Gericht: Kein Baustopp bei LNG-Arbeiten im Greifswalder Bodden

Foto: Adobe Stock
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LEIPZIG/LUBMIN: Die Arbeiten im Greifswalder Bodden im Zusammenhang mit Rügener LNG-Terminal können weitergehen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat Eilanträge von zwei Umweltverbänden dagegen abgelehnt, wie das oberste deutsche Verwaltungsgericht am Freitag mitteilte (Az.: BVerwG 7 VR 1.24 und BVerwG 7 VR 2.24)

Die Umweltschützer hatten sich dagegen gewandt, dass das Bergamt Stralsund die Arbeiten am Meeresboden an der LNG-Anbindungsleitung auch in den Monaten Januar und Februar erlaubt hatte. Sie hatten die Ausdehnung der Bauzeit insbesondere wegen der bevorstehenden Laichsaison des Herings verhindern wollen.

Die Eilanträge seien nach einer «summarischen Prüfung ihrer Erfolgsaussichten» abgelehnt worden, teilte das Gericht mit. Die Klagen gegen den längeren Bauzeitraum seien voraussichtlich unbegründet. Verstöße gegen Naturschutzrecht seien derzeit nicht festzustellen. Die Planungsbehörden gingen außerdem zu Recht weiterhin von einer Krise der Gasversorgung aus.

Die Pipeline soll das geplante LNG-Terminal in Mukran auf Rügen mit dem Festland verbinden. Die Umweltverbände haben gegen die Errichtung und Betrieb der Anbindungsleitung geklagt. Über diese Klagen in der Hauptsache hat das Bundesverwaltungsgericht nach eigenen Angaben noch nicht entschieden.

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