LARNAKA: Dramatische Szenen in Zypern: Drei Männer stürzen bei der Flucht vor der Polizei aus Fenstern. Was Augenzeugen über die Zustände im Wohnblock berichten.
Bei einer großangelegten Razzia der zyprischen Ausländer- und Migrationsbehörde in der Hafenstadt Larnaka sind drei mutmaßlich illegal im Land lebende Migranten von Balkons und aus Fenstern eines Wohnblocks in die Tiefe gestürzt und teils schwer verletzt worden. Wie der staatliche Rundfunk RIK weiter berichtete, seien bei der Razzia mindestens zehn Migranten festgenommen worden.
Einer der Männer stürzte den Berichten zufolge aus dem vierten Stock in einen Innenhof und erlitt schwere Kopfverletzungen. Sein Zustand wurde als kritisch beschrieben. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte zwei weitere verletzte Männer in einem anderen Bereich hinter dem Gebäude. Alle drei wurden mit Krankenwagen in ein Krankenhaus in Larnaka gebracht.
Großeinsatz und schlechte Zustände
Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Behörden sperrten fünf Gebäudeblöcke weiträumig ab. Bewohner berichteten, dass in mehreren leerstehenden Wohnungen seit längerer Zeit Menschen illegal untergebracht gewesen seien. Die Gebäude seien in einem miserablen Zustand, sagten Augenzeugen Reportern. Die Aktion der Ausländer- und Migrationsbehörde richtete sich laut Medien gegen Menschen, die sich ohne gültige Aufenthaltspapiere in Zypern aufhalten. Kontrollen fanden demnach in mehreren Stadtteilen von Larnaka statt.
Eurostat-Zahlen zu Asylbewerbern
Nach Angaben von Eurostat lagen Zypern und Spanien 2025 mit jeweils 2,9 erstmaligen Asylbewerbern pro 1.000 Einwohner EU-weit an zweiter Stelle. Die höchste Quote verzeichnete Griechenland mit 5,3 Asylbewerbern je 1.000 Einwohner.