Tour de France: Pogacar-Teamkollege stößt mit Auto zusammen
THONON-LES-BAINS: Kurz vor dem Tour-Zeitfahren gerät US-Profi Brandon McNulty aus dem Team um Star Pogacar mit einem Autofahrer aneinander.
Vor dem Start des einzigen Einzelzeitfahrens bei der diesjährigen Tour de France hat der US-amerikanische Radprofi Brandon McNulty eine unangenehme Begegnung mit einem Autofahrer erlebt. Der Teamkollege von Superstar Tadej Pogacar und dem Kölner Nils Politt stieß vor dem Beginn der 16. Etappe offenbar mit einem Auto zusammen.
Der Fahrer sei wütend hinter ihm gewesen, berichtete Teamchef Mauro Gianetti bei Eurosport. «Wir wissen nicht, warum. Er überholte ihn. Brandon stoppte. Und dann stieß er leider mit dem Auto zusammen», sagte er. Es sei aber letztendlich «nichts so Großes» gewesen. «Alles ist gut. Aber es war nicht so schön», sagte der 62-Jährige.
Der Start des Profis beim Kampf gegen die Uhr war nicht gefährdet. Die Radprofis waren bei der Etappe nach dem zweiten Ruhetag unweit des Genfersees gefordert. Ein 26,1 Kilometer langer Kurs zwischen Evian-les-Bains und Thonon-les-Bains stand auf dem Programm.
3-Dollar-Kauf: Jacke von NBA-Ikone bringt 89.000 bei Auktion
MÜNCHEN: In den USA ist eine Trainingsjacke von Basketball-Legende Wilt Chamberlain für 89.000 Dollar verkauft worden. Das Kuriose daran: Vor Kurzem lag diese noch in einem Klamottencontainer eines Secondhandladens und wurde von einem Teenager für 3,07 Dollar erworben. Erst danach stellte sich heraus, dass der 1999 gestorbene NBA-Rekordspieler Chamberlain genau diese kurzärmelige Jacke in den Finalspielen 1972 getragen hatte. Finder Quinn Brown, der das Kleidungsstück über das Auktionshaus Sotheby's veräußerte, bekam umgerechnet knapp 78.000 Euro. Chamberlain war in 1960er und Anfang der 1970er Jahre ein Star in der NBA.
«L'Equipe»: Pariser Gericht genehmigte nächtliche Kontrollen
THONON-LES-BAINS: Die umstrittenen Dopingkontrollen in der Nacht von Titelverteidiger Tadej Pogacar und dem bereits ausgeschiedenen Mitfavoriten Jonas Vingegaard hat offenbar ein Gericht in Paris genehmigt. Wie die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtet, erhielt der Richter die Anfrage von der International Testing Agency (ITA). Nächtliche Dopingkontrollen sind seit 2016 zwar auch möglich, unterliegen aber strengeren Richtlinien. Demnach muss der Richter das Vorliegen «schwerwiegender und übereinstimmender Verdachtsmomente» prüfen, wonach der betreffende Radrennfahrer gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen hat oder dies unmittelbar bevorsteht. Zudem muss der Richter feststellen, ob die «Gefahr eines Beweisverlusts» besteht.
Ohne Messi: Kurzer Empfang für Argentinier in Buenos Aires
BUENOS AIRES: Ohne Superstar Lionel Messi ist die argentinische Fußball-Nationalmannschaft am internationalen Flughafen von Buenos Aires angekommen. Wie lokale Medien übereinstimmend berichteten, flog Messi nach dem WM-Endspiel, das die Argentinier am Sonntag in New Jersey gegen Spanien verloren hatten (0:1), zunächst nach Miami. Die argentinische Regierung bereitete der Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni derweil einen «protokollarischen Empfang» am Flughafen mit rotem Teppich und Ehrenformation. Anschließend ging es im Teambus weiter zum nahegelegenen Trainingsgelände des Fußballverbands AFA in Ezeiza. Am Straßenrand warteten zahlreiche Fans trotz Regens. Weitere offizielle Ehrungen gab es nicht.
