Der Baht soll Aufschwung der Wirtschaft stützen

Corona-Krise hin oder her: Thai Baht ist weiter im Steigen. Foto: epa/Diego Azubel
Corona-Krise hin oder her: Thai Baht ist weiter im Steigen. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Der weiter schnell steigende Baht wird nur im Einklang mit den regionalen Währungen stärker, versichert die Zentralbank.

Laut Finanzminister Uttama Savanayana muss die Bank von Thailand (BOT) verstehen, dass der Wechselkurs der Währung die wirtschaftliche Erholung unterstützen sollte. „Die Zentralbank weiß, dass sich der Wechselkurs des Baht im Einklang mit dem Wirtschaftsplan des Finanzministeriums und der Regierung für den Aufschwung bewegen sollte und dass sie für die Reichweite der Bewegung des Baht verantwortlich ist", sagte der Minister. Er äußerte sich zum starken Baht, nachdem dieser die 31-Dollar-Marke überschritten hatte.

„Am 11. Juni ist der Baht gegenüber dem US-Dollar seit Ende Mai um 2,71 Prozent gestiegen", erläuterte die stellvertretende BOT-Gouverneurin Chantawan Sutcharitkul und wies darauf hin, dass der Baht nach der indonesischen Rupiah und dem südkoreanischen Won die drittstärkste Währung in der Region ist. Der eigentliche Grund für den Anstieg der asiatischen Währungen gegenüber dem Greenback sei die Schwächung der US-Währung.

Außerdem fließt Kapital nach Thailand zurück, da Investoren, die zuvor Geld für Investitionen im Ausland ausgelagert hatten, es nun wieder zurückbringen, auch ausländische Investoren sind an die Aktien- und thailändischen Anleihenmärkte zurückgekehrt.

Chantawan fügte hinzu, dass Importeure und Exporteure sich bei der Preisfestlegung für ihre Waren und Dienstleistungen nicht nur auf den Dollar verlassen sollten, sondern auch andere Währungen verwenden sollten, insbesondere beim Handel innerhalb der Region.

Die Bemühungen der Regierung, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben im Verhältnis zu den Nachbarländern eine hervorragende Leistung gezeigt, was den Baht ebenfalls in die Höhe getrieben hat. Es wird erwartet, dass die Zentralbank zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Anstiegs des Baht ergreifen und das Finanzministerium zusätzliche Konjunkturpakete auflegen wird.

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Peter Pommes 16.06.20 17:57
Es gibt ja nicht nur Exporte in Thailand, sondern auch jede Menge Importe und Schulden im Ausland. Durch den starken Baht sind diese Produkte und die Altschulden wesentlich günstiger zu bezahlen. Bei einer Aulandsverschuldung von 169,2 Mrd. USD in 2018 (hab 2019 nicht gefunden auf die Schnelle), macht sich ein starker Baht schon mal bemerkbar. Nur mal so als Idee ....
Dieter Kowalski 14.06.20 14:52
Nicht nur dass ein starker Baht Exporte verteuert und für weniger Touristen im Land sorgen wird die dann naturgemäß weniger konsumieren, wird gerne auf die tausenden thailändischen Gastarbeiter im Ausland vergessen. Die schicken ihre hart verdienten Moneten in die Heimat, nur kommt dort immer weniger an. Milchmädchenrechnung besagt weniger Baht = weniger Konsum.
Das gleiche gilt für Expats mit thailändischen Familien und monatlicher Rentenüberweisung sowie alle anderen Ausländer die hier jemanden unterstützen.
Thailand schneidet sich mit einer harten Geldpolitik nur ins eigene Fleisch. Ich hoffe die Zuständigen werden das rasch erkennen und korrigieren.
Rudolf Lippert 13.06.20 18:04
Irgendwie
erinnert mich ein Artikel wie dieser an die Zeit in der wir Ost-Fernsehen empfangen konnten. AK usw. Wir fragten uns damals schon was bedeutet das eigentlich was die sagen? Unsere Verwandten im "Osten" hatten uns dann aufgeklärt wie man sowas überhaupt lesen muss. Im Prinzip lief es darauf hinaus zu lesen was n i c h t drinstand (??) und zwischen den Zeilen (??) lesen zu lernen. Aber der Ratschlag half. So ähnlich geht es mir mit Meldungen dieser Art. Ich halte es dann aber lieber im Sinne von Werner Heisenberg (dt. Physiker 1901-1976). Kollegen besuchten ihn einmal bei ihm zuhause. Über seiner Eingangstür befand sich ein Hufeisen... Einer der anderen Physiker meinte... aber Herr Kollege...??? Er antwortete: ach, wissen Sie, ich halte es nach dem Motto: Wenn es auch nicht hilft, so hat es doch wenigstens auch nicht geschadet.
Ingo Kerp 13.06.20 13:22
Der starke Baht-Kurs wird die wirtschaftl. Erholung unterstützen. Man muß nur daran glauben, dann funktioniert es sicher.

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