Finanzminister: „Das Schlimmste liegt hinter uns“

Ein Tuk-Tuk-Fahrer wartet am 25. August in Bangkoks Khao San Road auf Kundschaft. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Ein Tuk-Tuk-Fahrer wartet am 25. August in Bangkoks Khao San Road auf Kundschaft. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Als solide hat der neue Finanzminister Predee Daochai am Mittwoch Thailands wirtschaftliche Fundamentaldaten und die Haushaltslage angesichts der durch die Pandemie verursachten starken Rezession bezeichnet. „Das Schlimmste liegt hinter uns", unterstrich der Minister.

Die zweitgrößte Wirtschaft Südostasiens schrumpfte im zweiten Quartal um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der stärkste Rückgang seit der asiatischen Finanzkrise von 1997/98. Trotz des ungünstigen wirtschaftlichen Klimas seien die Fundamentaldaten Thailands sowohl intern als auch extern nach wie vor solide, was Thailand zu einer der widerstandsfähigsten Volkswirtschaften in der Region mache, sagte Predee auf dem von der Börse organisierten Forum „Thailand Focus 2020“. Die Wirtschaft werde in der zweiten Hälfte dieses Jahres die Talsohle durchschreiten. Für 2021 sagte der Minister ein Wachstum von 4 bis 5 Prozent voraus.

Die Regierung werde weiterhin gefährdete Gruppen unterstützen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern sowie sich auf große Investitionsprojekte für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren. Als Reaktion auf die durch die Pandemie ausgelöste Rezession habe die Regierung Hilfs- und Konjunkturmaßnahmen in Höhe von etwa 2,2 Billionen Baht oder 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eingeleitet, um den vom Ausbruch betroffenen Haushalten und Unternehmen zu helfen, betonte Predee. Dazu gehörten ein 1,9 Billionen-Baht-Paket, das 1 Billion Baht Kreditaufnahme und 900 Milliarden Baht in Form von zinsgünstigen Darlehen umfasse. Trotz der staatlichen Konjunkturpakete in Rekordhöhe sei die Finanzlage Thailands nach wie vor gesund, so Predee. Die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP liege immer noch unter 60 Prozent. Angesichts der Haushaltsbeschränkungen könne die Regierung bei Bedarf weitere Kredite beantragen. „Es ist wichtig, wirtschaftliche Maßnahmen zu verfolgen, ohne unsere fiskalische Integrität zu opfern.“

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Thomas Knauer 28.08.20 17:07
Herr Jonasch,
seh ich genauso.
Was die wirtschaftliche Situation betrifft ist noch lange kein Ende in Sicht, hier sind die zukünftigen Folgen für die Menschen und Unternehmen kaum absehbar. Die privaten Kredite bei den Geldverleihern sind im Moment gefragt wie nie und bei 20-25% Zins im Monat wohl die Ursache für einige Selbstmorde.
Mit der Situation in DACH nicht zu vergleichen, hier wird auf extrem hohen Niveau gejammert. Für mich nur durch eine komplett verpeilte Wahrnehmung nachvollziehbar.
Uli 28.08.20 08:47
Das Schlimmste liegt hinter uns.....
bezogen auf Infizierte und noch zu Versorgente in den Krankenhäusern sicherlich eine richtige Aussage. Allerdings was die wirtschaftliche Zukunft betrifft leider wieder durch die "rosa Brille" geschaut und den sonst möglichen "Gesichtsverlust" mit "Schönreden" kaschiert. Aber was dürfen wir hier in D uns eigentlich für ein Urteil erlauben ? Wir sind mit "Mutti" auch nicht besser bedient und das schon ein paar Jahre länger als die Thais mit ihrer ex Militärregierung.
Peter Maerz 27.08.20 21:22
Es ist nur eine Frage der Zeit bis die ersten Banken hier zusammenbrechen. Es wird ja jetzt schon versucht durch Filial- und Geschaeftstellenschliessungen das Schlimmste zu verhindern. Zu viele Kredite, die nicht mehr bedient werden, sprechen eine klare Sprache. Und wie wollen denn diese Banken , die momentan selbst ums Ueberleben kaempfen, noch die von der Regierung versprochenen Kredite an kleine und mittlere Unternehmen bewilligen ? Eine Insiderin - beschaeftigt bei einer namhaften Bank - hat ihrer Verwandschaft den guten Rat gegeben, alle Guthaben abzuheben und das Geld selbst aufzubewahren.
Rudolf Lippert 27.08.20 16:37
Ein Kind
das in den Brunnen gefallen ist, hast das Schlimmste vielleicht auch schon hinter sich. Nur eben liegt es nun am Brunnenboden, und wie kommt es wieder hinauf?
Ingo Kerp 27.08.20 13:52
Das hoert sich zumindest alles sehr positiv an, was der Herr Finanzminister da von sich gegeben hat. Ob sich das auch so in den kommenden Monaten wirtschaftl. ausdrückt, wird man dann sehen. Eine unmaßgebliche Farang Meinung wäre auch, nicht nur die wirtschaftl. Maßahmen zu verfolgen sondern auch die Bildungsmaßnahmen im Land. Bildung ist mit das groeßte Kapital, das ein Land zu bieten hat.
Benno Schönholzer 27.08.20 13:07
Da haben doch hunderttausende im Juni und Juli vom Staat 3x5000 Baht erhalten!! Soweit so gut!! Damit ist jetzt erstmal Schluss!! Aber ... liegt damit das 'Schlimmste schon hinter uns'??? Eine absolut fragwürdige Aussage!!
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Thomas Thoenes 27.08.20 08:52
P.S. Ich war doch anfangs
als ich die Vorschau der Headline las: "Das schlimmste liegt..." trotz besseren Wissens im Glauben der Satz geht weiter mit ...noch vor uns. War natürlich sehr naiv von mir.

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