Zauberhöhle der Piraten auf Koh Muk

‚Morakot Cave‘ im Indischen Ozean bei Trang – 80 Meter unter dem Felsgewölbe durchschwimmen

Nach 80 Metern Schwimmen durch die Finsternis - eine Pause am Strand inmitten des Berges von Koh Muk: Fühlen wie im Kinohit ‚The Beach‘. In der Hochsaison sollte man wegen des Riesenandrangs vor 10 Uhr kommen.
Nach 80 Metern Schwimmen durch die Finsternis - eine Pause am Strand inmitten des Berges von Koh Muk: Fühlen wie im Kinohit ‚The Beach‘. In der Hochsaison sollte man wegen des Riesenandrangs vor 10 Uhr kommen.
Blick aus der Fledermaushöhle auf das grün schimmernde Lagunenwasser und den weißen Strand.
Blick aus der Fledermaushöhle auf das grün schimmernde Lagunenwasser und den weißen Strand.

Wer dem Trubel von Phuket und Krabi entgehen möchte und ein ungestörtes Bad im Indischen Ozean liebt, der sollte sich die Inseln in der südthailändischen Provinz Trang vormerken. Ein Juwel ist dabei Koh Muk mit der sagenumwobenen Räuberhöhle ‚Morakot‘. Dort sollen bereits im Mittelalter finstere Gestalten Unterschlupf gesucht haben.

Südlich von Koh Lanta liegen die verträumten Inseln Koh Ngai, Koh Muk, Koh Kradan und Koh Libong – sie alle haben eines gemeinsam: feinste weiße Sandstrände und ein smaragdgrün schillerndes Meer. Von Koh Lanta aus oder der 65 Kilometer östlich gelegenen Provinzhauptstadt Trang auf dem Festland sind Ausflüge leicht zu buchen.

Mit dem Longtail oder einem Privatboot

Auch auf eigene Faust lassen sich die Inseln mit Organisationsgeschick bereisen. Am Pak Meng Strand und Pier, 40 Kilometer westlich von Trang in der Gemeinde Sikao, bieten Longtailboote ihre Dienste an. Für einen ganzen Tag lässt sich für 3.000 Baht sogar ein eigenes Boot mieten, darin inbegriffen sind die Eintrittspreise für den Haad Chao Mai National Park.

Auf der kleinen Insel Koh Muk gibt es mehrere Hotels, und auch eine längere Verweildauer lohnt sich. Berühmt ist sie wegen ihrer Lagunen-Höhle Morakot. Der Eingang im Westen der Insel ist kaum zu sehen. Unter den spitzen Kalksteinfelsen können Besucher in den Berg hineinschwimmen - 80 Meter in die Finsternis hinein und mit Fledermaus-Urin ‚aromatisiert‘ – bis dann die grün schillernde Lagune mit ihrem weißen Strand aufblitzt.

Die spitzen Kalksteinfelsen vor Koh Muk bieten eine spektakuläre Kulisse.
Die spitzen Kalksteinfelsen vor Koh Muk bieten eine spektakuläre Kulisse.

In der Hauptsaison empfiehlt es sich, am frühen Morgen oder nach 16 Uhr vor der Morakot Cave anzulegen. Wer auf Koh Muk Quartier gemacht hat, kann sich mit etwas Muskelschmalz auch mit einem Mietkajak auf den Weg machen. Wenn sich noch keine Touristenmassen wie schwimmende Menschen-Züge in die Höhle hineinwinden, dann verdient diese das Prädikat Weltklasse!

Inspiration für Kinohit ‚The Beach‘

Was die wenigsten wissen: Als Alex Garland 1996 sein Buch ‚The Beach‘ schrieb, ließ er sich auch von der Morakot- Höhle inspirieren. Die Verfilmung des Romans durch Danny Boyle fand vier Jahre später in der Maya Bay auf Koh Phi Phi statt, dennoch darf die Smaragd-Lagune von Koh Muk für sich eine Schauplatz-Nebenrolle reklamieren. Leonardo Di Caprio ist hier bei einer Drehpause höchstpersönlich an den Strand geschwommen.

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