Ukrainekrieg: Meldungen am Samstag

Foto: epa/Fotomontage
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«The Times»: Russland nutzt Mangel der Ukraine an Patriot-Raketen

LONDON: Zum Ukraine-Krieg heißt es am Samstag in der britischen Zeitung «The Times»:

«Russlands Versuch, die Ukraine als unabhängigen Staat zu zerstören, dauert nun schon fünf Monate länger, als die Sowjetunion gebraucht hat, um die einfallenden Nazi-Truppen zu vertreiben und sie bis nach Berlin zu verfolgen. Demgegenüber ist es der russischen Armee bislang nicht gelungen, Druschkiwka einzunehmen, eine Stadt im Osten der Ukraine, die nur 40 Meilen (rund 65 Kilometer) von der Stadt Donezk entfernt liegt, die seit 2014 von Moskau kontrolliert wird.

Wenn der russische Präsident Wladimir Putin sein Ziel erreichen will, die gesamte ukrainische Donbass-Region zu erobern, muss er möglicherweise eine weitere landesweite Mobilmachung ausrufen - eine Entscheidung, die für ihn mit erheblichen Risiken verbunden wäre. Die einzige bisherige Mobilmachung im September 2022 veranlasste Hunderttausende Männer im wehrfähigen Alter dazu, aus dem Land zu fliehen, um nicht an die Fronten in der Ukraine geschickt zu werden.

Allerdings läuft längst nicht alles nach Kiews Vorstellungen. Russland nutzt den Mangel der Ukraine an in den USA hergestellten Patriot-Abfangraketen - ihrer besten Verteidigung gegen ballistische Angriffe -, um die Bombardements auf Kiew und andere Städte zu verstärken. Drohnen und Roboterwaffen erweisen sich als unverzichtbar, um Putins Truppen aufzuhalten, doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor einem gravierenden Personalmangel. Die ukrainischen Truppen, von denen einige seit 2022 an der Front stehen, sind erschöpft.»

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