Vier Dugongs vor Libong gesichtet

Ein Tier mit Seil an den Flossen wird eng überwacht

Drohnenaufnahme zeigt einen Dugong vor Koh Libong bei der Nahrungssuche in ruhigem Küstengewässer. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Drohnenaufnahme zeigt einen Dugong vor Koh Libong bei der Nahrungssuche in ruhigem Küstengewässer. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

TRANG: Vier Dugongs sind bei einer Drohnen-Erhebung vor Koh Libong in der Provinz Trang in gutem Zustand entdeckt worden. Sorge bereitet jedoch ein Tier, bei dem sich ein Seil um beide Flossen gewickelt hat, weshalb Behörden und Tierärzte die Situation nun eng überwachen.

Nach Angaben des Marine-Nationalpark-Forschungs- und Studienzentrums 3 (Trang) wurden die Tiere im Bereich Hua Laem innerhalb des Jagdschutzgebiets der Libong-Inselgruppe gesichtet. Die Untersuchung erfolgte am Sonntag (15. Februar 2026) mithilfe von Drohnen, die während der Flut eingesetzt wurden, um Verhalten und Gesundheitszustand der Meeressäuger zu dokumentieren. Insgesamt wurden vier Dugongs beobachtet, die ein natürliches Verhalten zeigten, darunter Nahrungssuche und Auftauchen zum Atmen.

Dugongs laut Behörden in gutem Zustand

Die Auswertung ergab einen Body Condition Score von 3 von 5 Punkten sowie eine durchschnittliche Atemfrequenz von drei bis vier Atemzügen pro fünf Minuten. Nach Einschätzung der Behörden liegen diese Werte im Normalbereich. Die Beobachtungen fanden bei ruhiger See und klarem Wetter statt, was eine gute Beurteilung der Tiere ermöglichte.

Bei einem Dugong wurden Seilreste an der Flosse entdeckt, die von den Behörden eng überwacht werden. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Bei einem Dugong wurden Seilreste an der Flosse entdeckt, die von den Behörden eng überwacht werden. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Besondere Aufmerksamkeit gilt jedoch einem Dugong, bei dem sich Seilreste an beiden Flossen verfangen haben. Erste Beobachtungen zeigen, dass das Tier weiterhin schwimmen und Seegras aufnehmen kann. Während der Ebbe zieht es sich nach Angaben der Einsatzkräfte instinktiv in tiefere Wasserbereiche zurück, um dort nach Nahrung zu suchen. Dennoch wird der Zustand als überwachungsbedürftig eingestuft.

Behörden ordnen engmaschige Kontrollen an

Jinda Srisupphattaphong vom Department of National Parks erklärte, dass die Behörden das Forschungszentrum angewiesen hätten, gemeinsam mit Veterinärteams des Department of Marine and Coastal Resources sowie mit lokalen Einsatzkräften eine engmaschige Kontrolle sicherzustellen. Ziel sei es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen vorzubereiten, falls das Seil zu Verletzungen führen oder die Lebensfähigkeit des Tieres beeinträchtigen sollte.

Einsatzkräfte verfolgen die Tiere mithilfe moderner Drohnentechnik und werten die Aufnahmen direkt aus. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Einsatzkräfte verfolgen die Tiere mithilfe moderner Drohnentechnik und werten die Aufnahmen direkt aus. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

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