Gebürtiger Iraner wegen Attentatsplänen angeklagt

Foto: epa/Henning Bagger
Foto: epa/Henning Bagger

KOPENHAGEN: Die dänische Staatsanwaltschaft hat wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Attentats auf einen Exil-Iraner Anklage gegen einen im Iran geborenen Norweger erhoben.

Dem 40-Jährigen werde vorgeworfen, dem iranischen Geheimdienst bei der Attentatsplanung in Dänemark geholfen zu haben, gab Staatsanwältin Lise-Lotte Nilas am Mittwoch in Kopenhagen bekannt. Er soll laut Anklageschrift Informationen gesammelt und an den Geheimdienst weitergeben haben, die dazu gebraucht werden sollten, das in Dänemark wohnhafte Attentatsopfer zu töten. Der Prozess gegen den Angeklagten soll am 1. Mai in Roskilde westlich von Kopenhagen beginnen.

Das Attentat war vor der Ausführung vereitelt, der Mann im Herbst 2018 festgenommen worden. Ziel der vereitelten Pläne soll ein Anführer der im Iran aktiven Separatistenbewegung ASMLA gewesen sein. Teheran hatte die dänischen Vorwürfe, den Anschlag geplant zu haben, damals dementiert.

Die Rebellengruppe ASMLA will in der iranischen Provinz Chusistan einen unabhängigen arabischen Staat errichten. Der Iran wirft der Gruppe Angriffe auf das iranische Militär vor und betrachtet sie als Terrororganisation.

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