Staatsanwaltschaft fordert Haft für Terrorverdächtige

Foto: Fotolia.com
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STOCKHOLM (dpa) - Im Prozess gegen mehrere Terrorverdächtige in Schweden hat die Staatsanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen gegen drei der Angeklagten gefordert.

Die drei Männer sollten für mindestens acht bis zwölf Jahre ins Gefängnis, sagte Staatsanwalt Per Lindqvist am Montag in seinem Schlussplädoyer vor Gericht in Stockholm, wie der Sender SVT berichtete. Angesichts des bei versuchtem Mord gewöhnlichen Strafmaßes von vier bis sechs Jahren seien höhere Strafen gerechtfertigt, weil der Terrorplan des Trios eine sehr große Anzahl an Menschen hätte treffen können, wäre der Anschlag geglückt.

Insgesamt müssen sich sechs Männer in dem Prozess wegen Terrorvorwürfen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dreien von ihnen vor, eine terroristische Straftat im Raum Stockholm geplant zu haben. Sie sollen sich der Anklage zufolge unter anderem große Mengen an Chemikalien besorgt haben, mit denen Sprengstoff hergestellt werden kann. Allen sechs wird zudem zur Last gelegt, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) finanziell unterstützt zu haben.

Fünf der Verdächtigen stammen aus Usbekistan, einer aus Kirgistan. Bei Vernehmungen haben sie die Anschuldigungen abgestritten. Lindqvist beantragte, dass die sechs Männer im Falle einer Verurteilung nach dem Absitzen ihrer Strafen aus Schweden abgeschoben werden. Der Prozess gegen sie soll am Freitag mit den Schlussplädoyers der Verteidigung enden.

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