Hälfte der Thais lebt von der Hand in den Mund

Foto: epa/Diego Azubel
Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Fast die Hälfte der Einwohner Thailands im Alter von 18 bis 65 Jahren gibt alles aus, was sie im Monat verdient. Nichts bleibt übrig, was sie als Ersparnis beiseitelegen könnten.

Das hat eine Studie von GoBear, einer internationalen Finanzvergleichsseite, ergeben. Die meisten Menschen, die von der Hand in den Mund leben, sind mit 53 Prozent in der Altersgruppe von 36 bis 45 Jahren zu finden. 51 Prozent der Altersgruppen 26 bis 35 und 56 bis 65 gaben an, nur genug Geld zu verdienen, um Rechnungen und Lebenshaltungskosten zu decken.

Laut Benjarong Suvarnkiri vom Digitalbanking-Kanal ME der TMB-Bank sind Thais jeden Monat mit Geldmangel konfrontiert, was bedeutet, dass sie regelmäßig Geld hin und her bewegen müssen, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Zahl der Menschen, die mit wiederkehrenden Geldproblemen zu tun haben, ist in Thailand höher als in fast jedem anderen Land in Südostasien, einschließlich Indonesien, obwohl Thailänder in der Regel mehr verdienen als in Ländern wie Indonesien.

Die Studie von GoBear zeigt weiter, dass 15 Prozent der Thais bei Arbeitslosigkeit keine Ersparnisse und ebenso keine Altersvorsorge haben, obwohl die meisten sagen, dass sie im Alter von 53 Jahren in Rente gehen wollen. Dieses Alter ist niedriger als das bevorzugte Rentenalter von Bürgern in anderen asiatischen Ländern wie Hongkong, den Philippinen und Indonesien. Thais beginnen in der Regel viel später mit dem Sparen oder Investieren als die Bevölkerung in anderen Ländern.

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JoHu 19.10.19 20:56
@N.K.L.
Ah, alles klar! Dachte ich´s mir doch!
Holger J 19.10.19 15:18
1000 € Durchschnitts Gehalt?
Komisch, vor ein paar Tagen wurde doch noch geschrieben, das jeder Thai in Durchschnitt 1000 € im Monat verdient.
Thomas Thoenes 19.10.19 13:15
Der Lebensunterhalt und vor allem
der gewählte Lebensstil hier ist einfach zu teuer. Rund 50% der Bevölkerung ist schon 'ne Hausnummer. Mindest- und Billiglöhner haben keine Chance etwas zu sparen und die "Mittelschicht" verlebt das Einkommen lieber. Eigentlich eine Einstellung die nicht verkehrt ist. Was kümmert mich morgen, wer weiß ob ich das noch erlebe. Nur wenn man dann doch wider Erwarten alt wird und nichts beiseite hat sieht es schlecht aus. Da müssen dann die Kinder, falls vorhanden, in die Tasche. Ein Bild das hier flächendeckend zu beobachten ist. Wer von uns hat nicht mindestens eine Frau in seiner Karriere hier kennen gelernt die für ihre Eltern sorgen musste? Die sich dann wieder um die Enkel kümmern weil die Kinder ja mehr arbeiten müssen um sie mit zu versorgen und keine Zeit haben. Ein Kreislauf der schwer zu durchbrechen ist. Es muss einfach mehr Bildung und Ausbildung gefördert werden.
JoHu 19.10.19 11:43
@N.K.L.
Na dann sind Sie mal froh, dass Sie innerhalb oder unter den Verhältnissen und, zumindest, nicht unterhalb des Niveaus leben! Interessant wäre noch, wie Sie persönlich Niveau definieren!
Alexander Kerner 19.10.19 10:07
Sparen
Ist doch das gleiche in deutschland man uberzieht das konto so wie seine kreditkarten bis maximum, und die wo in deutschland sparen sind doch immer die verlierer das geld wird immer weniger wert und eines tages wird eine neue geldreform wieder kommen wie schon so oft in der deutschen geschichte also besser geld ausgeben wie es die thais machen

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