PHUKET: Eine vorläufige Umweltprüfung zum geplanten Wasserflugzeug-Projekt auf Phuket kommt zu dem Ergebnis, dass die Auswirkungen auf die Umwelt voraussichtlich begrenzt bleiben sollen. Gleichzeitig könnte das Vorhaben den Luxustourismus fördern und neue wirtschaftliche Chancen für die lokale Bevölkerung schaffen.
Die Thai Seaplane Co., Ltd. veranstaltete am Donnerstag (7. Mai 2026) die abschließende öffentliche Anhörung zur sogenannten Initial Environmental Examination (IEE) für einen temporären Wasserflugplatz. Die Untersuchung gilt als notwendiger Schritt im Rahmen der Luftfahrt- und Umweltvorschriften, bevor der Betrieb aufgenommen werden kann.
Öffentliche Anhörung in Phuket
Die Veranstaltung fand in der Ao-Makham-Bucht im Tambon Wichit im Bezirk Mueang Phuket statt und wurde vom stellvertretenden Bezirksvorsteher Apichart Chantharawong eröffnet. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem der Geschäftsführer von Thai Seaplane, Kasinpoj Rodkho, der Präsident der Phuket Provincial Administrative Organisation, Rewat Areerob, Vertreter der Kasetsart-Universität sowie Repräsentanten aus dem öffentlichen und privaten Sektor.
Mit dem Projekt sollen Wasserflugzeuge als alternative Transportmöglichkeit für Touristen eingeführt werden. Zudem soll die Maßnahme dazu beitragen, die Auslastung des internationalen Flughafens Phuket zu verringern.
Keine festen Bauten im Meer
Das geplante Betriebsgebiet liegt etwa ein bis zwei Kilometer vor der Küste von Ao Makham nahe Koh Taphao Yai und dem Tiefseehafen von Phuket. Vorgesehen ist ein kreisförmiger Bereich mit einem Radius von 500 Metern beziehungsweise einer Fläche von rund einem Quadratkilometer für Starts und Landungen kleiner Wasserflugzeuge. Feste Bauwerke im Meer sind nach den aktuellen Planungen nicht vorgesehen. Stattdessen soll eine schwimmende Plattform mit einer Größe von 9,6 mal 4,2 Metern für den Transfer von Passagieren und Gepäck eingesetzt werden. Shuttle-Boote sollen die Verbindung zwischen der Plattform und dem Tiefseehafen innerhalb von etwa fünf bis zehn Minuten herstellen.
Für das Jahr 2026 werden bis zu 28 Flüge pro Tag erwartet. Zwischen 2027 und 2030 könnte die Zahl auf bis zu 42 tägliche Flüge steigen. Der Betrieb soll zwischen 06.00 und 19.00 Uhr stattfinden. Nachtparken von Flugzeugen ist nicht vorgesehen. Die Flugrouten sollen abhängig von Wind- und Wetterbedingungen angepasst werden, um Sicherheitsrisiken sowie Umweltbelastungen möglichst gering zu halten.
Gutachter sehen geringe Folgen
Nach Angaben der Prüfer seien die meisten negativen Auswirkungen als gering einzustufen, da überwiegend schwimmende Infrastruktur und bestehende Hafenanlagen genutzt würden. Dennoch empfehlen die Gutachter eine kontinuierliche Überwachung von Lärm, Luft- und Meerwasserqualität, Küstenbedingungen, marinen Ökosystemen, der Sicherheit der Schifffahrt sowie möglicher Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung.
Das Projekt soll nach Einschätzung der Beteiligten den gehobenen Tourismus stärken, zusätzliche Transportmöglichkeiten schaffen und neue Einnahmequellen für Phuket generieren.
auch dieses Projekt zeigt, dass "gut betuchte" Reisende höchst überproportional Energie und sonstige Ressourcen verbrauchen, weshalb es nur fair allen Anderen gegenüber wäre, solche Personengruppen auch stärker (genauer: angemessen!) am Klima- und Umweltschutz zu beteiligen.