Deutschland will Luftverteidigungssystem mit Ukraine bauen
BRÜSSEL: Die Bundesregierung baut gemeinsame Rüstungsprojekte mit der Ukraine aus. Dabei will sich Deutschland Innovationen und Erfahrungen des Landes zunutze machen.
Deutschland und die Ukraine haben den Grundstein für die gemeinsame Entwicklung eines Luftverteidigungssystems gegen ballistische Raketen gelegt. Dazu sei eine Übereinkunft unterzeichnet worden, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SDP) in Brüssel, wo sich die Nato-Verteidigungsminister und die sogenannte Ukraine-Kontaktgruppe trafen.
«Mehrere deutsche Unternehmen sind an diesem Projekt interessiert. Es kann ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit in Europa und der Ukraine sein», sagte Pistorius und verwies auf Innovationen und Erfahrungen der Ukraine. «Unsere Partnerschaft ist keine Einbahnstraße und das schon seit längerer Zeit nicht mehr», sagte er.
Die Unterstützer der Ukraine mobilisierten in Brüssel weitere Militärhilfe für das Land über das Purl-Programm, mit dem Waffen in den USA gekauft werden. Der neue britische Verteidigungsminister Dan Jarvis sagte dazu, nötig seien mehrere Milliarden US-Dollar für Vorhaben, 200.000 Granaten, 100 Patriot-Lenkflugkörper, Drohnen und weitere Waffen zu beschaffen. Pistorius sagte, Deutschland werde sich mit 400 Millionen US-Dollar (knapp 350 Millionen Euro) beteiligen.