Nachrichten aus der Sportwelt am Sonntag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Bericht: WTA führt Geschlechtertests im Tennis ein

BERLIN: Verpflichtende Geschlechtertests für Spielerinnen könnten offenbar auch im Tennis kommen. Wie das Portal «Bounces» des für gewöhnlich gut informierten Journalisten Ben Rothenberg berichtet, hat die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen eine entsprechende Richtlinie erlassen. Demnach müssen sich alle WTA-Spielerinnen einem Test unterziehen, um ihre Teilnahmeberechtigung an Turnieren aufrechtzuerhalten. Die WTA ist für eine Stellungnahme angefragt.


Nach WM-Ärger: Kukuk reitet bei Millionen-Serie fehlerfrei

RIESENBECK: Rund drei Wochen vor dem Beginn der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen hat der nicht nominierte Christian Kukuk beim Fünf-Sterne-Turnier in Riesenbeck nach zwei makellosen Runden Platz drei belegt. Der Olympiaisieger war von Bundestrainer Otto Becker nicht für das WM-Quartett nominiert worden und hatte sich anschließend verärgert gezeigt. Bei dem Turnier seines ehemaligen Chefs Ludger Beerbaum musste sich Kukuk den schnelleren Victor Bettendorf aus Luxemburg mit Gibbs Un Prince und Daniel Deußer mit Pepita geschlagen geben.


Tour de France: Vingegaard nach Sturz raus

BRIZON: Für den zweimaligen Gesamtsieger Jonas Vingegaard ist die Tour de France nach einem Sturz beendet. Der bisherige Gesamtzweite kam 22 Kilometer vor dem Ziel der 15. Etappe in einem Kreisverkehr zu Fall. Bandagiert am rechten Arm und an der Schulter stieg der Däne in einen Rettungswagen. Die Etappe gewann Remco Evenepoel vor dem dem überlegenen Spitzenreiter Tadej Pogacar.


Antonelli siegt in den Ardennen und baut WM-Vorsprung aus

SPA-FRANCORCHAMPS: Kimi Antonelli hat seine Führung im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft wieder ausgebaut. Der 19 Jahre alte Italiener gewann den Großen Preis von Belgien und feierte in Spa-Francorchamps seinen sechsten Gand-Prix-Sieg in diesem Jahr. Der Mercedes-Teenager profitierte zudem vom frühen Ausfall seines Stallkollegen und WM-Rivalen George Russell.


Geschafft: Ex-Weltmeister nach Visa-Stress beim WM-Finale

EAST RUTHERFORD: Das Grinsen beim Aussteigen aus dem Flieger war umso größer. Spaniens Ex-Weltmeister Joan Capdevila hat es nach seinem Aufruf an höchste Stellen doch noch zum WM-Finale geschafft.

Joan Capdevila hat es nach seinem Hilferuf an Donald Trump doch noch geschafft zum WM-Finale. Sein ehemaliger spanischer Auswahlkollege Marcos Senna postete bei Instagram ein Foto der beiden, im Hintergrund ein Flieger. Dazu der Kommentar: «Kurs auf den zweiten Stern.»

Gemeint ist damit der zweite Stern, den die spanische Nationalmannschaft für einen Erfolg heute Abend (21.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV) im WM-Endspiel gegen Argentinien bekommen würde. Den bisher einzigen WM-Titel gewannen die Iberer 2010.

Damals auch mit Capdevila, der sich wegen seiner Einreiseprobleme sogar an den US-Präsidenten gewandt hatte. «Ich brauche Hilfe Donald Trump», hatte der frühere Welt- und Europameister auf der Plattform X geschrieben.

Capdevilla war die elektronische Reisegenehmigung ESTA, die für visumfreie Einreisen in die USA für Bürger bestimmter Nationen verpflichtend ist, verweigert worden. Beim Radiosender Cope vermutete der 48-Jährige, dass es an einem Legendenspiel der spanischen Liga 2016 in Iran lag. Warum es nun doch klappte mit der Einreise, blieb vorerst ungeklärt.


Warum Mario Götze nicht bei Klopp in Liverpool gelandet ist

NEW YORK: Mario Götze war nahe an einem Wechsel zum FC Liverpool mit dem damaligen Trainer Jürgen Klopp und bereut rückblickend, stattdessen 2016 vom damaligen deutschen Meister FC Bayern München zu Borussia Dortmund zurückgekehrt zu sein. «Das war nicht die richtige Idee», sagte der 34-Jährige am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft im Interview von «The Athletic». Andere Optionen wären Clubs in Großbritannien oder Italien gewesen, verriet Götze nun, «aber diese Mannschaften spielten nicht in der Champions League». Der FC Liverpool hatte unter Klopp, der das Team 2015 übernommen hatte, als Achter den Europacup verpasst. «Liverpool lag nahe. Klopp war dort. Ich war in Liverpool, um ihn zu besuchen», erzählte Götze.


