Umweltminister droht Strand-Besetzern

Nui Beach soll wieder frei zugänglich werden

Umweltminister Suchart Chomklin spricht bei seinem Besuch am Nui Beach mit Medienvertretern und Behörden. Bild: Phuket Info Center
Umweltminister Suchart Chomklin spricht bei seinem Besuch am Nui Beach mit Medienvertretern und Behörden. Bild: Phuket Info Center

PHUKET: Der Streit um den Zugang zum Nui Beach auf Phuket spitzt sich weiter zu. Umweltminister Suchart Chomklin kündigte bei einem Vor-Ort-Termin an, illegale Sperren und Bauwerke innerhalb von sieben Tagen entfernen zu lassen. Die Regierung will den öffentlichen Strand vollständig für Bevölkerung und Touristen zurückgewinnen.

Am Donnerstag (14. Mai 2026) rückte der Nui Beach in der Gemeinde Karon auf Phuket erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Suchart Chomklin, Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, besuchte das Gebiet persönlich, um die Probleme rund um die Sperrung des Zugangswegs zum Strand sowie die Erhebung von Durchgangsgebühren von Einheimischen und Touristen zu überprüfen. Dabei erklärte er unmissverständlich, dass öffentliche Strände niemandem allein gehörten.

Behörden prüfen Strand-Zugänge

An der Kontrolle beteiligten sich hochrangige Vertreter mehrerer Behörden, darunter die Forstbehörde, die Nationalparkbehörde, Verwaltungsstellen sowie die Provinzverwaltung von Phuket. Hintergrund sind anhaltende Beschwerden über illegale Eingriffe in Waldgebiete und die Blockierung des Strandzugangs. Das Thema hatte bereits nach einem früheren Besuch des Premierministers landesweit Aufmerksamkeit erregt.

Behördenvertreter beraten vor Ort über Maßnahmen gegen illegale Sperren und Nutzungen am Nui Beach. Bild: Phuket Info Center
Behördenvertreter beraten vor Ort über Maßnahmen gegen illegale Sperren und Nutzungen am Nui Beach. Bild: Phuket Info Center

Der Umweltminister erklärte, dass es bereits seit 2018 Verfahren wegen illegaler Landbesetzung am Nui Beach gebe und diese kurz vor dem Abschluss stünden. Zugleich bekräftigte er, dass die Regierung die Rückgewinnung natürlicher Ressourcen für die Bevölkerung konsequent vorantreiben werde. Einflussreiche Personen oder Investoren, die staatliche Flächen für private Gewinne nutzten, würden keine Sonderbehandlung erhalten.

Phuket setzt Frist von sieben Tagen

Zudem richtete er eine deutliche Warnung an staatliche Beamte. Wer seine Pflicht nicht erfüllen wolle, solle Platz für diejenigen machen, die bereit seien zu arbeiten.

Umweltminister Suchart Chomklin inspiziert gemeinsam mit Behördenvertretern den Bereich am Nui Beach. Bild: Phuket Info Center
Umweltminister Suchart Chomklin inspiziert gemeinsam mit Behördenvertretern den Bereich am Nui Beach. Bild: Phuket Info Center

Darüber hinaus ordnete er an, dass die zuständigen Behörden innerhalb einer Woche rechtliche Schritte einleiten sollen. Dazu gehören der Abriss von Bauwerken und Hindernissen, die den Zugang zum Strand blockieren, sowie die Vorbereitung eines Verfahrens zur Aberkennung unrechtmäßig genutzter Flächen, damit diese wieder rechtmäßig in Staatsbesitz überführt werden können.

Nui Beach soll Erholungswald werden

Außerdem wird geprüft, den Bereich von Nui Beach künftig als „Erholungswald“ auszuweisen, damit Bevölkerung und Touristen den Strand künftig gleichberechtigt nutzen und betreten können.

Strände und Wälder seien Eigentum der Allgemeinheit und keine Flächen, die jemand absperren oder zur Geldquelle machen dürfe, erklärte Suchart Chomklin abschließend.

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Ingo Kerp 15.05.26 15:00
Es scheint wieder so eine Hauruck-Aktion zu sein, die mit viel Wirbel angekündigt wird. Illegale Bebauung, illegal Rodung, illegale Inbetriebnahmen, illegale Besitzergreifung etc. sind doch alltäglich Dinge in Thailand, die sich mit einem "braunen Umschlag" immer erledigen und beschwichtigen lassen.
Peter Ehrbar 15.05.26 11:20
Farang soll dran bleiben
Das heisst, dass wir spätestens am 23.05.26 informiert werden, wieviel heisse Luft in diesen angekündigten Aktionen steckt.

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