Autobombe bei Moskau - Spekulationen um getöteten General
MOSKAU: Bei Moskau reißt eine Bombe einen Mann in den Morgenstunden in den Tod. Die Ermittler halten sich bedeckt. Es wird über einen Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine gemutmaßt.
Unweit der russischen Hauptstadt Moskau ist ein Mann durch eine Autobombe getötet worden. Die Explosion fand nach Angaben des Staatlichen Ermittlungskomitees gegen 5.30 Uhr Ortszeit (4.30 Uhr MESZ) in einem fahrenden BMW statt. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, wobei offen gelassen wurde, in welche Richtung ermittelt wird. Informationen der Tageszeitung «Kommersant» nach wurde die Bombe aus bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff unter dem Boden des Wagens angebracht.
Unbestätigten Berichten ukrainischer und russischer Blogger zufolge ist der Tote ein Oberst oder gar General der russischen Raketentruppen. Die mutmaßliche Adresse des 57-Jährigen in Balaschicha stand dabei bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren Feindliste der Ukraine. Im April 2025 starb bereits ein General des russischen Generalstabs in der Stadt am östlichen Stadtrand Moskaus durch eine Autobombe. Gegen Abend entschärften die Behörden zudem einen verdächtigen Gegenstand im Südwesten Moskaus durch eine gezielte Sprengung.
Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen eine russische Invasion. Ukrainische Geheimdienste verüben immer wieder Anschläge auf russische Militärs und abtrünnige Ukrainer und dabei oft mit Autosprengsätzen.