BANGKOK: Ein neues Gesetz, das die chemische Kastration von Sexualstraftätern erlaubt, wird am 25. Januar 2023 in Kraft treten.
Das Gesetz, das die Wiederholung von Vergewaltigungen und Sexualstraftaten gegen Minderjährige verhindern soll, erlaubt „medizinische Maßnahmen“, die die Injektion von hormonblockierenden Medikamenten zur Reduzierung des Sexualtriebs umfassen.
Dem Gesetz zufolge können verurteilte Sexualstraftäter eine solche Injektion als Gegenleistung für eine geringere Strafe oder eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis wählen.
Das Gesetz wurde am Dienstag in der „Royal Gazette“ veröffentlicht und wird in 90 Tagen in Kraft treten. Nach Angaben des Justizministeriums begehen mehr als 50 Prozent der wegen schwerer Verbrechen Verurteilten innerhalb von drei Jahren nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis dieselben Straftaten.
Mindestens drei Länder – Indonesien, die Tschechische Republik und die Ukraine – haben laut der thailändischen Tageszeitung „The Nation“ Kastrationsgesetze zur Bestrafung von Vergewaltigern erlassen, die entweder eine chirurgische oder chemische Kastration vorsehen.
Sexualtaten werden damit schon verhindert. Untersuchungen haben gezeigt, das es nur eine Rückfallquote von ca. 4 % gab.