LIMA: In der ersten Runde dürfte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erringen. Die zwei stärkten Bewerber treffen im Juni in einer Stichwahl aufeinander.
Die Präsidentenwahl in Peru dürfte in eine zweite Runde gehen. Nach der Auszählung von gut der Hälfte der Stimmen zeichnete sich ab, dass keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen wird. Die rechtskonservative Bewerberin Keiko Fujimori lag mit knapp 17 Prozent vorn, gefolgt von dem ultrakonservativen Ex-Bürgermeister der Hauptstadt Lima, Rafael López Aliaga, mit fast 15 Prozent.
Insgesamt hatten sich 35 Kandidaten um das höchste Staatsamt in dem südamerikanischen Land beworben. Die zwei stärksten Bewerber aus der ersten Runde treffen am 7. Juni in einer Stichwahl aufeinander.
Probleme bei Auslieferung der Wahlunterlagen
Wegen Problemen bei der Auslieferung der Wahlunterlagen wurde die Abstimmung am Montag fortgesetzt. Am eigentlichen Wahltag am Sonntag konnten in der Hauptstadt Lima 15 Wahllokale nicht öffnen, da keine Wahlzettel geliefert wurden. Davon waren gut 50.000 Wähler betroffen, die nun am Montag noch wählen konnten. Auch in zwei Konsulaten in den USA gab es Probleme bei der Stimmabgabe der Auslandsperuaner.
Die politische Lage in Peru ist äußert instabil und von einem ständigen Konflikt zwischen dem Parlament und der Regierung geprägt. Der derzeit amtierende Präsident José María Balcázar hat die Amtsgeschäfte erst Mitte Februar übernommen und ist bereits der achte Staatschef in knapp zehn Jahren. Der letzte peruanische Präsident, der seine fünfjährige Amtszeit beendet hat, war Ollanta Humala, der von 2011 bis 2016 regierte.