Ukrainer auf der Flucht nach 300-Millionen-Betrug

Foto: Thaivisa
Foto: Thaivisa

PATTAYA: Ein ukrainischer Immobilienmakler ist auf der Flucht und soll nach einem Bericht von „Thaivisa“ in Pattaya den größten Immobilienbetrug aller Zeiten begangen haben.

Der Geschäftsmann mit ukrainischen und kanadischen Pässen lebte seit fast einem Jahrzehnt in Pattaya und leitete eine Immobilienagentur. Ihm wird vorgeworfen, Zahlungen für Eigentumswohnungen entgegengenommen zu haben, die nicht existierten oder bereits verkauft worden waren. Kunden und Investoren sagen, sie fanden den Ukrainer sympathisch, freundlich und vor allem vertrauenswürdig. Bis sie herausfanden, dass sie Opfer eines Betrugs in der Größenordnung von 300 Millionen Baht geworden waren. Nach der Überweisung von Geldern erhielten die Investoren Chanots (Eigentumsurkunden) für ihre Eigentumswohnungen, um später festzustellen, dass die Dokumente gefälscht waren. Andere überwiesen Geld und erfuhren, dass mehrere Personen dieselbe Wohnung gekauft hatten.

Ein Betrogener sagte laut „Thaivisa“ aus, er habe 5 Millionen Baht an den Makler überwiesen, der ihm im Gegenzug einen unterschriebenen Kaufvertrag und die Schlüssel für sein zweites Zuhause in der Sonne gab. Der Mann kaufte Möbel, bevor er in sein Heimatland zurückkehrte. Bei seiner Rückkehr im Laufe des Jahres versicherte der Ukrainer dem Kunden, er werde die Eigentumsurkunden für das Anwesen erhalten, wenn er Pattaya das nächste Mal besuche.

Als er sechs Monate später nach Pattaya zurückkehrte, stellte er fest, dass in seiner Wohnung ein Fremder wohnte und er nicht der rechtmäßige Eigentümer war. Bis heute hat der Mann weder die Wohnung noch die 5 Millionen Baht erhalten.

Nicht nur Kunden und Investoren, auch die Mitarbeiter der Agentur wurden betrogen. Vor der Flucht soll der Ukrainer alle Konten des Unternehmens bis zum letzten Baht geplündert haben, einschließlich Mieteinlagen von Kunden und Gehältern der Mitarbeiter. Die russische Nachrichtenseite Novostivl berichtet, der Makler habe Thailand über den Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi mit dem Ziel Hongkong verlassen.