Bestes IndyCar-Ergebnis bisher: Mick Schumacher in Top Ten
NASHVILLE: Nach dem bisher besten Rennergebnis in der IndyCar-Serie ist Mick Schumacher auf den Geschmack gekommen. Der ehemalige Formel-1-Pilot schaffte es nach 225 Runden auf dem Nashville Superspeedway auf den achten Platz. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher fährt in diesem Jahr seine erste Saison in der amerikanischen Rennserie. 2021 und 2022 war er selbst für Haas in der Motorsport-Königsklasse gestartet.
Carl will nach Dopingsperre im kommenden Winter zurückkehren
PLANEGG: Langläuferin Victoria Carl will nach Ablauf der aktuellen Dopingsperre im kommenden Winter wieder im Weltcup an den Start gehen. «Die Rückkehr ins Training ist nach den geltenden Regularien ab Ende September möglich, die Rückkehr in den Wettkampf ab Ende November», hieß es vom Deutschen Skiverband via Instagram. Die 30-Jährige war bei einer Kontrolle außerhalb des Weltcups im Frühjahr 2025 positiv auf das verbotene Clenbuterol getestet worden. Die Sperre dauert nach Nada-Angaben bis zum 25. November 2026.
Ex-Doper Vaughters: Nachtkontrollen bringen Glaubwürdigkeit
THONON-LES-BAINS: Der frühere Dopingsünder und heutige Radsport-Manager Jonathan Vaughters hält nächtliche Kontrolle für absolut sinnvoll. «2-Uhr-nachts-Tests sind eine der effektivsten Methoden, um das Mikrodosieren von Peptiden (EPO, hGH) und Testosteron zu verhindern», schrieb der frühere Teamkollege von Lance Armstrong auf dem Portal X. «Hätte die UCI uns 2001 um 2 Uhr nachts getestet? Wir wären alle suspendiert worden und hätten dem Sport 25 Jahre Drama erspart.» Vor der schweren Bergetappe zum Plateau de Solaison war Vingegaard um 2.00 Uhr in der Nacht kontrolliert worden, bei Pogacar klopfte es um 5.00 Uhr an der Tür.
Bericht: Zidane unterschreibt als neuer Frankreich-Coach
PARIS: Zinédine Zidanes Verpflichtung als neuer Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft soll nach Informationen des Transferexperten Fabrizio Romano perfekt sein. Wie Romano meldete, unterschrieb der ehemalige Weltstar einen Vertrag bis Mitte 2030 bei der Équipe Tricolore. Der 54-Jährige galt schon lange als Topfavorit auf die Nachfolge von Didier Deschamps. Vor wenigen Tagen etwa meldete auch die renommierte Zeitung «L'Équipe», dass der frühere Welt- und Europameister Frankreichs Auswahl im Sommer übernehmen werde. Vom Verband FFF gab es bislang keine Bestätigung zu Zidanes Verpflichtung.
HSV-Training mit Gedenkminute für Keegan und Seeler
LÄNGENFELD: Spieler und Trainer des Hamburger SV haben in ihrem Trainingslager im österreichischen Längenfeld eine Gedenkminute für zwei Vereinslegenden abgehalten. Dieser Dienstag ist der vierte Todestag der HSV-Ikone Uwe Seeler. Außerdem war am Vorabend der englische Stürmerstar Kevin Keegan im Alter von 75 Jahren gestorben. «Wir gedenken zwei ganz großen Spielern, die nicht nur den HSV, sondern Fußball-Deutschland und die ganze Fußballwelt geprägt haben», sagte HSV-Vorstand Eric Huwer zu Beginn des Trainings.
Robbie Williams nimmt Krümel-Panne beim WM-Finale mit Humor
NEW YORK/BERLIN: Robbie Williams sorgt beim WM-Finale für einen kuriosen Moment: Ein weißer Krümel auf dem Mikrofon löst wilde Spekulationen aus. Was wirklich dahintersteckt, verrät der Popstar nun.
