Strengere Regeln für App-Fahrdienste

Neue Vorschriften sollen Sicherheit und Verbraucherschutz stärken

Fahrer von Fahrdienstplattformen wie Grab oder Bolt müssen künftig strengere Regeln und Pflichten einhalten. Foto: epa-efe/Mattia Sedda
Fahrer von Fahrdienstplattformen wie Grab oder Bolt müssen künftig strengere Regeln und Pflichten einhalten. Foto: epa-efe/Mattia Sedda

BANGKOK: In Thailand treten neue Vorschriften für Fahrer von Fahrdienstplattformen in Kraft. Künftig müssen sie ihre Fahrzeuge als öffentliche Verkehrsmittel registrieren lassen und über einen speziellen Führerschein für den öffentlichen Personenverkehr verfügen. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit zu erhöhen und den Verbraucherschutz zu stärken.

Die Regelung wurde von der Electronic Transactions Commission unter dem Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft erlassen und am 4. Juli 2025 in der „Royal Gazette“ veröffentlicht. Sie stuft Fahrdienste über Apps als „digitale Plattformgeschäfte mit besonderen Merkmalen“ gemäß Abschnitt 18(3) des königlichen Dekrets über digitale Plattformdienste von 2022 ein. Die neuen Vorschriften treten 90 Tage nach Veröffentlichung in Kraft.

Pflichten und Vorgaben für Fahreraccounts

Gemäß den Bestimmungen müssen Fahrer Fahrzeuge nutzen, die als öffentliches Transportmittel zugelassen sind, und einen gültigen Personenbeförderungsschein vorweisen. Sie sind verpflichtet, sich täglich per Gesichtserkennung zu identifizieren und GPS-Daten in Echtzeit zu übermitteln. Eine Weitergabe des Fahrerzugangs an Dritte ist nicht erlaubt.

Auch für Fahrgäste gelten neue Anforderungen: Sie müssen sich vor Nutzung der Dienste einmalig verifizieren. Zudem erhalten sie vor Fahrtantritt Informationen zu den voraussichtlichen Kosten, können den Fahrzeugtyp auswählen und Beschwerden künftig einfacher über die Plattform einreichen.

Transparenzpflicht und Notfallmaßnahmen

Die Betreiber der digitalen Plattformen müssen jährliche Berichte beim Department of Land Transport einreichen, sich an gesetzlich festgelegte Tarife halten und vollständige Reisedaten bereitstellen – darunter Name des Fahrers, Fahrzeugkennzeichen, Preis und Strecke. Zusätzlich sind Funktionen zur Notfallhilfe zu integrieren sowie rund um die Uhr erreichbare Hotlines für Vorfälle bereitzustellen.

Eine begleitende Bekanntmachung der Electronic Transactions Development Agency (ETDA) verpflichtet alle Plattformanbieter zur Einhaltung des Dekrets, um eine ordnungsgemäße Aufsicht über Dienste zu gewährleisten, die potenziell das öffentliche Interesse berühren.

Maßnahmen für mehr Verbraucherschutz

Die neuen Vorschriften sind Teil einer umfassenderen Strategie der Regierung zur Erhöhung von Transparenz, Sicherheit und Verbraucherschutz im Bereich digitaler Mobilitätsdienste.

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Pivat Märkl 11.07.25 14:30
@ Ole, volle Zustimmung.
Ein kleines Trinkgeld von uns Farangs zaubert doch mindestens ein dankbares Lächeln in das Gesicht dieser Geringverdiener und erhöht zudem unsere Beliebtheit bei der thailändischen Bevölkerung.

Auch zahle ich g e r n e die erhöhte Eintrittsgebühr in Nationalparks mit dem Wissen, dass ich hiermit oft in der Hitze arbeitende Mindestlohnempfänger unterstütze und Thailand helfe, seine wunderschönen Nationalparks für Einheimische u.Touristen dieser Welt zu erhalten.

Jetzt mal ehrlich: hat dieses Verhalten nicht etwas mit gelebter Empathie zu tun?
Und alles andere bisher Diskutierte nur die zweifelhaften Moralvorstellungen einiger westlicher, engherziger Wichttigtuer an den Pranger stellt?





Ole Bayern 10.07.25 21:30
Also ich finde das buchen über die Bolt App .....
..... ja wirklich klasse . Top Sache , nur manchmal , daß muß ich zugeben habe ich schon ein schlechtes Gewissen . Wenn ich ein Bolt Taxi ordere um von meinem Haus in Ban Sare nach Pattaya zu fahren , und dafür um die 200 - 220 B bezahle für ca. 30 km , dann muß ich mich schon fragen was verdient der arme Kerl denn noch , wenn er z.B. mit einem ziemlich neuen Auto fährt und ca. 45 Minuten benötigt ? Ich gebe dann immer 250 B - 260 B - ist ja auch nicht der Hammer - und der Fahrer hat die größte Freude so wie auch, indem ich gut von A nach B befördert wurde . Und es sind immer freundliche Fahrer und gute, wenn auch manchmal kleine Autos . Aber alles ok , bin IMMER zufrieden.

VG Ole
Johann Christian Nieder 10.07.25 19:40
Genau
Kann ich nur zustimmen. Hab schon lange aufgehört, Tuk Tuk und Bahtbusse zu verwenden. Ich hab keine Lust mehr zu akzeptieren, dass ich reingelegt werde und auf den schlechten und unfreundlichen Service. Grab und Bolt haben bessere Autos, Klare Kosten alles ist dokumentiert etc. "Normale" Taxis haben all das nicht und so mancher von denen versucht seine Kunden auszutricksen. Zustand der Autos etc. oft nicht gut und Freundlichkeit häufig auch nicht. Wenn jetzt so versucht wird Bolt und auch Grab aus dem Markt zu drängen, dann reicht es mir langsam endgültig. Was immer geht, gehe oder fahre ich (Motocycle) inszwischen sowieso selbst.
Uli 10.07.25 16:00
Dazu kann man nur sagen.....
das schadet dem Tourismus ;-) Nun hat man endlich mal eine Möglichkeit gehabt den Machenschaften der Taxi und Saengtow Mafia zu entgehen (oder vielleicht doch nicht, da sie wohl Einfluß auf die Regierung haben) und sich günstig von A nach B bringen zu lassen. Und jetzt kommt man den Beförderern mit solchen Gesetzten? Aber zum Glück weiß man ja alles was so eingebracht wird als "Vorschrift oder Gesetz" ist ein Angebot an die Betroffenen und Auslegungssache. War im Oktober letzten Jahres recht positiv überrascht von BOLT und hab diese auch gerne in Anspruch genommen. Keine Diskussionen mit dem Fahrer über den Preis, schnelle und sichere Beförderung. Da geb ich auch gerne mal einen Tipp. Wenn man denen jetzt durch sinnlose Gesetze ihr Geschäft lahmlegen will fände ich das sehr unfair.

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