Zwei tote Wildelefanten entdeckt

Behörden untersuchen Stromschlag und Schussverletzungen

Beamte des Wildschutzgebiets Salak Phra und Veterinärteams untersuchten den Kadaver des männlichen Wildelefanten nahe der Grenze zum Schutzwald in Kanchanaburi. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Beamte des Wildschutzgebiets Salak Phra und Veterinärteams untersuchten den Kadaver des männlichen Wildelefanten nahe der Grenze zum Schutzwald in Kanchanaburi. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

CHATHABURI/KANCHANABURI: Zwei tote Wildelefanten in West- und Ostthailand haben erneut die zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren in der Nähe geschützter Waldgebiete verdeutlicht. Die Tiere kamen in getrennten Vorfällen in den Provinzen Kanchanaburi und Chanthaburi ums Leben.

Im Westen des Landes starb ein männlicher Wildelefant im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren durch einen Stromschlag nahe dem Wildschutzgebiet Salak Phra im Bezirk Mueang der Provinz Kanchanaburi. Mitarbeiter des Schutzgebiets fanden den Kadaver am späten Sonntagabend (24. Mai 2026) in der Nähe des Waldrandes bei Ban Tha Manao.

Stoßzähne sichergestellt und geprüft

Tierärzte und Naturschutzbeamte führten am Montag (25. Mai 2026) eine Obduktion durch. Die beiden Stoßzähne mit einer Länge von jeweils rund einem Meter wurden zur sicheren Verwahrung entfernt. Zudem entnahmen die Behörden Gewebeproben, um die genaue Todesursache zu bestätigen.

Der tote Wildelefant wurde nahe umgestürzter Strommasten und beschädigter Leitungen am Waldrand in der Provinz Kanchanaburi entdeckt. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Der tote Wildelefant wurde nahe umgestürzter Strommasten und beschädigter Leitungen am Waldrand in der Provinz Kanchanaburi entdeckt. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Nach bisherigen Ermittlungen war der Elefant vermutlich von stärkeren Rivalen aus seiner Herde verdrängt worden und außerhalb des Schutzwaldes auf Nahrungssuche gegangen. Beamte fanden Hinweise darauf, dass das Tier Strommasten umgedrückt und anschließend stromführende Leitungen mit dem Rüssel beziehungsweise Maul erfasst hatte. Dabei erlitt der Elefant einen tödlichen Stromschlag. Der Kadaver wurde später vergraben.

Toter Elefant bei Obstplantage gefunden

In Ostthailand wurde ein weiterer männlicher Elefant tot nahe einem Teich hinter einer Obstplantage im Bezirk Khlong Phlu des Nationalparks Khao Khitchakut in der Provinz Chanthaburi entdeckt. Das Tier war unter dem Namen „Plai Kor Kaew“ bekannt.

Nach Abschluss der Untersuchungen wurde der Kadaver des durch Stromschlag verendeten Elefanten nach behördlichen Vorgaben vergraben. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Nach Abschluss der Untersuchungen wurde der Kadaver des durch Stromschlag verendeten Elefanten nach behördlichen Vorgaben vergraben. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Nationalparkleiter Chawin Pinkaew erklärte am Dienstag (26. Mai 2026), dass Parkbeamte, Polizeiermittler und Veterinärteams den Kadaver am Montag untersucht hätten, nachdem Dorfbewohner den Fund gemeldet hatten. Dabei wurden mindestens sechs Verletzungen festgestellt, die Schusswunden ähneln. Diese befanden sich an den Ohren, der Brust, dem Bauch sowie an einem Vorderbein des etwa 30 Jahre alten Elefanten.

Schrumpfende Wälder verschärfen Konflikte

Nach Angaben der Behörden galt das Tier wegen seines einzelgängerischen Verhaltens seit längerer Zeit als gefürchtet unter Anwohnern. Wildtierexperten warnten, dass die beiden Todesfälle den zunehmenden Druck auf Elefantenpopulationen widerspiegelten. Durch schrumpfende Nahrungsquellen würden die Tiere immer häufiger in landwirtschaftliche Gebiete gedrängt, was Konflikte mit Anwohnern verschärfe.

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