PHUKET: Ein Hotelmitarbeiter, dem vorgeworfen wird, spätabends versucht zu haben, in das Zimmer eines weiblichen Hotelgastes einzudringen, ist am Sonntagnachmittag (18. Januar 2026) festgenommen und dem Phuket Provincial Court vorgeführt worden. Dort bekannte sich der Mann der versuchten nächtlichen Hausfriedensverletzung schuldig. Die Polizei beantragte eine Untersuchungshaft von 48 Tagen; ein Antrag auf Kaution wurde nicht gestellt.
Der Vorfall ereignete sich im Holiday Inn Resort Phuket Surin Beach im Unterbezirk Cherng Talay und löste öffentliche Besorgnis über die Sicherheit von Touristen aus. In der Folge ordneten die Provinzbehörden Inspektionen an.
Hotel entschuldigt sich öffentlich
In einer am Sonntag auf der offiziellen Facebook-Seite veröffentlichten Erklärung entschuldigte sich das Hotel öffentlich und erklärte, den Vorfall sehr ernst zu nehmen. Die Sicherheit und Privatsphäre der Gäste hätten höchste Priorität. Man habe den Vorfall der Polizei gemeldet und überprüfe sowie verstärke derzeit die Sicherheitsabläufe.

Auslöser der Stellungnahme war ein Social-Media-Beitrag eines weiblichen Hotelgastes vom Samstag (17. Januar 2026). Darin schilderte sie, dass ein Mann spätabends versucht habe, mithilfe einer Schlüsselkarte ihr Zimmer zu öffnen, während sie sich allein darin befand. Nach Angaben der Polizei scheiterte der Eindringling, weil die innere Türsicherung eingerastet war. Die Frau erstattete anschließend Anzeige.
CCTV führt zu Identifizierung des Verdächtigen
Ermittler der Cherng Talay Police Station werteten sichergestelltes CCTV-Material aus und identifizierten den Verdächtigen als den 39-jährigen Hotelangestellten Khanisorn Nualklab. Nach Polizeiinformationen hatte er seinen Dienst gegen 16.00 Uhr beendet, hielt sich jedoch weiterhin auf dem Gelände auf und versuchte später mit einer Master-Keycard, das Zimmer der Geschädigten zu betreten. Zuvor habe er geklingelt, geklopft und gerufen. Als die Frau die Tür von innen blockierte und laut rief, ergriff er die Flucht.

Den Ermittlungen zufolge löschte der Mann zunächst Videoaufnahmen aus dem relevanten Zeitraum. Das Hotel konnte die Dateien jedoch wiederherstellen; sie wurden als Beweismittel genutzt. Der Verdächtige stellte sich später der Polizei und wurde angeklagt.
In ersten Online-Berichten war der Mann als Sicherheitschef des Hotels bezeichnet worden. Das Hotel stellte später klar, dass er als Supervisor für Verlustprävention tätig gewesen sei und nicht die Sicherheitsleitung innehatte. Sein Arbeitsverhältnis sei inzwischen beendet worden.
Behörden prüfen Hotel und Betriebslizenz
Nach Verbreitung der Videoaufnahmen ordneten die Provinzbehörden auf Anweisung von Gouverneur Nirut Pongsitthithawon eine Inspektion des Hotels an. Nach Behördenangaben befindet sich die Betriebslizenz, die am 31. Dezember 2025 ausgelaufen war, derzeit im Verlängerungsverfahren. Festgestellte Versäumnisse könnten Einfluss auf die Genehmigung haben.
Das Hotel teilte mit, dass es der betroffenen Frau umgehend geholfen habe. Sie sei in ein anderes Zimmer verlegt worden; zudem habe man den Übernachtungspreis erstattet, ausgenommen Kosten für Speisen.