Thailands Tsunami-Warnboje aufgebrochen

Foto: National Oceanic And Atmospheric Administration
Foto: National Oceanic And Atmospheric Administration

PHUKET: Die beiden westlich von Phuket eingesetzten Tsunami-Warnbojen, für deren Wartung Thailand verantwortlich ist, sind außer Betrieb oder treiben im Meer, hat das Nationale Katastrophenwarnzentrum (NDWC) in Bangkok bestätigt.

Eine der Tsunami-Warnbojen wurde aufgebrochen und nach ihren Komponenten durchsucht. Die andere leitet zwar immer noch Echtzeitdaten weiter, hat sich aber aus ihrer Verankerung am Meeresboden gelöst und treibt ziellos etwa 200 Kilometer westlich von Phuket, informierte Dr. Prasong Thammapala, amtierender Direktor des NDWC-Informationstechnologie- und Kommunikationszentrums. Dr. Prasong rief die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen, da die „äußere" Warnboje, die sich etwa 600 Seemeilen westlich von Phuket befindet, eine von einer Reihe von Tsunami-Warnbojen ist, die weiterhin funktionieren.

Das Tsunami-Warnsystem wird von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der Vereinigten Staaten überwacht. „Die Warnbojen speisen Daten in dasselbe Netzwerk ein. Sollte dort draußen ein Unterwasser-Erdbeben auftreten, werden wir durch dasselbe System benachrichtigt", erklärte Dr. Prasong.

Die Warnboje mit der Bezeichnung „Station 23401" wurde aufgebrochen, die Batterie und die Ausrüstung wurden herausgenommen. Thailand muss für die Reparatur einen NOAA-Experten aus den USA einfliegen lassen, um sicherzustellen, dass die in der Boje wieder eingebaute Ausrüstung richtig kalibriert ist, um Daten in das von der NOAA betriebene Netzwerk zu übertragen. Die zweite Warnboje mit der Bezeichnung „Station 23461" überträgt immer noch reale Daten, einschließlich ihrer GPS-Position. Das macht es einfacher, sie ausfindig zu machen und an ihre richtige Stelle zurückzubringen.

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Hansruedi Bütler 19.09.20 12:52
Gute Idee?
Da Salzwasser den Strom angeblich nicht leitet, wirklich eine gute Idee!
Joachim Graul 19.09.20 11:52
Warn Bojen
Baut eine weitere starke Batterie ein die Minütlich starke Stromstöße an die Außenhülle abgibt, vielleicht auch noch nach Außen gerichtete Sprengfallen ! In der Umgegend treibt sich viel Verbrecher Gesindel herum !
Oliver Harms 17.09.20 21:37
??????
Ich konnte im Artikel nichts da von lesen,daß es keine Überwachungscams geben würde.
Es steht dort überhaupt nichts von verbauten oder nicht verbauten Systemen zum Schutz vor
kriminellen Handlungen.
Wo kann man hier lesen,daß nicht mittelbar ein Sabo-Alarm bei NOAA ausgelöst wurde?
Auftragstat....
Na da gibt es auf der ganzen Welt nur einen....Putin!! lol
Das waren irgent welche Fischer gewesen,die meinten das Zeugs kann man noch teuer verkaufen.
Vielleicht sogar der gleiche Täter wie beim letzten mal als die Boje zum festmachen genutzt wurde?
Der Nobelpreis geht dann an die USA Herr Thoenis,da die Bojen von dort stammen.
Jom 17.09.20 15:50
Einfach unbegreiflich...
eine Tsunami Überwachungsboje ohne Überwachungskamera oder Bewegungsmelder.
Das Öffnen der Boje oder entfernen von Komponenten hätten sofort ein Störsignal an das Tsunami Bodenstelle melden müssen. Batterie ist in Boje vorhanden, also auch Strom. Wie wäre es mit Satelliten gestützten Signalgebern bei Störungen? Eine endgültige Aufklärung könnte dann aus der Luft erfolgen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle besser!
Ling 17.09.20 14:37
Wie kommt ein Dieb...
... auf die Idee, eine Tsunami-Warnboje auszuschlachten? Das war sicherlich eine geplante Auftragstat. Anders kann ich mir sowas beim besten Willen nicht vorstellen.