PHUKET: Die Behörden der Provinz Phuket haben das Chabad House im Patonger Stadtteil Kathu einer umfassenden Kontrolle unterzogen. An der Inspektion am Sonntag (26. Juli 2026) beteiligten sich Vertreter der Provinzverwaltung, der Polizei, der Sicherheitsbehörden sowie weiterer zuständiger Stellen. Ziel der Maßnahme war es, die Einhaltung thailändischer Gesetze zu überprüfen. Im Mittelpunkt standen die Nutzung des Gebäudes, Spendensammlungen, religiöse Aktivitäten sowie die Eigentums- und Unternehmensstruktur.
Die Kontrolle wurde von Vizegouverneur Khettarat Chansin gemeinsam mit dem Polizeichef der Provinz Phuket, Pol Maj Gen Sinlert Sukhum, und Rear Adm Praphan Srisuwipha, stellvertretender Direktor des Internal Security Operations Command (ISOC) der Provinz Phuket, geleitet.
Keine Verstöße bei Gebäudenutzung
Nach Angaben der Behörden ist das Gebäude als Restaurant und Clubhaus genehmigt. Es verfügt über ein ordnungsgemäß zugelassenes Restaurant, Räume für religiöse Zeremonien, einen Veranstaltungssaal, Unterkünfte für religiöse Leiter sowie eine Dachterrasse für Veranstaltungen. Bei der Überprüfung wurden zunächst keine Abweichungen von der genehmigten Nutzung festgestellt.

Besonderes Augenmerk legten die Behörden auf im Gebäude aufgestellte Spendensammelboxen. Die Betreiber erklärten, dass sämtliche Spenden für gemeinnützige Zwecke verwendet würden. Die Provinz beauftragte die zuständigen Stellen jedoch mit der Prüfung, ob die Spendensammlungen unter das thailändische Gesetz zur Kontrolle öffentlicher Spendensammlungen von 1944 fallen und hierfür eine behördliche Genehmigung erforderlich ist. Sollte dies der Fall sein, sollen die gesetzlichen Vorgaben entsprechend durchgesetzt werden.
Religionsfreiheit im Rechtsrahmen
Im Zusammenhang mit den religiösen Aktivitäten betonte die Provinzverwaltung, dass die thailändische Verfassung die Religionsfreiheit und die Ausübung religiöser Zeremonien gewährleiste. Diese Rechte müssten jedoch im Einklang mit den thailändischen Gesetzen ausgeübt werden und dürften weder die nationale Sicherheit noch die öffentliche Ordnung oder die guten Sitten beeinträchtigen.

Darüber hinaus kündigten die Behörden weitere Untersuchungen zu den Eigentumsverhältnissen des Grundstücks, der Gesellschafterstruktur sowie möglichen Nominee-Konstruktionen an. Sollten Hinweise auf Gesetzesverstöße festgestellt werden, etwa durch den Einsatz thailändischer Strohmänner beim Besitz von Vermögenswerten oder Unternehmen, würden die Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt.
Behörden betonen Gleichbehandlung
Die Provinz Phuket erklärte abschließend, dass sich die Kontrolle weder gegen eine bestimmte Religion noch gegen eine bestimmte ethnische Gruppe richte. Vielmehr handele es sich um eine präventive Maßnahme, mit der sichergestellt werden solle, dass alle Unternehmen und Einrichtungen ihre Tätigkeiten transparent und im Einklang mit den thailändischen Gesetzen ausübten. Dadurch solle das Vertrauen von Bevölkerung, Investoren und Touristen in eine faire und konsequente Durchsetzung der geltenden Vorschriften gestärkt werden.