Max Verstappen: «Sonst knallt mich noch jemand ab»

SPA-FRANCORCHAMPS: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat zumindest für den Moment keine Lust mehr auf die Rolle des missmutigen Dauernörglers. «Ich will nicht hier sitzen und mich schon wieder beschweren, denn sonst knallt mich draußen vor der Tür wahrscheinlich noch jemand ab», sagte der Niederländer vor dem Großen Preis von Belgien. Zuvor war er auf das seit dieser Saison neue Reglement angesprochen worden, das der Red-Bull-Pilot in den vergangenen Monat oft scharf kritisiert hatte. Das durch die neuen Motorenregeln nötig gewordene Energie-Management sorgt dafür, dass die Formel-1-Boliden nicht mal eine Runde auf einem Kurs mit vielen Geraden und schnellen Kurven wie in Spa-Francorchamps komplett mit Vollgas fahren können. Dreimal gewann Verstappen bereits in Belgien, an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL) geht er als Zweiter hinter WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli ins Rennen.


Brasilien-Stürmer Antony bereut Bayern-Absage nicht

MÜNCHEN: Vor knapp einem Jahr wollte der FC Bayern den Stürmer Antony von Manchester United nach München holen - dieser aber entschied sich für Betis Sevilla in Spanien. Mit seiner damaligen Wahl ist der Brasilianer nach eigenen Worten heute noch glücklich. «Ich hatte das Gefühl, dass Betis genau der richtige Verein für mich ist. Deshalb bereue ich diese Entscheidung überhaupt nicht!», sagte der 26-Jährige der «Bild»-Zeitung. Kurz vor Transferschluss aber bemühte sich auch der deutsche Rekordmeister um den Flügelspieler. «Das war natürlich eine große Ehre. Ich habe großen Respekt vor Bayern München und auch vor Vincent Kompany. Er ist ein Trainer, den ich sehr schätze. Wenn ein Verein wie Bayern Interesse zeigt und der Trainer persönlich anruft, bedeutet das einem Spieler sehr viel», sagte er.


FIFA rechnet mit deutlich höheren WM-Einnahmen als erwartet

NEW YORK: Die Fußball-WM ist wieder mal ein Milliardengeschäft, aber ein noch besseres als erhofft. Laut eines Medienberichts fallen die Einnahmen der FIFA deutlich höher aus als prognostiziert.

Die Fußball-Weltmeisterschaft wirft offenbar deutlich mehr Gewinn ab als ursprünglich geplant. Wie die englische Zeitung «The Guardian» berichtet, geht der Weltverband FIFA nun von Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar (rund 13,1 Milliarden Euro) für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aus. Ursprünglich hatte die FIFA mit Einnahmen in Höhe von 11 Milliarden Dollar gerechnet. Über das Ergebnis soll FIFA-Präsident Gianni Infantino die Mitgliedsverbände am Samstag informiert haben.

Als Grund für den deutlichen Gewinnanstieg nannte der «Guardian» vor allem die hohen Einnahmen beim Hospitality und dem Ticketverkauf. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2022, als die WM in Katar stattfand, hatte die FIFA 5,769 Milliarden US-Dollar eingenommen. Damals nahmen allerdings noch 32 statt nun 48 Mannschaften an dem Turnier teil.

Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die FIFA die Preise nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer.


«Nie vergessen»: Bewegender Messi-Post zu WM-Finale

NEW YORK: 16 Jahre lang gewann Lionel Messi keinen einzigen Titel mit Argentiniens Nationalteam. Jetzt steht er zum zweiten Mal nacheinander im WM-Finale. Seinem Team dankt er schon vorher auf bewegende Weise.

Wenige Stunden vor dem WM-Finale gegen Spanien hat Argentiniens Superstar Lionel Messi in einem emotionalen Instagram-Post sein Team und die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre gewürdigt. «Egal, was morgen passiert, diese Gruppe hat bereits eine Geschichte geschrieben, die wir nie vergessen werden - eine, die niemand auslöschen kann. AUF GEHT'S ARGENTINIEN», schrieb der 39-Jährige neben einem Foto aller argentinischen Spieler, Trainer und Betreuer.

Messi und Titelverteidiger Argentinien bestreiten heute Abend in East Rutherford (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) bereits ihr zweites Endspiel nacheinander bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. 2021 und 2024 gewann diese Generation dazu zweimal die Südamerika-Meisterschaft «Copa America». Zuvor hatte Messi in 16 Jahren mit der Nationalmannschaft keinen einzigen Titel geholt.

«Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise. Den Alltag mit dieser Gruppe teilen, gemeinsam an Wettkämpfen teilnehmen, in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine kommen und jeden Schritt des Weges genießen», schrieb der achtmalige Weltfußballer des Jahres über sein Team. «Vielen Dank an alle meine Teamkollegen, den Trainerstab und alle, die jeden Tag daran arbeiten, dass diese Nationalmannschaft eine Familie bleibt.»

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.