Ukrainekrieg: Meldungen am Freitag

Foto: epa/Fotomontage
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Ukrainische Luftwaffe warnt vor russischem Oreschnik-Einsatz

KIEW: Die ukrainische Luftwaffe warnt vor einem möglichen neuen Raketenstart aus Russland. Was die Oreschnik-Rakete so gefährlich macht und warum Luftalarme jetzt besonders ernst genommen werden sollten.

Die ukrainische Luftwaffe hat die Bevölkerung vor einem erneuten Einsatz der russischen ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik gewarnt. Innerhalb von 24 Stunden gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Start einer solchen Rakete vom Testgelände Kapustin Jar im russischen Gebiet Astrachan, teilte die Luftwaffe in sozialen Netzwerken mit. Luftalarme sollten ernst genommen werden, hieß es. Am Donnerstag hatte das ukrainische Militär bereits kurz vor Mitternacht Ortszeit für knapp 14 Minuten landesweiten ballistischen Raketenalarm ausgerufen. Ein Raketenstart blieb jedoch aus.

Russland hat die experimentelle Rakete nach übereinstimmenden russischen und ukrainischen Berichten seit 2024 bereits dreimal gegen die Ukraine eingesetzt. Bei den demonstrativen Einsätzen auf Ziele in Dnipro, im westukrainischen Gebiet Lwiw und auf Bila Zerkwa bei Kiew habe die Rakete aber keine realen Gefechtsköpfe getragen. Mit einer geschätzten Reichweite bis zu 6.000 Kilometern kann die atomwaffenfähige Oreschnik mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit selbst Ziele in Westeuropa innerhalb von Minuten erreichen. Kiew verfügt über kein Mittel zur Abwehr dieser Waffe.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion.

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