Ukrainekrieg: Meldungen am Samstag

Foto: epa/dpa Fotomontage
Foto: epa/dpa Fotomontage

Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew

KIEW: Immer wieder gerät im russischen Angriffskrieg die ukrainische Hauptstadt unter Beschuss. Auch in dieser Nacht gibt es Verletzte.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens zehn Menschen wurden bei den Angriffen verletzt. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte der Katastrophenschutz mit.

Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.


Ukraine beschießt 21 russische Öltanker

KIEW: Die Ukraine antwortet auf russischen Raketenbeschuss mit Drohnenattacken auf Moskaus Tanker im Asowschen Meer. Die Taktik soll die Versorgung russischer Besatzungstruppen weiter erschweren.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht weitere 21 russische Öltanker im Asowschen Meer mit Drohnen attackiert. Neben den Tankern hätten die Drohnen auch vier Schlepper, zwei Trockenfrachter und einen Schwimmbagger getroffen, teilte der Generalstab in Kiew bei Telegram mit. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft, heißt es. Es wäre die zahlenmäßige größte Attacke einer schon seit Tagen laufenden Angriffswelle.

Russland hatte zuvor deutlich geringere Angaben zu dem Beschuss gemacht. So schrieb der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, in der Nacht seien vier Schiffe auf See angegriffen worden. «Ein Mensch wurde getötet, der Matrose auf einem technischen Schiff», teilte er auf Telegram mit. Seinen Angaben nach sind die Schäden an Bord - unter anderem bei einem Tanker, der hochentzündliches Methanol geladen habe - gering. Es bestehe keine Gefahr, dass die Fracht auslaufe.

Unabhängig lassen sich die Angaben beider Kriegsparteien nicht überprüfen.

Schon in den vergangenen Tagen hatte die Ukraine immer wieder Schiffe auf dem Asowschen Meer, aber auch Umschlagkapazitäten an Land wie den Hafen in Taganrog angegriffen. Kiew zielt eigenen Angaben nach darauf, die Treibstoffversorgung der im Süden und Osten der Ukraine stationierten russischen Truppen und den lukrativen russischen Ölexport zu unterbinden.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.