Keine Preistreiberei mehr nach Euro-Einführung

Davor Filipovic, kroatischer Minister für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, spricht bei seiner Ankunft auf der außerordentlichen Tagung des Rates für Verkehr, Telekommunikation und Energie zur Presse. Foto: epa/Olivier Hoslet
Davor Filipovic, kroatischer Minister für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, spricht bei seiner Ankunft auf der außerordentlichen Tagung des Rates für Verkehr, Telekommunikation und Energie zur Presse. Foto: epa/Olivier Hoslet

ZAGREB: Nach Ansicht des kroatischen Wirtschaftsministers Davor Filipovic haben die meisten Handelsunternehmen die nach der Einführung des Euro vollzogenen Preiserhöhungen wieder zurückgenommen. «Sie sind zu den Preisen vom 31. Dezember zurückgekehrt», erklärte der Minister am Freitag nach einer Sitzung des Ministerrats, wie das Nachrichtenportal «24sata.hr» berichtete.

Das auch bei Deutschen beliebte EU- und Urlaubsland Kroatien hatte den Euro zum 1. Januar eingeführt. Unmittelbar danach hatten sich zahlreiche Bürger über abrupt teurer gewordene Einkäufe, Gastronomiebesuche und Dienstleistungen beschwert.

Händler und Dienstleister hatten in vielen Fällen bei der Umrechnung von der alten Landeswährung Kuna auf den Euro großzügig «aufgerundet». Ministerpräsident Andrej Plenkovic hatte deshalb Maßnahmen der Regierung wie Preisdeckel und Schwarze Listen in Aussicht gestellt, wenn Händler und Dienstleister ihr Verhalten nicht änderten.

Am Freitag sagte Filipovic, dass sein Ministerium Briefe an die großen Handelsketten geschickt habe, in denen diese dazu aufgefordert wurden, die Preise für 80 Produkte aus dem statistischen Warenkorb aufzulisten. Dies habe wohl dazu geführt, dass die meisten Preiserhöhungen zurückgenommen wurden, meinte er.

Die Handelsketten sollen nun alle zwei Wochen die besagte Preisliste ans Ministerium schicken, fügte Filipovic hinzu. Daher brauche die Regierung derzeit keine weiteren Maßnahmen zu setzen. Grundsätzlich behalte sie sich das aber weiterhin vor, sollte die Notwendigkeit dafür bestehen.

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