«Sme»: Spaniens Vorteil ist auch seine Migrationspolitik
BRATISLAVA: Die slowakische Tageszeitung «Sme» schreibt am Donnerstag zum sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg Spaniens:
«Die spanischen Feiern des Triumphs bei der Fußball-Weltmeisterschaft (...) zeigen uns auch, in welcher Weise das heutige Spanien anders ist als der vorherrschende Trend in Europa. (...) Die Staaten Mitteleuropas erleben eine Welle des Nationalismus, der Verschlossenheit und des egoistischen Populismus. Grundlage der wirtschaftlichen Prosperität und der Sicherheit sollte aber eine möglichst große Offenheit und Zusammenarbeit sein, so wie sie die Spanier vorzeigen. (...)
Das von Finanzkrise und Corona-Pandemie schwer geprüfte Spanien hat unter Führung der Mitte-Links-Regierung von Premier Pedro Sanchez einen anderen Weg gewählt, der gar nicht dem europäischen Mainstream entspricht. (...)
So wie im Fußballteam Einwandererkinder aus Afrika wie Nico Williams und Lamine Yamal die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so beruht auch die spanische Besonderheit innerhalb Europas mit der Haltung zur Einwanderung. Der Beitrag der Arbeitsmigration ist in den letzten Jahren zweifellos zu einem der Motoren des spanischen Wirtschaftswachstums geworden. (...) Laut einer Studie der spanischen Nationalbank sind in Spanien arbeitende Ausländer für rund ein Viertel des Wirtschaftswachstums verantwortlich.»