BANGKOK: Als solide hat der neue Finanzminister Predee Daochai am Mittwoch Thailands wirtschaftliche Fundamentaldaten und die Haushaltslage angesichts der durch die Pandemie verursachten starken Rezession bezeichnet. „Das Schlimmste liegt hinter uns", unterstrich der Minister.
Die zweitgrößte Wirtschaft Südostasiens schrumpfte im zweiten Quartal um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der stärkste Rückgang seit der asiatischen Finanzkrise von 1997/98. Trotz des ungünstigen wirtschaftlichen Klimas seien die Fundamentaldaten Thailands sowohl intern als auch extern nach wie vor solide, was Thailand zu einer der widerstandsfähigsten Volkswirtschaften in der Region mache, sagte Predee auf dem von der Börse organisierten Forum „Thailand Focus 2020“. Die Wirtschaft werde in der zweiten Hälfte dieses Jahres die Talsohle durchschreiten. Für 2021 sagte der Minister ein Wachstum von 4 bis 5 Prozent voraus.
Die Regierung werde weiterhin gefährdete Gruppen unterstützen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern sowie sich auf große Investitionsprojekte für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren. Als Reaktion auf die durch die Pandemie ausgelöste Rezession habe die Regierung Hilfs- und Konjunkturmaßnahmen in Höhe von etwa 2,2 Billionen Baht oder 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eingeleitet, um den vom Ausbruch betroffenen Haushalten und Unternehmen zu helfen, betonte Predee. Dazu gehörten ein 1,9 Billionen-Baht-Paket, das 1 Billion Baht Kreditaufnahme und 900 Milliarden Baht in Form von zinsgünstigen Darlehen umfasse. Trotz der staatlichen Konjunkturpakete in Rekordhöhe sei die Finanzlage Thailands nach wie vor gesund, so Predee. Die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP liege immer noch unter 60 Prozent. Angesichts der Haushaltsbeschränkungen könne die Regierung bei Bedarf weitere Kredite beantragen. „Es ist wichtig, wirtschaftliche Maßnahmen zu verfolgen, ohne unsere fiskalische Integrität zu opfern.“
Was die wirtschaftliche Situation betrifft ist noch lange kein Ende in Sicht, hier sind die zukünftigen Folgen für die Menschen und Unternehmen kaum absehbar. Die privaten Kredite bei den Geldverleihern sind im Moment gefragt wie nie und bei 20-25% Zins im Monat wohl die Ursache für einige Selbstmorde.
Mit der Situation in DACH nicht zu vergleichen, hier wird auf extrem hohen Niveau gejammert. Für mich nur durch eine komplett verpeilte Wahrnehmung nachvollziehbar.