Ägypten bezeichnet Israel als Feind

Journalisten verfolgen im Medienzentrum eine Rede von Ägyptens Präsident al-Sisi beim arabisch-islamischen Notgipfel in Doha. Foto: epa/Noushad Thekkayil
Journalisten verfolgen im Medienzentrum eine Rede von Ägyptens Präsident al-Sisi beim arabisch-islamischen Notgipfel in Doha. Foto: epa/Noushad Thekkayil

KAIRO: 1979 schlossen Ägypten und Israel Frieden. Israels brutales Vorgehen im Gaza-Krieg stellt die Beziehungen auf die Probe. Ägyptens Worte werden schärfer.

Mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat erstmals seit Jahrzehnten ein Staatsoberhaupt des Landes Israel wieder öffentlich als «Feind» bezeichnet. Das bestätigte der Vorsitzende des Staatsinformationsdiensts SIS, Diaa Raschwan, im lokalen Fernsehen.

In einer Rede am Montag beim arabisch-islamischen Gipfeltreffen in Katar hatte al-Sisi betont: «Der Feind» (gemeint ist Israel) müsse erkennen, dass die Länder der Region in ihrer Position gegenüber Israel geeint seien und nicht zersplittert. Bei dem Gipfel wurde Israels Vorgehen im Gazastreifen erneut scharf verurteilt.

Es sei das erste Mal seit 1977, dass ein ägyptisches Staatsoberhaupt Israel in dieser Weise bezeichnet, erklärte Raschwan. Damals hatte der damalige Präsident Anwar al-Sadat seinen historischen Besuch in Jerusalem angekündigt. Zwei Jahre später schloss Ägypten als erstes arabisches Land einen Friedensvertrag mit Israel.

Vertreter aus rund 60 arabischen und islamischen Ländern hatten am Montag in Katar zur Lage in der Region beraten. Anlass war Israels Angriff auf Hamas-Führungspersonal in der katarischen Hauptstadt Doha vergangene Woche.

Ägypten und Katar vermitteln neben den USA im Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Hamas. Die Gespräche über eine Waffenruhe und die Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln kommen aber seit Monaten nicht voran.

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Ingo Kerp 17.09.25 14:00
Die Liste der sich gegen Israel stelende Staaten erweitert sich konstant. Viele Freunde bleiben nicht mehr übrig für das Land mit dem von religioesrechtsextremen geführten Politikern, denen sich Netanjahu unterwerfen muß, da ansonsten seine politische Laufbahn abrupt beendet wäre.

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