Holländer zu 20 Jahren Haft wegen Geldwäsche verurteilt

Geldwäsche beschert einem holländischen Expat 20 Jahre Haft. Foto: Fotolia.com
Geldwäsche beschert einem holländischen Expat 20 Jahre Haft. Foto: Fotolia.com

BANGKOK: Der Oberste Gerichtshof hat das Urteil eines Strafgerichts von 20 Jahren Haft gegen einen Holländer bestätigt. Er hatte zusammen mit seiner thailändischen Frau 300 Millionen Baht aus dem Verkauf von Marihuana in Übersee gewaschen.

Der 59-Jährige wurde in 15 Fällen für schuldig befunden und ursprünglich zu 75 Jahren Haft verurteilt. Seine 37 Jahre alte Frau wurde ebenfalls der Geldwäsche für schuldig befunden und zu 11 Jahren Haft verurteilt. In Anbetracht ihrer Aussagen setzte das Gericht die Haftstrafe des Holländers auf 50 Jahre und die der Thai auf sieben Jahre und vier Monate herabgesetzt. Die Gefängnisstrafe wurde dann für den Ausländer weiter auf 20 Jahre verkürzt, auf die maximale Haftdauer für Geldwäsche. Das Paar hatte zuvor die Anklagen bestritten. Aber die Behauptung des Niederländers, er habe das Geld legal erhalten, konnte die Richter nicht überzeugen. Das Paar wurde am 23. Juli 2014 von der Polizei mit Hilfe niederländischer Behörden in ihrem Haus in der Nähe eines Golfplatzes in Sattahip bei Pattaya festgenommen. Die Beamten beschlagnahmten ihr Land, acht Eigentumsurkunden, fünf Luxusautos und den Rest ihrer Wertsachen im Wert von insgesamt 100 Millionen Baht. Das Paar stand 2015 vor dem Strafgericht und 2017 vor dem Berufungsgericht.

Der Holländer gab an, er habe die 300 Millionen Baht, die auf Bankkonten des Paares in Thailand überwiesen wurden, durch den Verkauf von vier Immobilien in den Niederlanden erhalten. Der Oberste Gerichtshof sah keine Beweise für diese Behauptung. Die Richter stellten fest, dass der 59-Jährige das Drogengeld in 15 Fällen über Deutschland, Luxemburg und Singapur nach Thailand überwiesen und in Immobilien angelegt hatte.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
TheO Swisshai 29.08.19 16:15
@Oliver Harms / Kosten
Sehr gut. Da werden die Kosten die durch Süchtige entstehen jetzt also massiv sinken, mindesten über die nächsten 20 Jahre. Schön wär's, wenn es wahr wär. Dazu müssten die Thailändischen Behörden die beschlagnahmten Gelder und Vermögenswerte aber zuerst noch nach Übersee schicken, denn dort wurden die Drogen ja verkauft, folglich sind die kostenverursachenden Süchtigen auch dort.
Oliver Harms 29.08.19 10:19
sehr gut!
urteile gegen drogenhändler können nicht hoch genug sein.was das geld angeht herr nicht gedacht,so sind die kosten welche dem steuerzahler auch in thailand durch süchtige entstehen extrem viel höher als das beschlagnahmte geld und die immobilien wert sind.
es ist schon ein hammer und sagt viel aus über den jenigen der drogenhändler"moralisch"unterstützt,aber gewisses klientel hat ja auch massive probleme mit der rechtsstaatlichkeit thailands und bezweifelt die weithin zusehenden fortschritte dieser und der letzten regierung in allen aspekten des öffentlichen lebens an.der TM30 ist übrigens wegen genau diese typen wichtig und belastet rein niemanden der nichts zu verbergen hat.urlauber bekommen da von nichts mit,da die unterkünfte/gastgeber für die meldung verantwortlich sind und für die die hier leben ist es auch kein problem,da sie das ganze bequem von von zuhause aus via internet erledigen können.ergo grosses geschreie um 5 minuten arbeit.
im übrigen ist das ganze eine deutsche erfindung!hausbuch und besuche anmelden haben sich die linken genossen ausgedacht gehabt um das volk zu überwachen!wer in die DDR zu den verwandten gefahren war, musste mit hausbuch bei der volkspolizei antreten zur anmeldung und dann wieder zur abmeldung!
da haben die thais also etwas von den roten farangs übernommen.
Hans Roland 28.08.19 20:56
Harte Strafen sollen abschrecken !
Thailand wurde immer mehr zur neuen Fluchtpunkt -Heimat der globalen ,kriminellen Halbwelt.Früher war es Brasilien heute Thailand.

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.