Südkorea registriert höchsten Tageswert bei Corona-Infektionen

Menschen stehen Schlange, um an einer behelfsmäßigen Klinikstation in Seoul einen COVID-19-Test durchzuführen. Foto: epa/Jeon Heon-kyun
Menschen stehen Schlange, um an einer behelfsmäßigen Klinikstation in Seoul einen COVID-19-Test durchzuführen. Foto: epa/Jeon Heon-kyun

SEOUL: Die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektion in Südkorea ist auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Am Mittwoch seien 1275 Fälle verzeichnet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Die Gesamtzahl der Infektionen kletterte demnach auf mehr als 164.000.

Die Schwelle von 1000 Fällen war bereits am Dienstag zum ersten Mal seit Ende Dezember wieder überschritten worden. Beamte des Gesundheitsministeriums sprachen daraufhin vom Beginn einer vierten Infektionswelle.

Von den Neuinfektionen wurden erneut mehr als 80 Prozent im Großraum Seoul registriert, der auch die Provinz Gyeonggi und die westliche Küstenstadt Incheon umfasst. Vor allem lokale Häufungen von Infektionen bereiten den Behörden Sorgen. Solche Ausbrüche gab es zuletzt unter anderem in Schulen und Kaufhäusern.

Mit dem ungebremsten Anstieg der Infektionsfälle wird eine Verschärfung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen immer wahrscheinlicher. Beamte des Gesundheitsministeriums hätten angedeutet, dass für Seoul frühestens von Freitag an die schärfsten Regeln unter einem vierstufigen «Schema für die soziale Distanzierung» gelten könnten, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Demnach wären öffentliche Ansammlungen von mehr als zwei Personen ab 18.00 Uhr sowie größere Veranstaltungen untersagt. Auch müssten unter anderem Nachtclubs und Bars geschlossen werden.

Südkorea ist bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen. Es wurden jedoch bisher nur etwa 30 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner einmal geimpft. Vor allem jüngere Erwachsene wurden noch nicht immunisiert.

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