Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

«Hospodarske noviny»: Spanien sollte als Vorbild gelten

PRAG: Zum WM-Sieg der spanischen Fußball-Nationalmannschaft schreibt die liberale Zeitung «Hospodarske noviny» aus Tschechien am Mittwoch:

«Der spanische WM-Sieg wirft ein Schlaglicht darauf, dass das heutige Spanien sich gegen die vorherrschenden Trends in der europäischen und euroatlantischen Politik stellt. Das wird besonders beim Blick aus Tschechien deutlich, das gemeinsam mit anderen Ländern Mitteleuropas derzeit eine Welle des Nationalismus und selbstverliebten Populismus durchlebt. Stattdessen sollten größtmögliche Offenheit und Zusammenarbeit die Grundlagen für Wohlstand und Sicherheit sein - so wie es gerade die Spanier zeigen. (...)

Nicht nur stechen die Kinder von Immigranten aus Afrika wie Nico Williams und Lamine Yamal im spanischen Fußball-Team hervor, Spanien nimmt auch allgemein mit seiner Haltung zur Migration eine Sonderrolle in Europa ein. Es ist eine messbare Tatsache, dass die Arbeitsmigration einer der Motoren des spanischen Wirtschaftswachstums in den vergangenen Jahren gewesen ist. Und Spanien zählt seit der Pandemie zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas.»


Teamchef Denk über Sturz von Lipowitz: «War viel zu schnell»

THONON-LES-BAINS: Für Florian Lipowitz ist die Tour nach dem Sturz in einer gefährlichen Kurve beim Zeitfahren gelaufen. Sein Teamchef sagt: Lipowitz habe zu viel riskiert.

Aus der Sicht von Red-Bull-Teamchef Ralph Denk hat Florian Lipowitz vor seinem Sturz beim Einzelzeitfahren der Tour de France zu viel riskiert. «Das war viel zu schnell», sagte der 54-Jährige im Podcast «Inside Red Bull-Bora-Hansgrohe».

«Florian ist schon am Limit gefahren», sagte Denk über das Vorgehen vor dem dramatischen Vorfall in der Kurve. «Das ist ein Rennunfall im Eifer des Gefechts. Wenn es um etwas geht, muss man auch riskieren. In dem Fall ein Stück weit zu viel riskiert», sagte er. «Ich sehe da keinen anderen in der Schuld.»

Der Schwabe war in der Nähe des Genfersees in einer gefährlichen Rechtskurve gestürzt, die auch Star Tadej Pogacar alles abverlangt hat. Der 25 Jahre alte Lipowitz, der noch gute Chancen auf eine Podiumsplatzierung wie im vergangenen Jahr hatte, hatte sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Er musste die Frankreich-Rundfahrt deshalb aufgeben.


Neuer Stürmer ist da: HSV holt England-Profi Daka

HAMBURG: Vor wenigen Jahren kostete er noch 30 Millionen Euro. Jetzt kriegt ihn der HSV ablösefrei. Der erste neue Stürmer ist da.

Der Hamburger SV hat bei seiner Stürmersuche einen ersten Erfolg vermeldet. Der Fußball-Bundesligist verpflichtet den 27-jährigen Patson Daka ablösefrei von Leicester City. Nach einem erfolgreichen Medizincheck in Hamburg ist der Nationalspieler Sambias bereits im Trainingslager des HSV in Österreich angekommen.

«Er bringt sowohl mit als auch gegen den Ball eine hohe Leistungsbereitschaft mit und stellt sich als Teamplayer konsequent in den Dienst der Mannschaft. Gleichzeitig verfügt er über viel Erfahrung auf internationalem Niveau», sagte die Hamburger Sportvorständin Kathleen Krüger.

Daka war 2021 für rund 30 Millionen Euro von Red Bull Salzburg zum damaligen englischen Pokalsieger gewechselt. In seiner Zeit in Leicester stieg er mit dem Club zweimal aus der Premier League und in diesem Jahr sogar aus der zweiten englischen Liga ab. Danach endete sein Vertrag.

In Hamburg soll der schnelle Angreifer eine der Lücken schließen, die die Abgänge von Robert Glatzel (VfL Wolfsburg), Ransford Königsdörffer (Mainz 05) und Damion Downs (FC Southampton) gerissen haben. Der HSV sucht für die neue Saison noch mindestens einen weiteren Stürmer.

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