NAKHON RATCHASIMA: Ein 41-jähriger Deutscher wurde tot in seinem Haus aufgefunden, die Kehle durchtrennt. Zwei Rottweiler bewachten seinen leblosen Körper. Die Polizei ermittelt, ob es sich um Mord oder Suizid handelt.
Am 21. März 2025 gegen 17:20 Uhr entdeckten Beamte in einem einstöckigen Haus nahe Wat Don Chomphu im Unterbezirk Don Chomphu, Distrikt Non Sung, die Leiche eines deutschen Staatsbürgers. Er lag auf dem Rücken in einem grauen Tanktop und Shorts auf dem Bett, das von Blut durchtränkt war. Eine etwa fünf Zentimeter tiefe Schnittwunde zog sich über seinen Hals. Der Raum war durchwühlt; Dokumente und persönliche Gegenstände lagen verstreut auf dem Boden.
Zwei aggressive Rottweiler bewachten den Leichnam und erschwerten den Zutritt der Ermittler. Erst nach Hinzuziehung von Mitarbeitern des Viehzuchtamts des Distrikts Non Sung konnten die Hunde gesichert und der Tatort untersucht werden.
Die Entdeckung erfolgte, nachdem die thailändische Ehefrau des Verstorbenen, die in Prachin Buri arbeitet, besorgt war, da sie keinen Kontakt zu ihm herstellen konnte. Sie bat einen ausländischen Freund ihres Mannes, der im Bezirk Mueang lebt, nach ihm zu sehen. Gemeinsam mit dem Dorfvorsteher und einem Assistenten blickten sie durch ein Fenster und entdeckten die Leiche. Aufgrund der Hunde wagten sie es jedoch nicht, das Haus zu betreten.
Der Verstorbene biss vor kurzem einer Zahnärztin in die Lippe
Der Verstorbene besaß ein legales Jahresvisum für Thailand. Am 18. März 2025 war er auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums im Zentrum von Nakhon Ratchasima festgenommen worden. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor, da er seit November des Vorjahres mehrfach Zahnkliniken überfallen und Zahnärztinnen angegriffen hatte (wir berichteten). Dabei biss er einer Frau in die Lippe und schlug den Kopf einer anderen gegen die Wand. Zudem verschickte er Drohungen online, was in der lokalen Zahnärzteschaft für Angst sorgte.
Nach seiner Festnahme wurde er gegen Kaution freigelassen und kehrte in sein Haus zurück, wo er später tot aufgefunden wurde. Die Polizei untersucht nun, ob es sich um Suizid oder Mord handelt, und wertet Überwachungskameras aus, um Hinweise zu erhalten.
Die Ermittler bestätigten, dass beide Möglichkeiten in Betracht gezogen werden: „Wir behandeln dies sowohl als Suizid als auch als Mord“, erklärte ein Beamter aus Non Sung.
Hintergründe zu den Vorfällen
Der Verstorbene war in der Region als aggressiver Angreifer bekannt. Seine Überfälle auf Zahnärztinnen hatten die Gemeinschaft erschüttert. Die brutalen Angriffe führten zu erhöhter Vorsicht unter den medizinischen Fachkräften in der Gegend. Viele Kliniken verstärkten ihre Sicherheitsmaßnahmen, um ihre Mitarbeiter zu schützen.
Die Polizei von Nakhon Ratchasima arbeitet intensiv daran, die genauen Umstände des Todes zu klären. Neben der Auswertung von Überwachungskameras werden auch Nachbarn und Bekannte des Verstorbenen befragt. Die Behörden hoffen, durch diese Ermittlungen Licht in den mysteriösen Fall zu bringen.
Gewalt gegen medizinisches Personal in Thailand
Gewalt gegen medizinisches Personal ist in Thailand ein ernstzunehmendes Problem. Fälle wie dieser werfen ein Schlaglicht auf die Gefahren, denen Ärzte und Pflegekräfte ausgesetzt sein können. Die thailändische Regierung arbeitet daran, den Schutz von medizinischem Personal zu verbessern und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen in Kliniken zu implementieren.