vorletzte Etappe ist die zweite nacheinander, die hinauf in den Radsport-Kultort hinauf führt. Allerdings werden die Profis mit einer anderen Wegführung über den Col de Sarenne fahren und im Vergleich zum Vortag nur drei der berüchtigten 21 Kehren hinauf in den Wintersportort fahren. Die Frankreich-Rundfahrt endet am Sonntag in Paris.


Klopp-Berater Kosicke wird Co-Trainer beim DFB-Team

FRANKFURT/MAIN: Der wohl wichtigste Ratgeber des neuen Bundestrainers begleitet ihn auch in der Nationalmannschaft - und das in einer besonderen Rolle. Was Marc Kosicke dafür aufgeben wird.

Jürgen Klopps bisheriger Berater Marc Kosicke übernimmt eine besondere Aufgabe im Trainerstab des neuen Bundestrainers. Der 55 Jahre alte Kosicke werde «Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation», sagte Klopp (59) bei seiner Vorstellung in Frankfurt/Main.

Kosicke ist seit rund zwei Jahrzehnten der wohl wichtigste Ratgeber von Klopp. Laut der «Bild» werde er für seinen neuen Job bei der Nationalmannschaft als Geschäftsführer seiner Firma projectFIVE zurücktreten und auch nicht mehr als Berater für andere Trainer arbeiten.

Man müsse natürlich besser Fußball spielen, sagte Klopp: «Aber wir müssen auch ganz viele andere Dinge ändern. Da muss man Leute haben, die sich auch darum kümmern, mit mir gemeinsam.»

Im Idealfall, so Klopp, würden andere Topnationen in ein paar Jahren sagen: «Wir sollten es so machen wie die es beim DFB gemacht haben, die haben damals die richtigen Schlüsse aus der Situation gezogen. Und genau dafür ist die Situation jetzt da.»


Bundestrainer Klopp warnt Medien: «Dann bin ich weg»

FRANKFURT/MAIN: Bei seiner ersten Pressekonferenz als Bundestrainer spricht Jürgen Klopp deutliche Worte. Der 59-Jährige stellt direkt klar, was er sich nicht gefallen lassen will.

Jürgen Klopp ist direkt mit einer Warnung an die Medien in seinen neuen Job als Fußball-Bundestrainer gestartet. «Wenn ihr euch danebenbenehmt oder meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg», sagte Klopp bei seiner Vorstellung als Coach der deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt am Main.

«Wenn ihr morgen sagt, der ist scheiße, dann bin ich weg», sagte der 59-Jährige und ergänzte, das müssten schon mehrere Kritiker sein, ein einzelner reiche da nicht. Er wolle dann auch keine Abfindung. «Ich mache das nicht gegen euch, sondern für euch.»

Klopp, der beim Deutschen Fußball-Bund einen Vertrag bis zum Sommer 2030 unterschrieb, hatte zuvor seine Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, dass bereits in den vergangenen Wochen über Details zu seinem neuen Job berichtet wurde.

Er fühle sich allen Fußballfans verpflichtet, erklärte Klopp. «Ich hatte schon eine Ahnung, wie groß das Amt des Bundestrainers ist. Aber wenn man direkt damit in Verbindung gebracht wird, fühlt man die Größe und die Verantwortung noch mehr.»


DFB: Eine Million für Red Bull und Länderspiele in Leipzig

FRANKFURT/MAIN: Um die Freigabe von Red Bull zu bekommen, bezahlt der DFB an eine Stiftung des Brausekonzerns eine Million Euro. Zudem gibt es die Zusage für drei Länderspiele in Leipzig.

Der Deutsche Fußball-Bund wird Red Bull für die Freigabe von Jürgen Klopp eine Million Euro bezahlen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf teilte bei der Vorstellung des neuen Bundestrainers in Frankfurt mit, dass das Geld an die Red-Bull-Stiftung Wings for Life gehe. Klopp war bis zuletzt Head of Global Soccer bei dem Brausekonzern; er durfte seinen noch laufenden Vertrag auflösen, um die A-Nationalmannschaft zu übernehmen.

Neben der Millionenzahlung verpflichtete sich der DFB als Teil des Deals mit Red Bull zudem, bis ins Jahr 2030 drei Länderspiele in Leipzig zu bestreiten. Dort ist der von Red Bull gegründete und gesponserte Bundesligist RB Leipzig beheimatet.

Neuendorf unterstrich, dass es mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff sehr konstruktive Gespräche gegeben habe. Dabei sei auch schnell klar geworden, dass es unmöglich sei, als Bundestrainer zu arbeiten und nebenher noch bei Red Bull angestellt zu sein.

«Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen», sagte Mintzlaff laut Mitteilung. Man habe sich dann aber entschieden, Klopp zu unterstützen. Dieser habe für den Fußball bei Red Bull einen «wertvollen Beitrag» geleistet und die Philosophie des Konzerns «nachhaltig geprägt». Über die Nachfolge auf den Job innerhalb von Red Bull werde zu gegebener Zeit informiert.


Per Mertesacker wird DFB-Geschäftsführer

FRANKFURT/MAIN: Per Mertesacker wird Geschäftsführer beim Deutschen Fußball-Bund.

Der frühere Weltmeister übernimmt den Posten zum Jahresbeginn 2027, Vorgänger Andreas Rettig bleibt bis dahin im Amt, wie der DFB kurz nach der Ernennung von Jürgen Klopp zum Bundestrainer mitteilte.


DFB: Wunschkandidat Klopp wird Bundestrainer

FRANKFURT/MAIN: Wunschkandidat Jürgen Klopp wird Bundestrainer und folgt auf Julian Nagelsmann.

Der Deutsche Fußball-Bund gab nach dem frühen WM-Aus der Nationalmannschaft die Verpflichtung des 59-Jährigen bekannt.


Abgang von Gulacsi? Villarreal soll großes Interesse haben

LEIPZIG: Seit elf Jahren ist Peter Gulacsi eine feste Größe im RB-Tor. Der Ungar unterstützt sogar seinen jüngeren Torwartkollegen auf dem Weg zur Nummer 1. Nun könnte ein Problem auf die Leipziger zukommen.

RB Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi soll im Fokus des FC Villarreal stehen. Laut Transferexperte Fabrizio Romano und auch der «Bild» sollen die Verhandlungen des spanischen Topclubs mit dem Ungarn schon weit fortgeschritten sein. Nach dpa-Informationen gibt es jedoch noch keine offizielle Anfrage der Spanier an den Fußball-Bundesligisten aus Sachsen.

Der 36 Jahre alte Gulacsi hatte seinen Vertrag in Leipzig erst im Februar bis Sommer 2027 verlängert. Allerdings ist zu erwarten, dass der langjährige Stammkeeper nun den Weg für den jüngeren Belgier Maarten Vandevoordt (24 Jahre) freimacht.

Gulacsi ist schon seit Zweitliga-Zeiten bei RB. Nach dem Wechsel im Sommer 2015 von RB Salzburg zu den Sachsen kam er auf 362 Einsätze. Ein Weggang nach elf Jahren wäre aktuell auch für die Leipziger ein Problem, da Gulacsi zuletzt immer betont hatte, Vandevoordt auf dem Weg nur Nummer eins zu unterstützen. Einen Top-Torhüter als Nachfolger zu finden, der sich freiwillig als Nummer zwei sieht, ist schwierig. Neben Vandevoordt und Gulacsi hat RB noch den 32 Jahre alten Leopold Zingerle unter Vertrag, der ebenfalls als Teamplayer gilt.


DFB-Gremien stimmen Engagement von Klopp und Mertesacker zu

FRANKFURT/MAIN: Auch die DFB-Funktionäre geben kurz vor der geplanten Präsentation wie erwartet ihr Einverständnis: Jürgen Klopp kann Bundestrainer werden. Und auch Per Mertesacker kommt zum Verband.

Die letzte Hürde auf dem Weg von Jürgen Klopp zum Bundestrainer ist genommen. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG stimmten nach dpa-Informationen bei ihrer heutigen digitalen Schalte wie erwartet für das Engagement des 59-Jährigen als Chefcoach der Fußball-Nationalmannschaft.

Kurz darauf bewilligten die Funktionäre auch die Ernennung von Per Mertesacker zum DFB-Geschäftsführer als Nachfolger von Andreas Rettig, der zum Jahresende ausscheidet. Wesentliche Personalentscheidungen können nur mit der Einwilligung der Funktionäre erfolgen.

Klopp soll um 11.00 Uhr bei einer Pressekonferenz als 13. Chefcoach der DFB-Elf vorgestellt werden. Auch seine langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders sowie sein Dortmunder Ex-Spieler Sven Bender wurden vom DFB-Gremium als künftige Co-Trainer genehmigt.

Klopp folgt auf Julian Nagelsmann, der mit der Nationalmannschaft bei der WM in Amerika bereits in der Zwischenrunde gescheitert war und kurz darauf sein Amt aufgab.

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