Kairo dementiert Bericht über Aufnahme von Gaza-Bewohnern

Ein Blick auf Gebäude in Kairo. Foto: epa/Khaled Elfiqi
Ein Blick auf Gebäude in Kairo. Foto: epa/Khaled Elfiqi

KAIRO: Eine proiranische Zeitung im Libanon hatte berichtet, Kairo sei dazu bereit, vorübergehend eine halbe Million Menschen aus Gaza aufzunehmen. Was steckt dahinter?

Ägyptischen Medien zufolge weist die Regierung in Kairo Berichte zurück, wonach sie zur vorübergehenden Aufnahme von einer halben Million Menschen aus dem Gazastreifen bereit sein soll. Ägypten dementiere entsprechende Medienberichte «kategorisch und vollkommen», zitierte der regierungsnahe Sender Al-Qahera News TV den staatlichen Informationsdienst.

Die proiranische Zeitung «Al-Akhbar» im Libanon hatte berichtet, Ägyptens Präsident Abdel Fatah al-Sisi habe arabische Staats- und Regierungschefs über die Bereitschaft seines Landes informiert, 500.000 Menschen aus dem Gazastreifen in einer eigens dafür gebauten Stadt auf der Sinai-Halbinsel vorübergehend aufzunehmen.

Es handle sich um Falschberichte, so die Mitteilung weiter. Diese widersprächen «radikal und komplett der unerschütterlichen Zurückweisung jedes Versuchs, die palästinensischen Brüder umzusiedeln, ob zwangsweise oder freiwillig.»

Ägypten hatte erst vor einigen Wochen einen alternativen Plan zu der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Umsiedlung der Bewohner Gazas vorgelegt. Für den Plan, der einen Wiederaufbau des vom Krieg verwüsteten Küstenstreifens vorsieht, hatte Kairo die breite Unterstützung arabischer Länder erhalten.

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Ingo Kerp 23.03.25 11:50
Warum nimmt die arab. Welt die Gaza-Bewohner nicht auf? Die Frage ist allerdings nur zu beantworten, wenn die Gaza-Bewohner überhaupt willens sind, ihre Heimat zu verlassen. Trump hatte Ägypten und Jordanien ins Gespräch gebracht, um seine "Riviera" Idee umzusetzen. Inzwischen ist sogar Senegal im Gespräch. Vielleicht konzentriert sich Trump besser mal auf die Probleme vor seiner Haustüre und bringt dann den angeblich in 24 Std. zu beendenden Krieg in der UKR zu Ende. Viel Geschwätz und wenig Substanz.

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