Ein überraschender Auftritt von Robbie Williams im WM-Studio von MagentaTV hat in den sozialen Medien für Spekulationen gesorgt. Der Popstar war spontan zur Expertenrunde von Johannes B. Kerner und Laura Wontorra dazugestoßen, um das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien zu kommentieren. Viral ging anschließend jedoch vor allem eine andere Szene: Während des Gesprächs fällt Williams ein weißer Krümel aus dem Mund.
In sozialen Medien mutmaßten Nutzer, es könne sich um Kokain handeln. Auf der Aufnahme ist zu sehen, dass der Krümel auf dem Mikrofon landet. Williams wischt ihn weg. Als er sich dann mit der Hand am Kopf berührt, klebt der Krümel an seiner Stirn.
Williams äußerte sich später selbst zu dem Vorfall. «Ich möchte mich nur für den Gegenstand entschuldigen, der ... auf das Mikrofon gefallen ist. Ähm, das war wirklich sehr unprofessionell von mir», sagt er in einem Video auf Instagram. Leute hätten sich Sorgen um ihn gemacht: «Aber ist schon in Ordnung, denn ich hatte noch ein paar mehr». Anschließend streckt Williams grinsend die Zunge heraus und zeigt zwei Pfefferminzbonbons. Zu dem Video schrieb er: «Ich bin gerade aufgewacht und fühle mich ... minzig.»
17. Tour-Etappe: Letzte Chance für die Sprinter?
CHAMBERY: Flache 174,7 Kilometer bieten den Sprintern bei der Tour wohl die letzte Gelegenheit auf einen Etappensieg - doch auch Ausreißer könnten am Ende triumphieren.
Nach mehreren Etappen mit Fokus auf die Stars um Tadej Pogacar und Co. erhalten die Sprinter ihre möglicherweise letzte Chance bei der diesjährigen Tour de France. Auf den größtenteils flachen 174,7 Kilometern zwischen Chambery und Voiron stehen zwar erst einige leichte Anstiege an, aber zum Ende hin könnte es zu einem letzten Massensprint kommen - oder jubelt doch ein Ausreißer?
Tim Merlier aus Belgien kann bei der 113. Frankreich-Rundfahrt nicht seinen vierten Etappensieg feiern, da er die anspruchsvolle 15. Etappe nach Schwierigkeiten nicht beenden konnte.
Tour: Dopingkontrolle bei Lipowitz und Co. zu später Stunde
THONON-LES-BAINS: Vor dem Einzelzeitfahren der Tour de France haben auch Florian Lipowitz und seine Teamkollegen zu später Stunde Besuch von den Dopingkontrolleuren bekommen. Alle acht Fahrer wurden am Montagabend gegen 22.00 Uhr kontrolliert, wie ein Sprecher des Red-Bull-Teams der dpa bestätigte. Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine der umstrittenen Nachtkontrollen, die es zuletzt bei Toursieger Tadej Pogacar und dem nach einem Sturz ausgeschiedenen Mitfavoriten Jonas Vingegaard gab.
Plädoyer von Südamerika-Boss: WM 2030 mit 64 Mannschaften
BERLIN: Wird die nächste WM noch größer? Südamerikas Fußball-Boss gibt via X ein klares Statement ab.
Südamerikas Fußball-Präsident Alejandro Domínguez hat seine Position in der Diskussion um die erneute Vergrößerung des Teilnehmerfeldes bei der kommenden Weltmeisterschaft bekräftigt. «Das nächste Spiel findet zu Hause statt!», schrieb der Boss des Kontinentalverbandes Conmebol bei X: «2030 steht die Weltmeisterschaft in Uruguay, Argentinien und Paraguay an - eine großartige Gelegenheit für den Fußball, das hundertjährige Jubiläum der Weltmeisterschaft mit einem Turnier mit 64 Mannschaften zu feiern.»
Im Hoheitsgebiet der südamerikanischen Konföderation soll es 2030 jeweils ein Auftaktspiel in Uruguay (Montevideo), dem Gastgeber der ersten WM vor dann hundert Jahren (1930) geben, zudem in Argentinien (Buenos Aires) und Paraguay (Asunción). Danach soll der größte Teil des Turniers in Spanien, Portugal und Marokko weitergehen. Derzeit ist die Endrunde vom 8. Juni bis 21. Juli geplant und wäre mit 44 Tagen die längste WM der Geschichte.
