Vattenfall wegen größerer Abschreibungen mit Verlust

Geschäftsführer des schwedischen multinationalen Energiekonzerns Vattenfalls. Foto: epa/Janerik Henriksson
Geschäftsführer des schwedischen multinationalen Energiekonzerns Vattenfalls. Foto: epa/Janerik Henriksson

STOCKHOLM: Größere Abschreibungen haben auf das Halbjahresergebnis des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall gedrückt. Während das bereinigte Ergebnis der ersten sechs Monate des Jahres bei recht stabilen 12,98 Milliarden schwedischen Kronen (rund 1,27 Mrd Euro) lag, stand unter dem Strich ein Verlust von 1,59 Milliarden Kronen zu Buche, wie der in Solna bei Stockholm ansässige Konzern am Dienstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte Vattenfall noch einen Gewinn von 7,67 Milliarden Kronen eingestrichen. Der Nettoumsatz sank um sechs Prozent auf 79,44 Milliarden Kronen.

Zugleich teilte Vattenfall mit, dass sich Konzernchef Magnus Hall entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen. Es handele sich um eine persönliche Entscheidung nach sechs intensiven Jahren bei Vattenfall, sagte Hall der Deutschen Presse-Agentur.

Im Halbjahresbericht betonte Hall, dass die Kunden trotz der Coronavirus-Pandemie ohne größere Störungen mit Strom, Gas und Wärme versorgt werden konnten. Das Halbjahresergebnis sei relativ stabil, wurde aber im zweiten Quartal unter anderem von niedrigen Strompreisen gedrückt. Gleichzeitig erlebe Vattenfall angespannte Marktbedingungen, besonders beim Strom aus fossilen Brennträgern. Dies komme nicht überraschend, resultiere aber in größeren Wertminderungen, darunter beim Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg.

Der in Deutschland verabschiedete Kohleausstieg gehe einher mit Vattenfalls Strategie, sich von fossilen Brennträgern zu verabschieden. Eine natürliche Folge davon sei, dass der Wert von fossilen Kraftwerken sinke.

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