Zahl der Toten nach schwerem Erdbeben auf Lombok erreicht 392

Foto: epa/Adi Weda
Foto: epa/Adi Weda

JAKARTA (dpa) - Bei dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok vor einer Woche sind jüngsten Angaben zufolge 392 Menschen getötet worden.

Die Zahl werde aber wahrscheinlich weiter steigen, da Rettungskräfte ihre Suche nach Verschütteten fortsetzten, sagte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Sonntag. Knapp 400.000 Einwohner hätten ihre Häuser verlassen müssen und seien nun in Notunterkünften untergebracht, teilte Sutopo Nugroho weiter mit. Eine Serie von Nachbeben erschwerte die Suche nach Überlebenden.

Das Erdbeben der Stärke 6,9 hatte am Sonntag vor einer Woche die kleinere Nachbarinsel von Bali erschüttert und vor allem die Region Nord-Lombok getroffen. Zehntausende Gebäude wurden nach Angaben der Behörden zerstört, darunter mindestens 67.000 Wohnhäuser, 606 Schulen, drei Krankenhäuser, 65 Moscheen und sechs Brücken. Wenige Tage zuvor waren bei einem Beben auf der Insel bereits 20 Menschen getötet worden. Auch ein schwereres Nachbeben am vergangenen Donnerstag kostete mindestens drei Menschen das Leben.

Rettungskräfte und Hilfsgüter für die Vertriebenen kämen zwar auf der Insel an, sagte Nugroho weiter. Doch gebe es nur wenige Fahrzeuge, um die Hilfe schnell verteilen zu können. Am Samstag hatte er gesagt, es fehle an Zelten, Essen, Decken und anderem für die Überlebenden.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus. Lombok galt lange Zeit als Geheimtipp für Leute, denen Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

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