Infantinos Anstoß
Die Diskussion um eine weitere Vergrößerung des Teilnehmerfeldes hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino während der am Sonntag zu Ende gegangenen WM entfacht. Es sei ein Thema, über das man «auf jeden Fall» nach der WM nachdenken solle. Die ganze Welt müsse von der WM träumen dürfen und «nicht nur Europa und Südamerika». Mit 48 Teilnehmern war das jüngste Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bereits um 16 Mannschaften aufgestockt worden.
«La Vanguardia»: WM-Sieg allein eint Spanien nicht
MADRID: Die spanische Zeitung «La Vanguardia» analysiert am Dienstag, ob der WM-Triumph der Fußball-Nationalmannschaft Spaniens zur Eindämmung der politischen und gesellschaftlichen Polarisierung im Land beitragen kann:
«Nicht wenige fragen sich in diesen Stunden, ob sich das Bild einer solidarischen und von Zusammenhalt geprägten Mannschaft auch auf die spanische Politik insgesamt übertragen ließe. Das wäre zweifellos wünschenswert, ist derzeit jedoch schlicht unmöglich.
Das Ausmaß der Polarisierung im politischen und gesellschaftlichen Leben Spaniens macht die Mannschaft von (Trainer) Luis de la Fuente zu einer Fata Morgana. Und dabei geht es nicht nur um den üblichen Gegensatz zwischen Rechts und Links, sondern auch um die Spannungen zwischen den verschiedenen Landesteilen.
Daran tragen nicht allein die Politiker die Schuld. Auch die Medien und vor allem die Hassbotschaften, die in den sozialen Netzwerken ausgetauscht werden, haben Gräben aufgerissen, die sich kaum noch schließen lassen. (...)
Zweifellos kann der Erfolg eines gemeinsamen Projekts wie der Nationalmannschaft dazu beitragen. Doch machen wir uns nichts vor: Die reale Welt hat mit dem Fußball nur wenig gemein. Feiern wir den Erfolg dieser großartigen Fußballergeneration - und widerstehen wir der Versuchung, sie zum Symbol einer allgemeinen Eintracht zu machen, die es in Spanien derzeit nicht gibt.»
Embolo bricht Schweigen nach Platzverweis gegen Argentinien
BERLIN: Sein Platzverweis gegen Argentinien beschäftigt Breel Embolo noch immer. Nach dem WM-Aus der Schweizer blickt er aber nach vorn: «Wir werden stärker zurückkommen.»
Sein Platzverweis und das WM-Aus im Viertelfinale gegen Argentinien hat den Schweizer Breel Embolo lange beschäftigt. Nun meldete sich der ehemalige Bundesligaprofi von Borussia Mönchengladbach bei Instagram erstmals zu Wort: «Es gibt immer noch keine Worte, um die Enttäuschung zu beschreiben, die ich empfinde.» Er habe einige Zeit gebraucht, um die Niederlage zu verarbeiten.
Der 29-jährige Embolo hatte im Spiel in Kansas City gegen Lionel Messi und Co. die Gelb-Rote Karte gesehen und war danach auf dem Platz hemmungslos in Tränen ausgebrochen. Erst wurde Embolo für ein Foulspiel verwarnt. Nach einer klaren Schwalbe, die aber erst durch den Videobeweis auffiel, sah er in der 72. Minute die zweite Gelbe die Karte, die zum Platzverweis führte. Die Schweizer verloren letztlich in Unterzahl gegen die Argentinier mit 1:3 nach Verlängerung und schieden aus.
Embolo: «Wir werden stärker zurückkommen»
«Diese Niederlage tut weh, aber sie wird uns nicht definieren», schrieb Embolo weiter. Die Schweiz verdiene großartige Momente. «Wir werden weiterkämpfen, um sie euch zu bescheren. Wir werden stärker zurückkommen. Die Schweiz wird stärker zurückkommen.»