260 Callcenter-Opfer nach Thailand gebracht

Foto: The Nation
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TAK: Am Mittwochnachmittag (12. Februar 2025) hat Myanmar 260 Opfer von Callcenter-Banden, die aus den Grenzstädten KK Park und Shwe Kokko gerettet wurden, zur Abschiebung nach Thailand überstellt. Die betroffenen Personen sollen nach einer Untersuchung mit Unterstützung der Botschaften in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.

Zunächst hatte der stellvertretende Premierminister und Verteidigungsminister Thailands, Phumtham Wechayachai, angekündigt, dass Myanmar 53 Opfer zurückschicken würde. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums stellte jedoch später klar, dass die Gesamtzahl der aus den betroffenen Gebieten geretteten Opfer auf 261 gestiegen sei.

Gegen 15.00 Uhr wurden sie über den Grenzübergang Phop Phra in der Provinz Tak nach Thailand gebracht. Um 16.00 Uhr übergab die Goltooboh-Truppe der Demokratischen Karen-Buddhistischen Armee (DKBA) 260 ausländische Opfer von Menschenhandel, die in Myanmar zur Arbeit gezwungen worden waren, an thailändische Sicherheitskräfte in Ban Chong Khae, Bezirk Phop Phra.

Die Rajmanu Special Task Force nahm die Opfer zusammen mit Militärpersonal, neun Lastwagen, der Grenzpolizei (Border Patrol Police, BPP), lokalen Regierungsbeamten und der Polizei von Phop Phra in Empfang und brachte sie zur Kontrollstelle der BPP-Kompanie 346.

Dort werden die Opfer einer eingehenden Überprüfung gemäß dem National Referral Mechanism (NRM)-Verfahren unterzogen, das speziell zur Betreuung und Unterstützung von Opfern des Menschenhandels entwickelt wurde. Das thailändische Außenministerium koordiniert mit den Botschaften der jeweiligen Heimatländer die erforderlichen Dokumente, um eine möglichst schnelle Rückführung zu gewährleisten.

Phumtham betonte, dass Thailand keine Unterkünfte oder Flüchtlingszentren für diese Personen bereitstellen werde, da dies ein Sicherheitsrisiko darstelle und die Gefahr einer erneuten Einbindung in Menschenhandelsnetzwerke erhöhen könnte. Die Regierung hat strenge Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel eingeführt, die eine umfassende Prüfung des Hintergrunds jedes Opfers vor der Rückführung beinhalten, um eine mögliche Beteiligung an kriminellen Netzwerken auszuschließen.

Dieser Schritt folgt auf die Entscheidung Thailands, die Strom- und Ölversorgung für mehrere Grenzstädte Myanmars einzuschränken, um das Nachbarland zu verstärkten Maßnahmen gegen Callcenter-Banden zu bewegen. Phumtham erklärte, dass Myanmar nachweisen müsse, dass es Betrugsnetzwerke in fünf Grenzstädten effektiv bekämpft habe, bevor Thailand eine Lockerung dieser Sanktionen in Erwägung ziehe.

Zudem betonte er, dass Thailand die Sanktionen nicht aufheben werde, nur weil Myanmar mit einem Boykott thailändischer Waren gedroht habe. Ein solcher Boykott würde vorrangig den Menschen in Myanmar schaden, nicht jedoch Thailand.

Phumtham stellte klar, dass Thailand die Opfer nur dann aufnehme, wenn deren Botschaften garantierten, dass ihre Herkunftsländer sie zurücknehmen würden. Ohne diese Zusicherungen werde Thailand Myanmar nicht gestatten, weitere Personen zu überstellen.

Die thailändischen Sicherheitskräfte haben zudem die Grenzkontrollen verschärft, um einen unkontrollierten Zustrom von Opfern des Menschenhandels zu verhindern. Eine enge Abstimmung zwischen Thailand, Myanmar und den jeweiligen Herkunftsländern der Opfer sei erforderlich, bevor weitere Überstellungen erfolgen könnten.

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