PHITSANULOK: Das thailändische Verkehrsministerium treibt die Modernisierung regionaler Flughäfen voran, um den Luftverkehr auszubauen und den Tourismus in den unteren Nordprovinzen des Landes zu stärken.
Vizeverkehrsminister Phattrapong Phattraprasit beauftragte die staatliche Flugsicherungsorganisation Aeronautical Radio of Thailand (Aerothai), ein verbessertes Flugverkehrsmanagementsystem zu entwickeln und moderne Technologien an Regionalflughäfen einzuführen.
Phitsanulok als Tor zum Norden
Nach Angaben des Ministers soll die Initiative die Luftfahrtinfrastruktur modernisieren, den Flughafenbetrieb effizienter gestalten und sogenannte Sekundärprovinzen als attraktive Reiseziele stärken. Dadurch sollen Tourismusströme breiter verteilt und die regionale Wirtschaft gefördert werden. Phitsanulok komme dabei eine Schlüsselrolle als Tor zu den Provinzen Sukhothai, Phetchabun, Uttaradit und Tak zu. Die Region verfüge über bedeutende historische Stätten, kulturelle Sehenswürdigkeiten und Naturattraktionen, die ganzjährig Besucher anziehen.
Eine verbesserte Luftverkehrsanbindung soll nach den Plänen der Regierung die Erreichbarkeit der Region erhöhen und zusätzliche wirtschaftliche Impulse setzen. Dies gelte insbesondere im Zusammenhang mit dem staatlichen Förderprogramm „Thais Help Thais Plus“, das noch bis zum 30. September 2026 läuft.
1.838 Flugbewegungen im Monat
Nach Angaben von Aerothai fertigt der Flughafen Phitsanulok derzeit durchschnittlich 1.838 Flugbewegungen pro Monat ab. Davon entfallen 1.139 Flüge beziehungsweise 62 Prozent auf militärische und 699 Flüge beziehungsweise 38 Prozent auf zivile Luftfahrzeuge. Derzeit werden täglich fünf Linienflüge angeboten – drei von Thai AirAsia und zwei von Thai Lion Air.
Aerothai kündigte an, Systeme, technische Ausstattung und Personal schrittweise auszubauen, um auf das erwartete Wachstum des Luftverkehrs vorbereitet zu sein. Gleichzeitig arbeitet die Organisation an der Einführung des sogenannten Aerodrome Flight Information Service (AFIS), eines automatisierten Fluginformationssystems für Flughäfen mit geringem Verkehrsaufkommen. Das System soll mithilfe automatisierter Prozesse den Informationsdienst für Piloten verbessern, das Luftraummanagement optimieren und zugleich den Personalbedarf reduzieren.
Ein Pilotprojekt ist für das Jahr 2028 an den Flughäfen Phrae und Phetchabun vorgesehen. Nach erfolgreicher Erprobung soll AFIS als Modell für die Modernisierung weiterer Regionalflughäfen in Thailand dienen.