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Herbert (Deutschland) 16.03.20 11:46
Warum verpixtelt?
Sonst werden doch in Thailand die anderen Personen auch nicht verpixtelt!
Rüdiger 10.03.20 02:06
Herr Harms
es geht nicht nur um Deutsche. Gut informierte Deutsche wissen der Liste. Wie sieht es bei den anderen Botschaften aus? Haben die auch Listen? Es gibt auch gute Quellen über rechtschaffende Immo.makler. Aber manche Kunden und Investoren sind halt gierig, geizig, habens eilig usw. und gehen blauäugig durch die Welt.
TheO Swisshai 08.03.20 05:11
@Hardy Kromarek Thanathorn / Normales Leben ?
Das bezweifle ich, der Herr wird den Rest des Lebens Angst haben müssen wenn er ausser Haus geht. Er könnte ja jederzeit Gefahr laufen, auf einen ehemaligen Kunden oder Angestellten zutreffen. Es sind schon Leute wegen weniger Geld gestorben. Das gleiche gilt für seine Frau und Kinder. Ich jedenfalls, möchte nicht in seiner Haut stecken, auch für 10 Millionen $ nicht !
Hardy Kromarek Thanathorn 07.03.20 19:22
Herr Johann Mueller @.............................
wir sprechen hier von ca. 9 Millionen Euro!!! Das ist wohl nicht wenig Geld! Da kann aber Mr. Carlos Ghosn nur darüber lachen! Für die Kaffeekasse reicht es wohl, aber für mehr nicht!!! Das Schmunzeln meiner Seits, über Ihren Kommentar, kann Ich ebenfalls von mir an Sie zurück geben. Wenn der gute Mann schlau ist, bringt Er das Geld in Sicherheit! Stellt sich dann den kanadischen Behörden. Nimmt sich einen guten Anwalt-der macht einen Deal mit der Staatsanwaltschaft und in 3-4 Jahren ist Er wieder aus dem Gefängnis und hat bei einem normalen Leben, bis ans Ende seiner Tage, keine Geldsorgen mehr! Denn nach seiner Entlassung, interessiert es keinen mehr wo das Geld ist, da die Taten in Thailand passiert sind und es alles normale Bürger waren, wo ER geschickt durch diese Dummheit abgezockt hat!
Martin Kaiser 06.03.20 22:03
Internationaler Haftbefehl
Hier stellt sich die Frage, wie lange es noch dauert, bis ein internationaler Haftbefehl ausgestellt wird. Wenn der Täter in der Ukraine oder in Canada ist, gehe ich davon aus, dass er nicht an Thailand ausgeliefert wird.
Ob dann die Ukraine den Täter vor Gericht stellt, wage ich zu bezweifeln.
Rüdiger 06.03.20 18:12
Danke Herr Kerp!
Für ihre detailierte Ausführung. Dies funktioniert aber nur wenn alle Parteien auf der ehrlichen Seite stehen. Was aber wenn wie oben beschrieben der Verkäufer (Immo.-makler) ein schwarzes Schaf ist? Und/oder der Anwalt dazu gehört? Der ausländische Käufer/Investor kann nicht alles wissen und verstehen im Bürokratiedschungel. Dann ist da meist auch noch die Sprachhürde. Es sind nicht alle schwarze Schafe, aber die bösen Buben wissen schon genau wo sie anpacken müssen.
Hardy Kromarek Thanathorn 06.03.20 15:26
Clever gemacht.............
aber der gute Mann, hat keine Chance, wenn die Behörden ernst machen! Internationaler Haftbefehl, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Sie Ihn haben! Denke mal, das ER das Geld in Sicherheit bringen will und dann für Ihn wohl am besten nach Kanada! Im Gefängniss seine Strafe absitzen, wird wohl am besten in Kanada sein!? Ukraine und Thailand wohl eher nicht! Die Menschen sind selber schuld, die Ihr Geld so leichtsinnig her geben! Die Ausführungen von Herrn Kerp sind voll kommen richtig. Hin zu kommt noch, das man beim zuständigen Landamt, auch dieses so vereinbaren kann, das man Zug um Zug ( mit bringen des Geldes in bar beim Landamt ) Verkäufer unterschreibt alle Übertragungsdokumente und bekommt dann sein Geld in bar! Insoweit ist dann der Verkäufer und der Käufer auf der sicheren Seite!
Jürgen Franke 06.03.20 13:46
Herr Kerp, ich bin immer wieder erstaunt,
was Sie so alles wissen. Danke für die Information.
Ingo Kerp 06.03.20 13:06
Bei einem Anwalt wird ein Kaufvertrag unterzeichnet. Der Anwalt erhält treuhänderisch die Kaufsumme und wenn das Chanot vom Land Office den neuen Eigentümer eingetragen hat, wird dem Verkäufer das Geld gegen Chanot übergeben. Der Verkäufer kann, gegen Übergbe des Chanot an den Anwalt das Geld auch sofort in Empfang nehmen, wenn der Anwalt für den Käufer die notwendige Umtragung im Chanot vom Land Office vornehmen läßt. Alles andere ist mit großem Risiko behaftet.
Juergen Bongard 06.03.20 13:03
Der Mann muss schon
sehr clever sein, dass er soviele Leute um eine gewaltige Summer betruegen konnte. Er hat mehrere Paesse wie es im Artikel steht und sicher auch einige gefaelschte mehr. Dies alles war sehr lange und gut vorbereitet und ich glaube eher, den finden sie nie.

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