USA billigen Waffenlieferung

Taiwanische Soldaten beobachten den Abschuss einer Rakete aus einem HIMARS-Raketensystem während einer Militärübung. Foto: epa/Ritchie B. Tongo
Taiwanische Soldaten beobachten den Abschuss einer Rakete aus einem HIMARS-Raketensystem während einer Militärübung. Foto: epa/Ritchie B. Tongo

WASHINGTON/TAIPEH: Das von Washington genehmigte Waffen-Geschäft für Taiwan hat ein Volumen von 11,1 Milliarden US-Dollar. China reagiert empört.

Die USA haben eines der größten Waffenpakete für Taiwan genehmigt. Das umfangreiche US-Rüstungsgeschäft mit dem ostasiatischen Inselstaat, der von China zunehmend militärisch unter Druck gesetzt wird, hat ein Volumen von 11,1 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 9,5 Milliarden Euro).

Nach einer US-Pressemitteilung umfasst das Paket unter anderem Raketen- und Artilleriesysteme, Panzerabwehrwaffen, Drohnen sowie weitere militärische Ausrüstung und Unterstützungsleistungen. Der US-Kongress sei vorschriftsgemäß informiert worden.

Laut Mitteilung dienten die Rüstungslieferungen den nationalen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen der USA und unterstützten Taiwans Bemühungen, seine Streitkräfte zu modernisieren und eine glaubwürdige Verteidigungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

China warnt vor Folgen - Dank aus Taiwan

Taiwans Präsidialamt dankte den USA für die Unterstützung. Man werde die eigene Verteidigungsfähigkeit weiter ausbauen, hieß es.

Peking reagierte indes scharf. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, der geplante Waffenverkauf verstoße schwerwiegend gegen das Ein-China-Prinzip und untergrabe Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße. China forderte Washington auf, die Waffenlieferungen unverzüglich zu stoppen und kündigte entschlossene Gegenmaßnahmen an. China zählt den seit Jahrzehnten demokratisch regierten Inselstaat zu seinem Staatsgebiet und will Taiwan an sich binden - falls nötig auch mit militärischen Mitteln.

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